Journal Dienstag, 28. April 2026 – Lerche läuft vor Arbeit
Mittwoch, 29. April 2026 um 6:30Unruhige letzte Nachstunden mit Angstwellen, ich beendete sie noch vor für Lerchenlauf extrafrühem Wecker.
Herr Kaltmamsell hatte seinen Morgenmilchkaffee abbestellt: Er musste gestern das Haus bereits um halb sechs verlassen, um das diesjährige Deutsch-Abitur an seiner Schule vorzubereiten. Um diese Zeit trank ich noch meinen Kaffee, machte mich aber auch früh lauffertig. Ein paar Grad mehr hatte es als von einer Woche, ich verzichtete auf Mütze und Handschuhe, war mit langärmligem Lauf-Hoodie und langen Hosen diesmal richtig ausgestattet.
Der Lauf selbst war ok, Schmerzen halt um die Hüftgegend, von anfangs linke LWS ins linke Knie bis rechter Sitzbeinhöcker in die ganze rechte Beinrückseite am Ende meiner 80 Minuten (die ich mir durch besonders frühen Start gönnen konnte). Deutlich stärker störten Zahn- und Gesichtsschmerzen rechts, beim Atmen durch offenen Mund schmerzte selbst die Luft am derzeitigen Haupt-Wehzahn. (Mir sollte nach vier Monaten Schmerzen eigentlich klar sein, dass die nicht von allein weggehen werden.)
Apropos Atmen: Herrliche Frühlingdüfte inklusive Morgenfeuchte.
Zurück daheim zackiges Duschen und Fertigmachen, unwesentlich verlängert, als ich dazwischen eine Brummwespe (Wohnungssuchverdacht) rausschaffen musste.
Wieder war ich nach zügigem Marsch in die Arbeit ca. 40 Minuten später als sonst am Schreibtisch.
Arbeitsvormittag ein wenig turbulent, aber nicht wirklich unangenehm. Für Mittagscappuccino reichte die Zeit nur in der Cafeteria, ich stürzte kurz raus auf Obsteinkauf.
Und so gab es zu Mittag neben Hüttenkäse mit Leinsamenschrot auch mal Kulturheidelbeeren (schmeckten ok, wenn ich den Geschmack von August-Blaubeeren aus dem Wald vergaß) und eine Banane. Plus dann doch eine Ibu, mir fiel ein, dass es keinen Grund gab, die Zahn-Gesichts-Schmerzen zu erleiden. Half zum Glück schnell.
Heimweg in milder, aber nicht unangemessen warmer Luft über die Theresienwiese, auf die wie derzeit jeden Abend zum Frühlingsfest Bayern-Cosplayer*innen strömten, vor allem junge.
Zu Hause Häuslichkeiten, dann nochmal die angenehme Yoga-Folge vom Vortag.
Herr Kaltmamsell verarbeitete die letzten Bestandteile des Ernteanteils, nämlich Lauch, Kartoffeln, Korianderblätter, zu einem Curry mit Kokosmilch.
Leichte Schärfe, ganz hervorragend. Nachtisch Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen und zu O’Farrells Hamnet, der als historischer Roman eher ungewöhnlich ist.
§
Ein Bäcker, der von den chemischen Prozessen her denkt – und nicht Lutz Geißler ist. Aber der in solchen Formulierungen spricht:
Ich bin hier extrem wirksam, ich lasse keine Energie auf einer Strecke, ich kann immer rasch in die Umsetzung gehen.
Die Meisterstunde interviewt einen höchst eigenwilligen Handwerker, der auch sonst viele meiner Vorstellungen über den Haufen wirft:
“Bäcker Arnd Erbel über den Wert der täglichen Reproduktion: ‘Die wahre Meisterschaft entsteht im Wissen um die Toleranzen'”.
1 Kommentar zu „Journal Dienstag, 28. April 2026 – Lerche läuft vor Arbeit“
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29. April 2026 um 7:06
Schön, dass es noch solche Handwerker gibt.