Journal Mittwoch, 22. April 2026 – Für was Schönes an einem Arbeitstag: Lerchenlauf

Donnerstag, 23. April 2026 um 6:21

Sehr frühen Wecker für einen Lerchenlauf gestellt, noch früher aufgewacht – das war zu früh. Ich wurde sogar wach genug für die Erkenntnis, dass die Option Abblasen Lerchenlauf und eine zusätzliche Stunde Schlaf exisiterte, wollte mich aber nicht mit ihr befassen.

Meine Prognose ging auf: Bei klarem Himmel war es um sechs bereits hell genug für einen Lauf ohne Stolperrisiko, auch wenn es die Sonne erst zehn Minuten später über den Horizont schaffte. Ich wappnete mich gegen die vorhergesagte Kälte mit langen Hosen, Mütze, Handschuhen und lief ab Hautür los. Gerade als ich eine Temperaturanzeige von 1 Grad passierte, merkte ich fröstelnd, dass eine Weste über dem langärmligen Hoodie gut gewesen wäre.

Ich bekam schöne Ansichten auf wenig belaufenen Wegen, der Körper spielte ok mit. In der weiterhin herrlichen Frühlingsblüte dominierte die Felsenbirne, zwischen einigen Wohnblöcken waren die Zieräpfel ausgebrochen.

Blick von der Wittelsbacherbrücke liefert.

Am Flaucher hingen Schilder “Huchen-Laichplätze Bitte nicht stören” – erfreulicherweise kommen die Huchen auch dieses Jahr. Was eine Gruppe morgendlicher Flaucherbader offensichtlich nicht kümmerte, was wiederum mich traurig machte.

Der Wasserstand der Isar war sehr niedrig. Für die nächsten vielen Tage ist sonniges Wetter angekündigt, was mich wieder in den zeittypischen Gefühskonflikt bringt: Freude über schönes Wetter (mit ganz normalen Frühlingstemperaturen) versus Sorge über Trockenheit.

Daheim zackige Körperpflege und warme Kleidung für den Marsch in die Arbeit, jetzt wärmte die Sonne sogar spürbar. Aber ich fühlte mich beim Gehen hüftsteif vom vorherigen Joggen.

Im Büro gab es Arbeit, dafür werde ich schließlich bezahlt. Im Lauf des Vormittags war mir mein leichter Pulli überm Shirt zu warm, ich freute mich übers Ausziehen (weil mir warm genug war und weil ich darunter ein besonders gemochtes grau-rot geringeltes Shirt trug, dessen Anblick ich jetzt genießen konnte).

Mittagscappuccino mit schönem Weg in der Sonne – und weiter niedrigen Temperaturen.

Mittagessen: Birnen, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot. Nach und nach legte sich die post-sportale Steifheit, auch die Müdigkeit.

Nach Feierabend Heimweg über Süßigkeiten-Einkäufe, die Osterschokolade ist weg. Zu Hause sportliches Yoga, Brotzeitvorbereitungen.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Reiberdatschi aus dem Backofen, unter die (Ernteanteil-)Kartoffeln war Käse gemischt. So wurden sie herzhaft und sehr knusprig. Nachtisch Schokolade.

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Agrarökologin Marita Wiggerthale über den Stand unserer Landwirtschaft in Abhängigkeiten von Weltmarkt und Weltpolitik (inklusive konkreten Wegen aus der Abhängigkeit):
“Die unsichtbare Krise auf unserem Teller”.

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Vulture-Artikel über das superniedliche Felsen-Alien in Project Hail Mary – das tatsächlich eine Puppe mit Puppenspielern ist und nicht Computer-generiert:
“A Little Baby Owl. A Little Katharine Hepburn. All Alien.”

Ortiz and his team of Rockyteers physically inhabited scenes with Gosling, improvising both dialogue and movement as they shot.

via iberty

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Wie wär’s mit einer Neu-Inszenierung von Arsen und Spitzenhäubchen?

die Kaltmamsell

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