Journal Dienstag, 24. März 2026 – Graue Lerche und Arbeit von daheim

Mittwoch, 25. März 2026 um 6:28

Der Wecker klingelte Lerchenlauf-früh, Schlaf war davor nicht sehr tief gewesen. Zackiges Morgenprogramm, ich schaffte sogar die tägliche Gymnastik, bevor ich das Haus verließ. Und als ich wirklich zu Bewusstsein kam, bereits die Isar entlang trabte, freute ich mich sehr, dass ich das nochmal geschafft hatte, bevor es durch Umstellung auf Sommerzeit nächsten Sonntag erst in einigen Wochen morgens wieder hell genug ist.

Unterm Strich war der Lauf allerdings nicht der schönste: Das Licht eher grau und düster, der Körper angespannt statt geschmeidig, ich fühlte mich hüftsteif bis hüftschmerzhaft. Diesmal war ich über das Ende meiner 70 Minuten sogar erleichtert.

Nach Morgentoilette und Anziehen mit Prio 1 Homeoffice-Kälte-Abwehr (Thermorolli plus dicker Wollpulli, zwei paar dicke Wollsocken, Wollpuschen, dicke Jeans) Arbeitsstart am (höhenverstellbaren!) Schreibtisch von Herrn Kaltmamsell – es ist dann doch praktisch, dass Lehrer vormittags woanders arbeiten. Dazwischen Handgriffe fürs Brotbacken, es wurde eine Häusemer Bauerekrume.

Brot gelungen.

Der Homeoffice-Arbeitsplatz war vormittags mittelbequem, Hüfte und Kreuz plagten mich. Zumindest hatte ich einen Blick auf die Kastanien, die gerade heftig Pfötchen geben, und der Tag wurde fast sonnig.

Insgesamt fühlte ich mich sehr erschöpft und müde. Aber guter Mittagscappuccino aus der eigenen Cafetera.

Mittagessen zur gewohnten Bürozeit: Kiwi, Banane, Birne, außerdem Quark mit Joghurt und Leinsamenschrot. Insgesamt zu viel, ich wurde noch viel müder.

Geordneter Arbeitsnachmittag, die Jobs, für die ich Unterlagen in meinem Büro brauche, konnten bis Mittwoch warten.

Dazwischen folgte ich endlich dem Impuls, den ich seit Monaten zur Seite schiebe, ein paar Sommerturnschuhe in der Waschmaschine zu waschen.

Herr Kaltmamsell kam erst um vier aus der Arbeit, da zog ich ohnehin gerade ins Wohnzimmer um: Auf seinen Schreibtisch am Fenster schien die Sonne, locker herabgelassener Rollladen überzog mich in Video-Anrufen mit hart kontrastierten Streifen, ganz herabgelassener Rollladen erforderte für dieselbe Situation umständliche künstliche Ausleuchtung. Die Lichtsituation am Esstisch war viel besser.

Nicht zu später Feierabend, dann ging ich raus in die Sonne auf Erledigungen und Einkäufe: Bluse und Hemden zur Reinigung am Goetheplatz, Spaziergang zum Vollcorner auf der Schwanthalerhöhe für Lebensmitteleinkäufe. Unterwegs freute ich mich sehr über Frühlingsblühen.

Daheim eine Einheit Yoga, dann richtete ich das Abendessen auf Basis des frischen Brots her.

Wacholderschinken, Pastrami, Speckwurst, Butter, rote Paprika, Essiggurken (gekaufte, kein Vergleich zu den bulgarischen selbst eingelegten). Gutes Abendbrot. Nachtisch Schokolade.

Seltsamer Tag durchs Arbeiten daheim: Abends fühlte sich der Morgenlauf bereits Tage her an.

§

Auf Mastodon schreibt jemand unter diesem Filmchen, dass eine Orgel im Grunde ja auch nichts anderes ist als in Reihe geschaltete Blockflöten, und jetzt muss ich nachdenken.

§

Meiner Ansicht nach müssen noch viel mehr Wechseljahrwitze gemacht werden – weil das auch eine Art und Weise ist, das Thema sichtbar zu machen. Zum Beispiel mit dieser Menopause Hotline.

die Kaltmamsell

Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

XHTML: Folgende HTML-Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.