Journal Freitag, 27. März 2026 – Wochenausklang mit Aprilwetter
Samstag, 28. März 2026 um 8:26Sehr gut geschlafen, hätte aber trotz zeitigem Lichtaus länger als bis Weckerklingeln sein dürfen.
Das Draußen trocken, doch der Weg in die Arbeit bitter kalt; ich hatte mit dem Griff zum Wintermantel richtig gelegen, darunter trug ich nochmal ein winterliches Wollkleid. In der Luft vereinzelte Schneeflocken. (Ist ja auch erst März!)
In den ersten Job am Schreibtisch war ich gleich mal so vertieft, dass meine erste große Tasse Tee abkühlte.
Gestern hatten wir sehr laute Handwerker im Haus – laut wirklich die Handwerker, ihr Rufen/Gespräch hallte nahezu pausenlos durchs Atrium, an dem mein Büro liegt; das eigentliche Handwerk hörte man am eher dezentem Klopfen, Akkuschrauber-Surren, Ratschenratschen.
Ich wagte mich auf einen Mittagscappuccino raus, bekam lediglich auf dem Rückweg ein paar Schneeflocken ab.
Der Minimal-Schneefall hielt noch eine ganze Weile an.
Dazwischen aber immer wieder Sonne, der April übte schonmal.
Zu Mittag gab es eine Birne sowie Hüttenkäse mit Leinsamenschrot. Langsam ist selbst mir mit meinen appetitarmen Arbeitstagen nach Abwechslung, ich sollte mir wieder mal angemachtes Gemüse zur Brotzeit mitnehmen.
Superpünktlicher Feierabend, weil ich wirklich durch war. Ich nahm U-Bahnen zum Candidplatz, um zur Kraemer’schen Kunstmühle zu spazieren und im Caffe Fausto Espresso einzukaufen – ich mag diesen Ort. Von dort setzte ich mich in einen Bus Richtung Viktualienmarkt: Auf der Suche nach Spumante von Ferrari hatte ich einen Hinweis auf Eataly entdeckt. Allerdings führten die nur Spezialausgaben dieser Kellerei im Trentinto und nicht den Brot-und-Butter-Spumante. Wenn ich schonmal bei Eataly war – entdeckte ich, dass es auch den früher großen Bereich mit Venchi-Schokolade nicht mehr gibt.
Daheim eine Folge Yoga mit Adriene, bevor ernsthaft ins Wochenende gerutscht wurde. Als Aperitif wünschte ich mir seit Tagen Calvados-Tonic, nachmittags hatte Herr Kaltmamsell (der gestern auch in die Osterferien rutschte) Käse-Crispy-Chilli-Kekse gebacken (Rezept aus geheimer Quelle): Hervorragend.
Als Nachtmahl gab es Kuh auf Wiese:
Sehr gutes Entrecôte mit wunderbarem Ernteanteil-Spinat, dazu öffnete ich eine Flasche Weißwein aus der Pfalz: Pflüger Vom Lebensturm, eine Cuvée 75% Riesling, 25% Gewürztraminer, letzterer dominierte überraschenderweise. Nachtisch Schokolade – die Kiste lichtet sich besorgniserregend, es braucht Nachschub noch vor Ostern.
Im Bett neue Lektüre: Siri Hustvedt, The Summer Without Men.
§
Vanessa schildert eine Anmache am Bahnhof und wie sie der Angemachten zur Seite stand. (In solchen Fällen können das nur wir Frauen.)
Ich wurde beim Lesen mal wieder sturzwütend: WIE KANN IRGENDJEMAND ANNEHMEN, DASS DIESE ANMACHE ANGEBRACHT SEIN KÖNNTE?!
mAN DarF jA NIcHt mAL MEhR KOmPliMEnTe mACheN?!
Eine Frau steht wartend in der Öffentlichkeit rum. Sie möchten Kontakt aufnehmen? Wie würden Sie das bei einem ganz normalen Menschen tun? Vermutlich mit Danebenstellen, irgendwann seufzen und eine Bemerkung machen in Richtung “Dauert heute aber wieder lang…” An der Reaktion sehen Sie dann schon, ob der Kontakt erwünscht wird.
ABER MIT DER BEMERKUNG, SIE SEI SEXY??!! WIE KOMPLETT HIRNVERBRANNT UND ENTKOPPELT VON ALLEM MENSCHLICHEN MUSS EIN MANN DAFÜR SEIN?!
Das ist keine Kontaktaufnahme, sondern Grenzüberschreitung und Bedrohung, eine reine, brutale Machtgeste, einfach weil er kann.
iST DOcH niX PAssIeRt?!
In einer Welt, in der viele Frauen jederzeit auf solche Bedrohungn gefasst sein müssen, können sie sich nie unbefangen bewegen.
(Zur Erleichterung schildert Vanessa in diesem Blogpost auch eine herzerwärmende Begegnung.)
§
Eine Folge Maithink X über Long Covid und ME / CFS, die auch von Betroffenen empfohlen wird:
“Long Covid & ME/CFS – Blackbox der Pandemie”.
Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.








Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)