Journal Donnerstag, 18. Juni 2026 – Hitzeeinbruch
Freitag, 19. Juni 2026 um 6:27Bis drei sehr gut, dann nur noch unruhig geschlafen.
Noch kam es vom sonnigen Draußen frisch rein: Ich öffnete viele Fenster und Türen, machte die Wohnung erst kurz vor Aufbruch hitzefest mit Rollläden und geschlossenen Fenstern – denn heiß sollte es auf jeden Fall werden.
Auf dem Weg in die Arbeit genoss ich erstmal das Hochsommerlicht.
Doch schon bei einem Dienstgang kurz vor zehn wogte die Hitzewelle an.
Verabredung mit meinen Eltern fürs Sonntagmittagessen: Sie sind zurück von ihrer Reise und ich habe große Sehnsucht nach ihnen.
Mittagscappuccino aus der Cafeteria, später spazierte ich eine Runde um die Blöcke. Obwohl ich in der jetzt nicht mehr anders zu nennenden Hitze lieber nicht schnell ging, war mir am Ende kreislaufwacklig schwindlig. In der Gollierstraße hatte ich beobachtet, wie ein recht großer, angeleinter Hund sich neben seiner stehengebliebenen Besitzerin einfach rücklings auf den schattigen Gehweg legte, Beine mit abgeknickten Pfoten in die Luft. Vielleicht hätte ich nicht nur laut “Vorbild!” scherzen sollen, sondern es ihm exakt nachmachen.
Zu Mittag gab es eingeweichtes Muesli mit Joghurt, außerdem Aprikosen und Nektarinen. Ruhig wegzuarbeitender Nachmittag. Während es draußen wie angekündigt richtig heiß wurde, hielt ich mein Büro angenehm temperiert – was bei meinem Kreislauf nicht recht ankam, er wackelte dennoch wie in Hitze.
Direkter Heimweg – gemessenen Schrittes.
Die dreireihigen Linden um die Theresienwiese in Blüte und Duft.
Daheim riss ich mir wieder die Beinhaare aus, dann turnte ich eine neue Folge Pilates von Gabi Fastner – wieder mit neuen unbekannten Übungen, spannend.
Der Ernteanteil hatte keinen Salat gebracht, also bereitete Herr Kaltmamsell die chinesische Keule aus Ernteanteil als Nachtmahl zu und servierte sie mit Bratkartoffeln und Spiegeleiern. Gut! Zum Nachtisch schlossen wir die Erdbeer-Saison ab, dann gab’s noch Schokolade.
Auffallend dieses Jahr: Wie sehr sich immer weiter von der Standard-Erdbeerschachtel entfernt wird.
Sehr früh ins Bett zum Lesen, ich amüsiere mich weiterhin, wie Vicki Baum in Zwischenfall in Lohwinckel einen Landarzt erschafft, so gar nicht das Zeug zum TV-Serienhelden hat, grantig und fachlig untermittelmäßig (er ist aber nicht die dominierende Figur).
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Die herzzereißende Geschichte eines offenen Port 22 und wen Arman Hossain damit anlockte.
“I Left Port 22 Open on the Internet for 54 Days.
Here’s Who Showed Up.”
via @herr_rau
Ich verstehe die Technik fast gar nicht, nur genug, um die Geschichte zu erfassen und super zu finden.
Hat denn niemand ein IoT-Maschinchen, das 3245gs5662d34 und 345gs5662d34 eine Heimat geben könnte?!
Together, they account for over 11,000 attempts.
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Jemand mit beruflicher Expertise in diesen Dingen schreibt:
Autonomie ist in jedem Alter wichtig. Noch wichtiger ist es, Hilfe annehmen zu können, damit die Helfenden nicht aufgeben und man selbst nicht in seiner Angst versinkt und damit dann schon jede Autonomie verloren hat.
Hier der zugehörige Blogpost, oben der Anlass des Hinweises:
“Posthornschnecken”.
Puh. Bislang berücksichtige ich als Vorbereitung für ein möglichst Leid-armes Alter bereits:
– Bewegung (das ist das Einfachste für mich, weil eh ein Bedürfnis, etwas Aufmerksamkeit erfordert lediglich, alle Bereiche Kraft, Cardio, Mobilität abzudecken)
– Aktive Pflege menschlicher Kontakte inklusive Nachschubsicherung (wofür ich mein starkes Eigenbrötlertum überwinden muss, aber Wirkung wissenschaftlich erwiesen)
Jetzt wird mir klar, dass ich rechtzeitig lernen muss, Hilfe einzukalkulieren. Das ist für mich, die mit SELBER! praktisch geboren wurde, ausgesprochen schwer. (Bislang so: No man is an island? Das wollen wir doch mal sehen.)
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die Kaltmamsell





