Journal Donnerstag, 5. Februar 2026 – Neuhausen alpin

Freitag, 6. Februar 2026 um 6:35

Sehr gut und tief geschlafen, der Wecker holte mich gemeinerweise aus einem besonders interessanten Traum, in dem mal wieder das Haus mit der einst schönsten Wohnung der Welt eine Rolle spielte (meine Wohnung während des Studiums in Augsburg): Sie war wieder frei, jetzt mehr als doppelt so groß, in erbärmlich baufälligem Zustand (ein paar Bodenbretter weggebrochen), doch die Besitzer planten gründliche Instandsetzung und sagten mir die Wohnung zu. Ich war gerade dabei, Herrn Kaltmamsells Einwilligung zu erbitten, mit ihm dort einzuziehen.

Es tagte zu fahlem Licht und kalter, aber nicht allzu kalter Luft.

In der Arbeit Arbeit. Zu einem grundproblematischen Thema zeichnet sich grundlegende Verbesserung ab, das ist eine große Erleichterung.

Auf Mastodon wurden weiter #HerzSoliSneaker gesammelt: Frau Herzbruch steht vor ihrer hoffentlich letzten (zwölften) OP, viele Menschen sorgen sich und wollen irgendwas tun.

Meinen Mittagscappuccino holte ich in der Cafeteria (lauwarm, ich verliere langsam die Geduld), Bewegung in aufkommendem Sonnenschein holte ich mir mit einer Einkaufsrunde auf dem Markt. Das Draußen roch immer noch leer nach Winter, ich kaufte Pinowa-Äpfel vom Bodensee.

Später gab es als Mittagessen Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Emsiger Nachmittag, nach Feierabend marschierte ich direkt nach Hause: Abends war ich mit Herr Kaltmamsell eingeladen, davor sollte noch eine Einheit Yoga passen (ging gut, sogar eine Balance-Übung).

Eingeladen waren wir zu einer Geburtstagsfeier unter dem Motto “Alpin”. Dazu waren mir als Allererstes Hüttenschuhe eingefallen, und zwar die aus meiner Kindheit: dick gestrickt, vor meinem inneren Auge unbedingt in Blau, Rot und Weiß, als Sohle Kunstleder aufgenäht – Nachbarskinder trugen die in den frühen 1970ern, selbst hatte ich als Kind aber richtige Hausschuhe und neidete sie lediglich (ich glaube, meine Mutter wies zurecht darauf hin, wie rutschig und unpraktisch Hüttenschuhe waren). Doch meine Online-Suche hatte nichts gefunden, selbstverständlich gab es auch im Hüttenschuh-Sektor in den vergangenen 50 Jahren enorme Entwicklungen. Am Styling Hütten-Look hielt ich gestern dennoch fest:

Mit Schüttelbrot und Alpenveilchen als Gastgeschenke machte ich mich mit Herr Kaltmamsell auf den Weg ins alpine Neuhausen. Und es gab durchaus Gäste, die das Party-Thema gründlich durchzogen und mit umfassender Kletterausstattung aufkreuzten. Zu Essen gab es unter anderem nepalesischen Sherpa-Eintopf (köstlich!) und Alpenspeisen von herzhaft bis süß, ich unterhielt mich unter anderem mit lebender Münchner Geschichte ab den 1970ern. Ein Thema auch: Die unterschiedliche Wirkung von Hochgebirge. Ein gebürtiger Garmischer war so früh wie möglich weggezogen, weil er sich sich (wie ich tendenziell) von den umgebenden Felsmassiven bedrängt und eingesperrt fühlte, seine Geschwister, so erzählte er, empfinden die Berge (wie Frau Brüllen) “beruhigend und beschützend”.

Herr Kaltmamsell und ich brachen schweren Herzens als erste auf, während neue Gäste gerade erst eintrafen: Wir müssen halt am heutigen Freitag früh in die Arbeit.

§

The kids are alright.
“Skelette an Schulen
Woher stammen die Menschenknochen?”

via @jens2go

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Donnerstag, 5. Februar 2026 – Neuhausen alpin“

  1. Stadtneurotiker meint:

    Sehr viel Liebe für die #HerzSoliSneaker-Kombination!

Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

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