Journal Freitag, 6. März 2026 – Hechtsprung* ins Wochenende
Samstag, 7. März 2026 um 8:10Gut geschlafen, mit nur einem Aufstehen bis Weckerklingeln.
Wieder eine Styling-Idee gehabt, ausgehend von diesen Turnschuhen. Und ich freute mich, dass das extrem selten getragene Karneol-Collier so gut dazu passte.
Es wurde sonnig Tag, allerdings bis kurz vor frostig frisch beim Marsch in die Arbeit.
Überraschend zackiger Arbeitsvormittag, zum einen mit unerwarteter Freundlichkeit und Hilfe, zum anderen mit Ärger: Mit “Ist halt a bissl blöd” kann ich meinen Beißreflex unterdrücken, bei “Ist a bissl blöd UND achtlos/egoistisch” schaffe ich das nicht immer, gestern nur ganz knapp. Dazu kommt allerdings eine Grundgereiztheit bei Menschen, die gleich “kaputt!” oder “geht nicht!” rufen, ohne auch nur einen Versuch von Analyse oder Lösung unternommen zu haben.
Mitten im Schreiben einer E-Mail entdeckte ich, dass meine Tastatur auf Englisch umgestellt war (also unter anderem Y und Z vertauscht). Ich nahm an, dass ich ungeschickt irgendeine Tastenkombination erwischt hatte, mir fehlten Zeit und Neugier, Genaueres herauszufinden: Neustart des Computers brachte das in Ordnung.
Als im Lauf des Tages aber zwei der gestern spärlich vor Ort arbeitenden Kolleg*innen unvermittelt mit demselben Problem kämpften, war ich bereit, auch dafür den scheiß Copilot verantwortich zu machen.
Mittagscappuccino holte ich mir aus Zeitgründen in der Cafeteria, aber etwas später gönnte ich mir einen Marsch um ein paar Westend-Blöcke, in jetzt doch mildem Sonnenschein (offene Jacke!).
Mittagessen wurde spät, weil ein dringender Job dazwischengeflogen kam: Apfel, eingeweichtes Muesli mit Joghurt.
Danach ging’s grad so zackig weiter – unter anderem weil ich ja am Montag wegen Wahlhilfe, Teil 2 Urlaub habe und vorarbeiten musste. Ich erinnerte alle relevanten Stellen an meine Abwesenheit, mal sehen, ob das hängen bleibt.
Die Zusammenfassung der Schichteinteilung ans Wahlhilfeteam geschickt – per SMS (ich habe nur Telefonnummern). Vielleicht komme ich ja doch um Whatsapp herum. Meine Panik allerdings bereits im Stadium Ohrenrauschen.
Dennoch fast pünktlicher Feierabend, Heimweg wegen einer Erledigung über eine seltene Theresienwiesen-Kreuzung – die weite Fläche wurde ausgiebig besportelt und -spaziert.
Zu Hause eine halbe Stunde Pilates, die Kreuz- und Hüftschmerzen derzeit nur wenig über Durchschnitt.
Zum Nachtmahl hatte ich mir von Herrn Kaltmamsell ein mächtiges Stück Rindfleisch aus der Pfanne gewünscht, dazu die Ernteanteil-Pastinaken. Als Aperitif rührte ich uns vorher Martinis – wir feierten das einzige Stückchen freies Wochenende.
Dazu arabische Nüsschen.
Ich bekam mein riesiges Rind in Form von T-Bone-Steak, die Pastinaken als Püree mit drüber Ernteanteil-Kresse – alles ganz wunderbar und befriedigend. Im Glas ein roter Côtes du Rhône. Nachtisch Schokolade, im Fernsehen ließen wir Fantomas von 1964 laufen (am stärksten verwurzelten ihn in meiner Wahrnehmung die deutschen Synchronstimmen in seiner Zeit) und recherchierten ein wenig der damaligen riesigen Welle von Geheimagentengeschichten hinterher (u.a. James Bond oder Mortadelo y Filemón).
Besonders früh ins Bett zum Lesen, schließlich ist Wochenende, und ich wollte rechtzeitig die einzige Ausschlaf-Möglichkeit beginnen.
*Wieso eigentlich ausgerechnet Hecht?
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