Journal Donnerstag, 30. April 2026 – Was ich zum Hausarzt sagte / Vorgezogenes Wochenende
Freitag, 1. Mai 2026 um 8:44“WAS?”
Na kommSe: Der neue Hausarzt hatte das Diagnosegespräch von Anfang an sehr launig geführt (Rheinlandverdacht), da gab es doch wohl nur eine mögliche Reaktion auf die Frage, ob meine Zahn-Gesichts-Schmerzen auch mein Gehör beeinträchtigen.
Arzt fiel drauf rein, setzte bereits zum Wiederholen der Frage an, lachte dann und meinte, normalerweise mache ja er den. (Aber er sah ein, dass man den nicht auslassen konnte.)
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ihn bereits beruhigt, dass ich keine Spontanheilung erwartete, und er wusste von den beiden ergebnislosen Untersuchungen meiner Zahnärztin. Ergebnis des gestriegen Termins: Erstmal Überweisung zur Neurologie, Herr Hausarzt legte nachvollziehbar dar, warum irgendwas mit Nerven seiner Ansicht nach die wahrscheinlichste Ursache sei. (Wenn nicht das, werde er mich zur HNO überweisen.)
Er gab zu, dass meine Symptomatik ungewöhnlich sei, nahm sie aber durchwegs ernst. Und er versicherte mir freundlich: “Das finden wir gemeinsam heraus.”
Auf dem frühmorgendlichen Fußweg zur Arztpraxis war es scheißkalt gewesen, ich glaubte die 3 Grad sofort, die meine Wetter-App anzeigte (“Gefühlt 0 Grad”).
Mal wieder Baustelle um die alten Klinikgebäude an der Ziemssenstraße, Baustellen sind wohl einfach ein festes Feature des Central Quartier, aber die Pappeln an der Lindwurmstraße sind schon ganz grün.
In die Arbeit brachte mich schnell ein Bus, so startete ich nichtmal eine Stunde später als sonst. Terminversuch bei dem einen Neurologen in München, der mich schon mehrfach untersucht hat (allerdings vor Jahren): Erster Termin im Juli, hahaha.
Das Lachen verging mir, als ich halt irgendeinen Neurologie-Termin in der Millionenstadt München suchte: Im Gegensatz zu anderen Fachmedizinrichtungen war hier tatsächlich auf Monate nichts zu kriegen, ich landete bei Ende Juni. Habts es alle mit die Nerven?
In der Arbeit war einiges los, mir fehlte Gelassenheit, weil anstrengend vorbereitete Dinge dann doch nicht klappten. Keine Lust auf Mittagscappuccino, ich schaute, dass ich wenigstens eine Runde um die Blöcke schaffte. Die war dann auch sehr schön, sonnig und aprilig kalt. Gleich mal in der Apotheke Ibu-Nachschub für die nächsten Wochen Zahn-Kopf-Schmerz besorgt, Herr Hausarzt hatte mir dazu gegen Magenschaden Pantoprazol verschrieben, holte ich auch gleich.
Zu Mittag gab es restlichen Linsensalat vom Vorabend und eine Banane, die mir bereits zu reif war.
Der Arbeitsnachmittag ging grad so rund weiter, blöderweise ließ auch noch die Ibu-Wirkung sehr schnell nach – dagegen hilt auch nicht, sich bei der Einnahme auf die linke Seite zu legen.
Nicht zu später Feierabend, über Lebensmitteleinkäufe fürs lange Wochenende und für Arbeitskuchenbacken in schönstem Sonnenschein nach Hause, die Luft aber weiterhin nur knapp zweistellige Grad warm. Daheim gab es frisch getrocknete und frisch gewaschene Wäsche zu versorgen, außerdem die Pflanzen, und ich hatte sehr große Lust auf den mit Herrn Kaltmamsell verabredeten Alkohol:
Maibowle – allerdings aus dem Waldmeisterbündel, das ich im Jahr zuvor aus den Resten des Kräutertöpfchens eingefroren hatte. Schmeckte sehr gut, entspannte umgehend. Dazu arabische Nüsschen von der Landwehrstraße.
Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell auf meinen Wunsch ein Lieblingsstück glückliches Rind vom Herrmannsdorfer im Römertopf geschmort:
Short Ribs, serviert mit Zitronenpolenta. Nachtisch Schokolade, früh ins Bett zum Lesen.
§
Comedian Pernille Haaland über verschiedene skandinavische Akzente im Englischen – sehr aufschlussreich, mir waren dieses deutlichen Unterschiede bislang nicht so klar gewesen.
via @_vanessagiese
2 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 30. April 2026 – Was ich zum Hausarzt sagte / Vorgezogenes Wochenende“
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1. Mai 2026 um 9:57
In Berlin warte ich inzwischen auf alle Facharzttermine 3-6 Monate. Im pädiatrischen Bereich ist es mit Fachärzten noch schlimmer. Meinen nächsten Termin zur Zahnreinigung und anschließende Kontrolle durch Zahnärztin habe ich Anfang März für Anfang Juni verabredet. Früher war nichts zu machen außer wegen spontaner Terminabsage durch andere Patienten für denselben Tag oder so, aber so spontan kann ich nahezu nie sein.
Mein Ausweg für alle wirklich dringenden Facharzttermine: Überweisung mit Dringlichkeitscode von meiner Hausärztin geben lassen und Termin über den 116117-Service der kassenärztlichen Vereinigung besorgen. Das klappt in der Regel gut.
Alles Gute für Ihr Schmerzproblem, das stelle ich mir wirklich äußerst unangenehm und belastend vor.
1. Mai 2026 um 10:31
Ist im Rhein-Main-Gebiet ähnlich mit der Neurologie, wobei ich mit Ihrer Wartezeit noch zufrieden gewesen wäre, da nur mal abklären ohne Beschwerden derzeit. Ich hab’s dann aber einfach gelassen. Wäre es dringend gewesen, hätte ich es mal mit dem Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigung versucht, aber ich habe eigentlich eh gar keine Lust auf den Termin.
Ach, und noch ein Maibowle-Bild in meiner Sammlung…Ich war gestern nämlich am Erbrochenes der Kinder aufwischen während scheinbar alle um mich herum irgendwas Besonderes zum 1. Mai tranken. Hätte ich irgendwie auch schöner gefunden.