Journal Mittwoch, 21. Januar 2026 – New Chinese kid on the block
Donnerstag, 22. Januar 2026 um 6:22Nach guter Nacht eine Stunde zu früh aufgewacht. Unruhig liegengeblieben, wild entschlossen, das als “Ausruhen” einzuordnen.
Früh losmarschiert in die Arbeit, Himmel weiterhin klar, Luft weiterhin frostig. Der Revier-Amslerich war deutlich zu hören. Am Schreibtisch arbeitete ich geordnet los.
In einer Pause Basteln an der Wien-Reise über Fasching. Eine Erkenntnis: Dass du selbst ziemlich immun gegen Marketing-Aktionen bist, hilft halt nicht, wenn du für Samstagabend, 14. Februar, einen Restauranttisch buchen möchtest.
Zum späten Mittagscappuccino marschierte ich durch Sonne (schön!) und Kälte (hmpf) ins Westend, Highlight des Arbeitstags.
Zu Mittag gab es Birnen sowie Hüttekäse mit Leinsamenschrot.
Am frühem Nachmittag begann ich Präventiv-Dehnen meiner Beinrückseite: Nach Erkältungspause hatte ich Schwimmzeug dabei und wollte nach pünktlichem Feierabend ins Dantebad. Doch schon in der Mitte dieses Nachmittags merkte ich unter anderem an paar Ganzkörper-Niesern, dass das zu früh nach Erkältung war, das Schwimmen ließ ich lieber bleiben. Dann halt am Samstag.
(Merke: Wenn mich das Aufgeben von Sportplänen fröhlich macht und nicht traurig, war das die richtige Entscheidung.)
Also ging ich zu gewohnter Feierabendzeit nach Hause, unterwegs nur kurze Drogeriemarkt- und Blumeneinkäufe.
Ernteanteil war aufgegessen, ich ging mit Herrn Kaltmamsell fürs Abendessen außer Haus: Ums Eck in der Müllerstraße hatte ich einen Ramen-Laden entdeckt, Honghong Ramen, den probierten wir aus. Interessante Karte, ich bestellte nach scharfem Gurkensalat sehr breite hausgemachte Ramen-Nudeln mit Auberginen und Tomate (sehr gut!), Herr Kaltmamsell pickte das exotischste Gericht heraus: Entenblut und Kutteln. Die freundliche Bedienung musste erst in der Küche fragen, ob es das gestern überhaupt gab (wir hatten bereits damit gerechnet, dass es das nicht immer geben würde).
In duftig-scharf gewürzter Brühe und Öl (werden nicht mitgegessen) schwammen Scheiben Entenblut, Spam, Rindfleisch, dünne Streifen Kutteln, außerdem Champignons und Sprossen, frittierte Chillis, Sechuanpfeffer – ein sehr wohlschmeckendes Textur-Festival (ich durfte probieren). Wir kommen wieder.
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Alan Rickman ist jetzt auch schon wieder zehn Jahre tot. Der Guardian hat Erinnerungen berühmter Leute an ihn gesammelt.
“‘I fell in love with him on the spot’: Alan Rickman remembered, 10 years after his death”.
And when he received an award for his performance as the Sheriff of Nottingham, he remarked that every time he looked at it he would realise “subtlety isn’t everything”.
Seltsamerweise wird auch hier einer meiner Lieblingsfilme mit Alan Rickman ausgelassen: Blow Dry von 2001. (Der nicht mal in seinem englischsprachigen Wikipedia-Eintrag auftaucht? Im deutschsprachigen schon.) Darin spielt er ganz hinreißend einen extrem kompetitiven Friseur (der in Wettbewerben barfuß arbeitet, rrrrrr). Dabei spielen darin auch noch Natasha Richardson, Bill Nighy und Heidi Klum (!) mit! Herr Kaltmamsell wies darauf hin, dass Blow Dry im Grunde ein Sportfilm ist – wir haben ihn, muss ich dringen nochmal gucken.
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Eine besondere Ausgabe der Reihe Meisterstunde. Als ich das Thema “Birkenrinden-Kanubauer” las, hätte ich fast nicht draufgeklickt, klang langweilig. Ein Irrtum, denn der Werdegang von Artem Lemberg aus Sibirien ist sehr besonders:
“Birkenrinden-Kanubauer Artem Lemberg über Autodidaktik: ‘Im Machen verbessert sich die Qualität deiner Gedanken'”.
Wie viele Menschen in Deutschland bauen solche Kanus?
Ich bin, glaube ich, der einzige in ganz Eurasien. Gut drei Kollegen kenne ich, die in den USA und Kanada ähnliche Kanus bauen.
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Mek ist jetzt deutscher Staatsangehöriger!
1 Kommentar zu „Journal Mittwoch, 21. Januar 2026 – New Chinese kid on the block“
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22. Januar 2026 um 10:07
Wieder so tolle Artikel und Filmtipps. Ihr Blog ist eine Bereicherung. Jeden Tag. Vielen Dank.