Journal Sonntag, 14. Juni 2026 – Zu kühl für Sonnenbad nach Schwimmrunde

Montag, 15. Juni 2026 um 6:19

Morgens eher versehentlich die Spülmaschine geputzt: Mir fiel in einer Ecke des inneren Rahmens eine Ansammlung von Dreck auf – das kannte ich bereits, darum kümmere ich mich hin und wieder. Doch bei deren Beseitigung sah ich diesmal den Schmutz auf der Türdichtung, entdeckte beim Putzen eine weitere schmutzige Rahmendichtung und darin eine dreckige Falte. Wie bei vorherigen Reinigungsversuchen landete ich bei den Türscharnieren der Spülmaschine mit ihren zahlreichen verdreckten Spalten – in die ich beim besten Willen mit keinem Putzgerät reinkomme. Geht der Hersteller davon aus, dass in jeder Küche dafür ein Dampfstrahler bereit steht?

Das Wetter gemischtwolkig und kühl, die Vorhersage war vage und legte sich lediglich auf Regenfreiheit fest, viel wärmer als 20 Grad sollte es nicht werden. Ich freute mich auf eine Schwimmrunde – bei ausreichend Sonne würde ich mich danach auf die Freibadwiese legen können.

Angenehmes Radeln über Neuhausen und Gern zum Dantebad.

Schwimmen war sehr schön, Lindenblütenduft bis ins Becken. Während der Hälfte der Zeit schien die Sonne volle Pulle, und ich freute mich bereits auf ein wärmendes Sonnenbad. Doch als ich das Becken verließ (das des Dantebads hat einen flachen Überlaufrand, aus dem ich mich rückwärts nur mit Trizepskraft hebe – und mich dabei superelegant und lässig fühle), wurde sofort klar, dass die Lufttemperatur von der anderen Hälfte der Zeit bestimmt wurde: Wolken und Wind. Deutlich zu kühl für ein Sonnenbad. Ach meia.

Also gleich Körperpflege komplett, Heimradeln (nur T-Shirt war zu frisch, ich schlüpfte wieder in den Pulli) über Semmelkauf.

Frühstück kurz nach zwei: Nektarinen, Orange, außerdem zwei Körnersemmeln mit Butter und Honig/Marmelade. Vielleicht ein bisschen zu viel Butter, mir war leicht übel.

Nachmittag mit Internet- und Zeitunglesen, Maniküre, schließlich war es auch warm genug für Balkonsitzen im Lindenblütenduft. Eine Folge Yoga mit Adriene, bevor Herr Kaltmamsell zum Nachtmahl Kartoffeln aus Ernteanteil mit zugekauften breiten Bohnen auf spanische Art servierte. Hervorragend, gab es viel zu lang nicht mehr (vor allem weil wir eh schon viel Gemüse durch Ernteanteil haben, nie aber breite Bohnen). Dann noch Eiscreme und Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen, früh verschwammen mir vor lauter Müdigkeit die Buchstaben vor Augen.

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Shoutout an Mireille Silcoff für ihren New-York-Times-Essay
“I’m a 53-Year-Old Woman. Stop Telling Me I’m Invisible.”

Nicht nur widerspricht sie dem Klischee auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen (wie auch ich es tue). Silcoff schaut sich auch genauer an, woher dieses offensichtlich so gut verkäufliche Stereotyp eigentlich kommt.

No, all this talk of invisibility is referring to one thing: the passing of youth. A middle-aged woman in 2026 may be many things — accomplished, desirable, indispensable — but she is definitely not young, or still seen as young. So a tired, male-gaze-informed trope is applied: If youth is no longer visible, then the woman must be invisible.

This youth centrism is tone deaf and outdated. Kamala Harris ran for president in 2024 when she was turning 60, and the whole vibe of her campaign was that she was bursting with optimistic energy. (It helped that she was running to succeed an 81-year-old man and campaigning against a 78-year-old man.) Women occupy nearly 30 percent of C-suite jobs, up from 17 percent just a decade ago, and the average age of these executives is roughly 55.

These numbers still can improve, and should, but they point to both an increase in influence and visibility for older women. So what are we talking about here? Fewer catcalls?

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Über den aus Bluesky nach Mastodon gebrückten Account @womensart1 (immer eine Labsal, zumal deren Posts als Dutzend im Schwall in meiner Timeline auftauchen) stieß ich auf die britische Keramikkünstlerin Kitty Shepherd, suchte nach ihrer Website – und bin schockverliebt in ihre Arbeiten.

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Das Lied gefällt mir. Und der Tanz.

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https://youtu.be/0UClZa3AaVg?si=hOibW_w7Xq_r4qt5

die Kaltmamsell

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