Journal Donnerstag, 17. September 2026 – Kaum Vorkommnisse, aber Link-Empfehlungen
Freitag, 18. September 2026 um 6:28Nach über acht Stunden gutem Schlaf vom Wecker aus tiefen Träumen gerissen, ich war die erste halbe Stunde so benommen, wie eine Zweijährige nach Mittagsschlaf aussieht.
Von draußen kam es wie angekündigt sehr frisch herein, aber der Regen hatte aufgehört. Ich entschied mich für warme Socken in Schnürschuhen.
Am Arbeitsplatz erwarteten mich ein paar Überraschungen, aber alles im Rahmen meines Jobs.
Draußen wurde es sonnig, ich freute mich über eine Draußen-Runde mit Mittagscappuccino und Markt-Einkäufen (Käse, Äpfel, Zwetschgen).
Später gab es zu Mittag gleich einen der Äpfel (einen sensationell aromatischen Elstar) und ein paar Zwetschgen (leider deutlich saurer als die vom selben Stand vor einer Woche – ich erklärte den Rest zu Kuchen-Belag), außerdem Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.
Emsiger Nachmittag, trotz dem vielen guten Nachtschlaf sehr müde. Ich werde doch nichts ausbrüten?
Heimweg im Sonnigen, Kühlen. Herr Kaltmamsell war auf Personalausflug, also holte den gestrigen Ernteanteil ich ab – unter Mühen, denn auf mein Klingeln am Designbüro in der Goethestraße, vor dem im 1. Stock die Kisten mit Ernteanteilen stehen, öffnete niemand. Auch nicht auf mein fünftes Klingeln. Ich war reichlich ratlos, doch zum Glück verließ dann jemand das Haus und ich kam an unseren Ernteanteil (für Spaghettikürbis haben wir immer noch kein Rezept gefunden, das seine wässrige Geschmacksfreiheit ausgleicht).
Zu Hause machte ich mich erstmal an den Geburtstagskuchen für Herrn Kaltmamsell: Er hatte sich Marmorkuchen gewünscht.
Zum Nachtmahl bereitete ich den Ernteanteil-Romanasalat mit Joghurt-Knoblauch-Dressing zu, außerdem gab es Käse vom Markt (Bergblick, Emmentaler, Blauschimmel) und Brot. Herr Kaltmamsell war von seinem Ausflug zurückgekommen und aß mit. Nachtisch Schokolade.
Wieder war ich sehr früh müde und torkelte ins Bett.
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Gestern lernte ich eine neue Red Flag: Wenn sich jemand als “unkompliziert” bezeichnet, ist er oder sie nach jetzigem Erfahrungsstand genau das nicht. Meine These: Leute, die sich als “unkompliziert” bezeichnen, halten sich dafür, weil sie alle anderen als (völlig unnötig) kompliziert ansehen. Ihnen fehlt es wahrscheinlich an Einfühlungsvermögen.
Auch gelernt: “Intersuff” als Bezeichnung fürs Oktoberfest, und zwar beim Stadtneurotiker. Übernehme ich.
(Aber dass “Sanka” selbst in München nicht verstanden wird, schmerzt meine innere Bayerisch-Muttersprachlerin.)
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“‘Weder das unmittelbar bevorstehende Ende der Menschheit noch reine Panikmache'”.
Thorsten Holz, Direktor am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, im Interview über die aktuelle Diskussion um Zukunft und Gefahren von Künstlicher Intelligenz. Er wiederholt im Grunde, was Expert*innen seit Jahren betonen.
Wie lassen sich die Risiken durch KI kontrollieren?
Bei leistungsfähigen KI-Systemen sollten wir stärker nach den Prinzipien der klassischen Sicherheitsforschung vorgehen. Wir sollten nicht darauf vertrauen, dass ein Modell aufgrund seines Trainings oder eines System-Prompts unter allen Umständen das gewünschte Verhalten zeigt. Im Bereich der IT-Sicherheit verlassen wir uns nicht darauf, dass sich eine Komponente immer richtig verhält, nur weil sie richtig gebaut wurde. Das heißt übertragen: KI-Agenten sollten nur die Rechte und Zugriffsmöglichkeiten erhalten, die sie für die Erbringung ihrer Aufgaben tatsächlich benötigen. Sie bleiben von kritischen Systemen isoliert, was die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme erhöht. Sicherheitsrelevante Aktionen müssen überwacht, nachvollziehbar und gegebenenfalls unterbrechbar sein. Darüber hinaus sind unabhängige Evaluationen, systematische Sicherheitstests und ein Verfahren zur unabhängigen Untersuchung schwerwiegender Zwischenfälle erforderlich. Wir brauchen überprüfbare Standards und unabhängige Institutionen, die die Fähigkeiten und Risiken messen sowie die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen kontrollieren können. Bei den leistungsfähigsten Systemen wird das ohne internationale Kooperation nicht funktionieren. Wenn Unternehmen oder Staaten aus Wettbewerbsgründen davon ausgehen, dass sie möglichst schnell immer leistungsfähigere Systeme entwickeln müssen, entsteht ein klassisches Sicherheitsdilemma. Aus diesem Grund sind für die leistungsfähigsten Systeme internationale Standards, Transparenz und überprüfbare Kooperationsformen erforderlich.
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Bleiben wir bei Technik. Thomas Knüwer hat im August einen langen Post recherchiert über das, was er “Sinotech-Phobie” nennt (ehrfürchtige Schockstarre bei allem, was China technisch tut) – und den ich deutlich spannener zu lesen fand als die China-Technik-Einschätzungen, die mir bislang in seriösen Zeitungen begegneten:
“Chinesische Gemüsehobler und die Sinotech-Phobie”.
Thomas beleuchtet darin die drei Themenblöcke humanoide Roboter, E-Autos und E-Lkw, chinesische Innovations- und Wirtschaftspolitik.
Außerdem Gurkenhobel-Verkäufer auf Jahrmärkten (auf der Auer Dult übrigens bis heute aktiv).
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Eine kluge Stimme aus der Landwirtschaft (zumindest ein bisschen) zur Frage, ob Tank oder Teller.
Und wieder einmal dürfte es die Irreversibilität und Totalität unserer Antworten sein, die uns mehr schaden wird als nützen.
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Endlich sah ich mir die Doku über die Ingolstädter Sinti-Familie Höllenrainer von 2024 an (ein offener Tab weniger, yay). Ich fand sie sehr informativ und weiterhin für mich im Zusammenhang mit meiner Geburtsstadt Ingolstadt überraschend. Den roten Faden Schwimmen sah ich allerdings nicht so recht – und wenn, assoziierte ich wie so oft Marieluise Fleißer, in diesem Fall ihre Ingolstädter Schwimmverein-Erzählungen.
“Wesley schwimmt”.



