Journal Dienstag, 30. Juni 2026 – Blick durch Laim, Generalversammlung Kartoffelkombinat

Mittwoch, 1. Juli 2026 um 6:43

Wie herrlich kühl es durch die offenen Fenster und Türen in die Wohnung wehte! Bis zum Verlassen des Hauses (10 Minuten früher als sonst, um bei einer Veranstaltung rechtzeitig für Spontanhilfe parat zu stehen) stand das Thermometer in meinem Schlafzimmer bereits bei unter 24 Grad.

Jetzt machte der Oktoberfestaufbau trotz weiterhin aktiver Baustellen ernst: Die Querung war gesperrt, ich ging einen Umweg.

Nach dem Gewitter:

So eine große Wasserfläche steht dem vollverpflasterten Platz zwischen Verkehrsmuseum und Bavariapark eigentlich gut.

Im Büro öffete ich endlich mal wieder das Fenster völlig, herein kam frische Luft, die dieses Attribut zurecht trug.

Emiger Vormitteg, Cappuccino aus der Cafeteria.

Für meinen Mittagsmarsch fand ich diesmal eine berufliche Rechtfertigung: Ein fußläufig zu erreichendes Hotel hatte bei mehreren Versuchen keine formal korrekte Rechnung zuwege gebracht, telefonisch erreichte ich nur einen Chatbot, dem menschliches Verständnis fehlte – da ging ich doch einfach persönlich hin.

Das wurde ein schöner Marsch durch eine bislang fremde Gegend Münchens, nämlich Laim, doch gleich zum Mitnehmen bekam ich die Rechnung durch persönliches Auftauchen nicht: Man schrieb alle nötigen Angaben mit, vertröstete mich aber auf Lieferung per E-Mail: Nicht nur am Telefon ist offensichtlich in dieser Hotelkette menschliches Personal rar.

Zurück am Schreibtisch gab es zu Mittag Salzgürkchen, Apfel, Flachpfirsich, Hüttenkäse. Am besten schmeckte das Knoblauch-Zehlein, mit dem die Salzgürkchen eingelegt werden und das ich mitgenommen hatte.

Kurz darauf zog der Himmel zu, es wurde klebrig schwül.

Nahezu pünktlicher Feierabend, weil Abendtermin: jährliche Generalversammlung des Kartoffelkombinats. Nachdem die eh schon übersichtliche Zahl an teilnehmenden Genossenschaftler*innen in den vergangenen Jahren auch noch sank, verlegte der Vorstand sie auf einen Werktag-Abend – vielleicht wollten die Mitglieder ja nur nicht einen Sonntag dafür opfern? Für mich war ein Werktagabend erheblich umständlicher als ein Sonntag, doch ich konnte ja die Ausnahme sein.

Ich nahm einen direkten Bus zum Leonrodplatz, wir trafen uns wieder in der Mucca-Halle, dieses Jahr war auch Herr Kaltmamsell dabei und hatte fürs vegetarische Buffet Empanada mitgebracht. Abendessen in der Pause der Versammlung von diesem Buffet, es gab reichlich.

Die Generalversammlung war wieder hochinformativ und teilnehmenswert – Details im nächsten Blogpost. Die Verschiebung des Termins hatte zu erheblich mehr Anmeldungen geführt (190), tatsächlich gekommen waren aber nur eine Hand voll mehr als vergangenes Jahr: 94. Ich lerne, wie viele Menschen ein komplett anderes Verständnis von Anmeldung haben und wie viele entweder nicht wissen, welche Auswirkungen das auf das Orga-Team hat, oder wie vielen das egal ist.

Kurz nach neun waren wir durch, eine Tram brachte Herrn Kaltmamsell und mich nach Hause. Ich war überhaupt nicht müde, nutzte meine Aufgekratztheit für viel zu langes Lesen im Bett.

die Kaltmamsell

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