Journal Donnerstag, 20. August 2026 – Lesungsankündigung jetzt offiziell und bebildert
Freitag, 21. August 2026 um 6:33Foto und Grafik: Frau Klugscheißer
Tadaaa, es ist offiziell!
Am 24. Oktober wiederersteht eine versunkene Web-Kultur:
Die Bloglesung
it ain’t over ’til it’s over
bringt vier Leute auf die Bühne / in einen Boxring, die irgendwie schon immer gebloggt haben und bis heute nicht damit aufgehört.
Mequito, Vanessa, Novemberregen und mich. Frau Klugscheißer hat das ganze initiiert, organisiert und koordiniert; sie moderiert den Abend.
Termin: 24. Oktober 2026, 19 Uhr
Ort: Boxwerk, Schwindstr. 14, München
Eintritt frei – um eine Spende zur Unkostendeckung wird gebeten
Ich bin schon sehr gespannt, wann meine Panik einsetzt, denn unter anderem habe ich keinen passenden Text mit Box-Thema. Werde ich extra einen schreiben müssen? Was dann aber kein Blogtext wäre.
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Nach mittelguter Nacht ein überraschend milder Morgen, ich setzte mich für meinen Morgenkaffee wieder raus.
Vorm Haus hatte ich am Vorabend eine neue Baustellenabsperrung entdeckt, bestehend aus rot-weiß-gestreiften Trennwänden und einem Dixie-Klo. Was ist denn jetzt schon wieder. Das wäre parallel die vierte Baustelle in unserer Wohnstraße, ich muss schon jetzt zu weiten Teilen auf der Straße gehen.
Unter wild buntem Himmel in die Arbeit marschiert, die August-Ruhe über diesen Teilen Münchens genossen.
Im Büro erstmal Nerventest: Mein neuer Rechner erkannte die mehreren Bildschirme nicht. Nach Telefon, Ticket, Supportrückruf und -zusendung spielte ich dann eine 12-seitige Anleitung zur Lösung des ursächlichen Hardware-Problems durch, die mich in völlig unerwartete Abgründe der Unternehmens-IT blicken ließ. Arbeitsfähig war ich 70 Minuten nach Arbeitsbeginn, bis sich meine Verzweiflung und Gereiztheit gelegt hatten, brauchte es länger.
Draußen immer wieder Regenschauer.
Für einen Krankheits-Ausfall eingesprungen, sofort nützlich gewesen. In einer Regenpause raus auf einen Mittagscappuccino im Westend, Käsekauf auf dem Markt verhindert durch Abwesenheit des Käsestands, auch hier August-Ruhe.
Zu Mittag gab es Bananen sowie eingeweichtes Muesli mit Joghurt.
Recht geordneter Arbeitsnachmittag, aber es wäre mir lieber gewesen, danach bereits ins Wochenende zu können.
Auf dem Heimweg Einkäufe im Süpermarket Verdi – heiser geschrien, weil mich auf dem Bavariaring bei der Theresienhöhe innerhalb weniger Minuten das LALÜ! direkt neben mir von acht Polizeizeifahrzeugen, einem SWM-Einsatzfahrzeug und einem Feuerwehrauto weggefegt hatte. Mittelfristig werde ich mich nach einer Wohngegend umsehen müssen, in der sowas zumindest weniger häufig vorkommt.
Daheim Häuslichkeiten und Yoga – es kommt mir vor, als würden meine Krieger-Positionen mit der Zeit immer wackliger statt stabiler.
Aus Ernteanteil machte ich eine Schüssel Blattsalat mit Gurke und Tomate, den überraschend mitgeernteten Blumenkohl servierte Herr Kaltmamsell mit erwarteten Ernteanteil-Kartoffeln als Aloo Gobi. Nachtisch Mochi und Eiskonfekt.
Früh ins Bett zum Lesen, This Is How You Lose the Time War ist in bester Weise kompliziert und komplex, ich wollte wissen, wie’s weitergeht.
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Doch, ich bleibe dabei: The World Accoring to Garp ist richtig gut. 1978 veröffentlicht greift der Roman feministische Themen und Perspektiven auf, die auch heute fortschrittlich wären. Das geht los mit weiblicher Selbstbestimmung (an Jenny Fields erinnerte mich erst gestern die Seite Drei der Süddeutschen – € – über südkoreanische Frauen, die das mit den Männer lieber gleich ganz bleiben lassen – und dafür gesellschaftlich einen hohen Preis zahlen), setzt sich fort mit schmerzlich gründlicher Schilderung und Einordnung von Vergewaltigung (klar bezeichnet als brutale Machtausübung, die nichts mit Attraktivität der Opfer oder mit Erotik zu tun hat) und der frühen Sichtbarmachung und Umarmung von Transsexualität (ROBERTAAAA!!). Dass diese Themen nur zum Teil in der eigentlichen Romanhandlung durchgespielt werden, zum Teil aber in den langen Binnentexten (Titelheld Garp wird Schriftsteller, der Roman zeigt große Ausschnitte aus seinen Werken), halte ich für eine besondere Kunstfertigkeit.
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“Beratungstermine beim Klimaanlagenexperten sind die neuen Facharzttermine.”






