Journal Mittwoch, 28. April 2026 – Schmerzensüberlegungen
Donnerstag, 30. April 2026 um 6:31Nachts mit Zahn-/Gesichtsschmerzen aufgewacht, auf dem Weg in die Arbeit (bedeckter Himmel, kühle Luft) komplett davon abgelenkt gewesen, am Schreibtisch sofort eine Ibu genommen und als Erstes einen Hausarzttermin für Donnerstagmorgen erklickt.
(Nicht wirklich als Erstes: Ich war noch nicht mal in meinem Rechner eingeloggt, als mich bereits die ersten Querschüsse ereilten – sagen wir als Fünftes).
Ibu wirkte auch diesmal schnell und gründlich, also wohl nix mit Nerven (und angefangen hat der Mist ja zudem vergangenen Dezember mit einem Hauptwehzahn auf der anderen Seite). Netter Nebeneffekt: Die Ibu nahm die aktuellen LWS-Basisschmerzen auch gleich mit, super.
Ich merkte, wie wenig Hoffnung ich mir auf Hilfe vom Arzt machte: Wenn das Aua nicht schon einer Laiin klar ist, also z.B. Wunde, Bruch, Infekt, Ausschlag, Auswurf oder Wucherung, und wenn selbst bildgebende Diagnostik wie in meinem Fall Röntgen nichts ergibt, können auch Ärzt*innen nur rumvermuten. Nach einem Jahrzehnt Medizinstudium hoffentlich wenigstens deutlich fundierter als die Laiin.
Emsiger Vormittag mit einem Schreck-Moment: Plötzlich erschienen zwei wichtige E-Mails in meinem Outlook-Postfach, die morgens noch nicht dagewesen waren (ich arbeite gründlich chronologisch), aber abgeschickt am späten Vorabend. Bis Mittag vergewisserte ich mich immer wieder, dass nicht weiter unten im E-Mail-Postfach, also noch länger zurückliegend, neues Altes eingetroffen war.
Meinen Mittagscppuccino holte ich mir wieder aus der Cafeteria, mehr Lust hatte ich nämlich auf eine mittägliche Runde um die Blöcke. Es war windig und kühl, die immer deutlichere Sonne wärmte angenehm, die Frühlingsfarben knallten ordentlich.
Zurück am Schreibtisch gab’s zu Mittag Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot, außerdem eine mächtige Banane in perfekter Unreife/Anreife. Ergebnis Bettschwere, an einem Arbeitstag ungünstig.
Dennoch einiges weggeschafft. Nach Feierabend über Obst- und Gemüsekäufe nach Hause, die Luft aprilig frisch – doch die Sonne brachte einige Menschen zu Hochsommerkleidung.
Faszination künstliche Wimpern: Gestern begegneten mir welche auf zwei weiblichen Augenlidern, die lang, weich und dicht aussahen, Farbe ca. brauner Nerzmantel, vor allem aber so schmal gestutzt, dass sie nicht mal über zwei Drittel der Lidlänge reichten. Vorheriges Leben als Pinsel?
Ich schloss eine leere Wohnung auf, Herr Kaltmamsell verbrachte den Abend aushäusig. Nach Häuslichkeiten turnte ich eine halbe Stunde Pilates, ich bin wieder zwischen zwei 30-Tage-Programmen Yoga.
Als Abendessen machte ich mir mit schon am Dienstag gekochten Beluga-Linsen einen Salat: Gurke, rote Paprika, Schnittlauch untergemischt. Nachtisch Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen.
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Mahnender, wichtiger Text über Vorsorge in digitalen Zeiten:
“Alles ist gebackupt. Nur der Zugriff nicht.”
Frank Neumann-Staude beschreibt, “Was meine Frau am Schreibtisch fand, während ich im Koma lag”.
Das hat mich aufgeschreckt: Meine vernünftigen Eltern haben eine Vorsorgevollmacht eingerichtet, selbst habe ich zwar eine Patientenverfügung (in der roten Mappe im Aktenordner-Regal in der Bibliothek), ein kurzes Testament, offiziellen Zugriff auf meine Bankkonten für Herrn Kaltmamsell eingerichtet – aber das war’s.
Fester Vorsatz: Mich mit Herrn Kaltmamsell in den Pfingsferien zusammensetzen und durchgehen, wer welche Dienste/Versicherungen hat und bezahlt, wie wir einander Online-Zugänge sichern können, Passwort-Vermächtnis – und das Ergebnis schriftlich festhalten.
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München in einem Wort:
“Schampus-Duschen-Verbot”.
(Etwas wacklig ist meines Erachtens die Begründung, das entspreche nicht “der Tradition und Strahlkraft des Oktoberfests”: Oktoberfest-Tradition ist doch belegbar alles, was mindestens zweimal dort stattgefunden hat.)
§
Wibke Ladwig kenne ich schon sehr lange aus dem Internet, und darin erzählt sie immer wieder von dem Kleingarten, den sie seit drei Jahren bewirtschaftet, mit mitreißender Begeisterung.
Jetzt bekam sie dort Kamera-Besuch und zeigt eine halbe Stunde in ihrem Garten viele Details – die sogar mich sehr Gartenferne interessierten.
https://www.youtube.com/watch?v=NZqnQVrxr0k
3 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 28. April 2026 – Schmerzensüberlegungen“
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30. April 2026 um 6:47
Das passiert mir beim Outlook auch ständig… Gestern hat das Programm zweimal eine Mail einfach gelöscht, beim zweiten Mal Rückfragen bei der Absenderin kam ich mir schon sehr albern vor. Zum Glück hatte ihr Outlook morgens 50 Mails aus dem Postfach versendet, die nicht von ihr waren :)
30. April 2026 um 7:40
Ich wünsche sehr, dass sich das Zahnweh-Rätsel irgendwie lüften und nachhaltig bekämpfen lässt, das klingt abscheulich.
Einen Ordner „Letzte Dinge“, der nicht übel bestückt ist, habe ich, aber der verlinkte Text macht klar, dass der Teufel doch sehr im Detail steckt.
Die BayernCloud Schule ärgert sich grad über die Hakeligkeit des Cloud-Dienstes, aber Outlook klingt nochmal deutlich chaotischer.
30. April 2026 um 8:12
Die Mails, die über Stunden spurlos irgendwie in Outlook verschwinden.. gerade Spaß meiner Tage.