Journal Freitag, 20. März 2026 – Wahlhilfevorbereitung, Abendgast
Samstag, 21. März 2026 um 8:18Gut geschlafen, das war schön. Und dann wurde es auch noch zu blauem Himmel hell, wunderbar.
Sonniger Arbeitsweg.
Kurzes Stutzen an der Ganghoferstraße:
Ist das die Münchner Variante von Grün statt Parkplatz? (Zur Sicherheit: Besser als nix, mühsam ernährt sich etc.) Böser Vergleich: Wien mit seinem Stadtplanungsprojekt “Raus aus dem Asphalt”. Medial herumgereicht werden ja gerne die Vorher-Nachher Fotos aus Paris. Lebensnäher und übertragbarer scheinen mir diese aus Wien, Straßen wie die Neubaugasse kenne ich auch in München.
Das Wahlamt reagierte schnell: Noch vor neun hatte ich mein Berufungsschreiben im Postfach. Auf der Liste des Wahlhilfeteams neben mir nur drei bisherige, die drei neuen versuchte ich umgehend zu kontaktieren. Der erste, den ich erwischte, erklärte mir gleich mal, dass er aber nur vormittags könne und nicht beim Auszählen. Ich bat ihn um Meldung der Verhinderung bei der Bezirksinspektion. Weitere Telefonate ergaben, dass die neuen Leute auf meiner Liste in ihrem ursprünglichen Berufungsschreiben explizit informiert worden waren, dass sie NICHT für die Stichwahl berufen seien. Dass sie auch kein Berufungsschreiben erhalten hatten und durch meinen Anruf zum ersten Mal von ihrem Einsatz hörten. Das machte das Ehrenamt als Wahlvorsteherin schlagartig deutlich aufregender, als ich es mir bei der Stichwahl vorgestellt hatte – ich hatte erwartet, dass die überhaupt keine Aufregung wert sein würde. Zefix.
Sonstige Arbeit im Büro gut machbar, ich konnte gelassen auf meinen Mittagscappuccino ins Westend gehen. Unterwegs geriet ich an einem Zebrastreifen unter Kinder, die gerade verkehrserzogen wurden. Brav reihte ich mich ein und machte das koordinierte Gucken und Gehen mit. Wie hieß es in der Tanzschule gern: Grundschritte zu üben schadet nie.
Bevor ich zurück am Schreibtisch saß, hatte ich mein Wahlhilfe-Team für Sonntag vollständig und informiert – vorerst, ich bin vorsichtig geworden. Währenddessen trafen zwei weitere Berufungsschreiben für mich in meinem privaten E-Mail-Postfach ein, eines mit leichter Variation – das Wahlamt macht gerade echt nicht bella figura. Na gut, dann wiederum: Die jüngste reguläre OB-Stichwahl ist zwölf Jahre her. Vor sechs Jahren war Pandemie; damals wurden zur Wahlhilfe bei der Stichwahl Lehrer*innen rekrutiert, weil die Schulen eh gerade dicht waren (fiel mir ein, als ich dachte, “als wäre das ihre erste OB-Stichwahl”: ist es wahrscheinlich tatsächlich für die allermeisten Mitarbeitenden im Wahlamt).
Jetzt aber noch überraschend aufgelaufene Aufträge abgearbeitet. Dadurch wurde das Mittagessen eher spät: Köstliche Birne, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot.
Danach mehr abgearbeitet, darunter sehr Interessantes.
Pünktlicher Feierabend, auf dem Heimweg Besorgungen. Zu Hause Abendgastvorbereitungswirbeln, auch wenn das eigentliche Kochen wieder Herr Kaltmamsell erledigt hatte.
Klingeln an der Haustür, große Freude: Wir hatten den Oldenburger Besuch seit zwei Jahren nicht gesehen. Es gab ausführliche Vorspeisen, damit niemand länger in der Küche verschwinden musste, dazu Luxemburger Cremant. Warme Hauptspeise war dann der beste Lauch-Eintopf aus Ernteanteil: Der Besuch hatte nach einer Dienstreisewoche mit viel Fleisch um eher etwas ohne gebeten. Dazu bot ich erstmal den Gemischten Satz von Marie Adler an – da der recht ungewöhnlich schmeckt, hatte ich aber einen konventionelleren Weißwein in der Hinterhand. Wir blieben beim Gemischten Satz, auch über den Nachtisch hinweg: Auf meinen Wunsch hatte Herr Kaltmamsell Sticky Toffee Pudding vorbereitet.
Vor allem aber Gespräch und Austausch, das war sehr schön. Zumal beides am heutigen Samstag fortgesetzt werden kann.
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Faktencheck von Sarah Bosetti zum Sozialstaat – ichweißichweißichweiß, mit Fakten macht man keine Politik (die Grünen sind beim Versuch fast unterm Bus gelandet), aber bei Sarah Bosetti gibt’s wenigstens was zu lachen.
https://www.youtube.com/watch?v=lYoYdTHuBn0
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UND JETZT ABER ZU DEN GUTEN NACHRICHTEN!
“King opens world’s longest coastal path around England”.
Ich könnte sagen, dass ich im September 2025 an genau derselben Stelle stand wie König Karl auf dem ersten Foto, wenn ich nicht auf der gegenüberliegenden Seite der Cuckmere-Mündung auf den Coastal Path eingebogen wäre.
Aber dann halt auch:
For the first time in English law there is provision for the route to be moved inland – “rolled back”, Natural England calls it – if the coastline erodes or shifts.
This allows the trail to adapt to the changing shoreline and aims to ensure that the coastal walk remains continuous and practical for generations to come.
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