Journal Freitag, 19. Juni 2026 – Vorgezogenes Sonnwendfeiern, diesmal bei Hitze
Samstag, 20. Juni 2026 um 8:27Sommerhitze heißt: Balkonkaffee an Werktag.
Arbeitsweg in Hochsommerkleidung, noch war es angenehm frisch in der Morgensonne.
GUTE Neuigkeiten! An der Theresienwiese (Ostseite, bei der Beethovenstraße) gibt es jetzt einen Trinkwasserbrunnen. An den vorherigen Morgen hatte ich Menschen daran trinken und sich kühlen sehen, gestern diesen Hund.
Überm Westend schrillten Mauersegler-Schwärme, zum ersten Mal nahm ich wahr, dass es auch Varianten des schlichten SCHRILL! gibt, nahezu melodiös.
Mein Styling-Kompliment an eine fremde Frau lief diesmal ins Leere: Ich sah zu spät, dass die Passantin ihre Ohren mit Kopfhörern verschlossen hatte, meine Geste und Worte führten lediglich zu einem verwirrtem Blick.
Überraschend emsiger Vormittag, aber nach einer Besprechung fand ich Zeit für einen Mittagscappuccino im Westend: Weg in der Hitze immer schön im Schatten und nicht zu schnell.
Mein Büro lies sich mit geschlossenem Fenster und offener Tür ins luftige Atrium gut temperieren, dennoch begann um die Mittagszeit massiver Schwindel. Dagegen konnte ich eh nichts machen, also versuchte ich es mit Ignorieren.
Mittagessen Quark mit Joghurt und Leinsamenschrot, außerdem Banane und Aprikosen.
Überfallartig emsiger Nachmittag, das lenkte mich zumindest vom Schwindel ab.
Pünktlicher Feierabend, sehr gemächlicher Heimweg über nötigste Einkäufe. Zum zweiten Mal in einer Woche sprachen mich amerikanische Missionare an (sehe ich als kosmischen Ausgleich für das Missionarsunheil, das meine angestammte katholische Religion historisch begangen hat): Diese waren Mormonen mit dem Buch Mormon in der Hand, Einstiegsfrage, ob ich dieses Buch kenne. Wie immer blieb ich freundlich, beendete das kurze Gespräch dann aber doch mit einem ehrlichen: “Es freut mich für Sie, dass sie etwas erfunden haben, das Sie glücklich macht, weiterhin alles Gute.”
Zu Hause nach Abkühlen eine Folge Yoga – in Adrienes letzem 30-Tage-Programm “Flow” sind sie mir mit 15 bis 23 Minuten wirklich zu kurz: So wenig bewege ich mich nicht, dass die sich nach Wirkung anfühlen.
Für den Abend war ich mit Herrn Kaltmamsell zum leicht vorgezogenen Sonnwend-Essen verabredet, im Romans mit weiterhin einem der schönsten Gastgärten eines Restaurants in München. Diesmal mussten wir keine Regenströme befürchten, sondern die große Hitze. Irgendwas ist immer, Wetter können wir halt nicht kontrollieren, und das erleichtert mich sogar.
Dritter Einsatz der Hochzeitsschuhe von 2024. Wir brachen so rechtzeitig auf, dass ich langsam gehen konnte.
U-Bahn nach Neuhausen. Mit uns trafen noch viele, viele weitere Gäste ein, die ebenfalls um sieben reserviert hatten. Ich machte mich auf lange Wartezeiten für alles gefasst, doch das freundliche Personal hatte den Ansturm gut im Griff.
Zwei verschiedene Spritz als Aperitif (meiner mit Sarti), als Vorspeise hatte ich von der Tageskarte (-tafel) einen Ziegenkäse-Cheesecake mit Lachs und Kaviar gewählt.
War gut – aber wie eigentlich das meiste auf der Speisekarte nicht so richtig italienisch. Hauptsache gut. Als Wein hatte ich mir schon vorher mal wieder einen Vermentino gewünscht und bestellte einen sardischen solchen. Der Alkohol tat mir sehr gut. Mit seiner Entspannung konnte ich Herrn Kaltmamsell ein wenig von der vergangenen Woche erzählen, ließ mir von ihm Details seiner berichten.
Als Hauptgang ließ sich Herr Kaltmamsell hausgemachte Ravioli mit Kabeljau-Füllung servieren, ich Lammkoteletts mit Kartoffel-Provolone-Plätzchen und Spinat.
Zu meiner Erleichterung sank die Temperatur deutlich und wurde lediglich angenehm warm. Es ließ sich hervorragend aushalten, ich vermisste meinen vergessenen Fächer nicht. Sogar auf Dessert hatte ich noch Lust und überredete Herrn Kaltmamsell, mich zu begleiten: Schokoküchlein mit flüssigem Kern (Foto vergessen). Jetzt war ich aber wirklich sehr voll.
Daheim war die Wohnung weiterhin schön kühl, wir ließen Fenster und Türen nach draußen zu, Ausnahme Fenster in den kühlen Innenhof.










