Journal Mittwoch, 2. September 2026 – Existenzlinderungen

Donnerstag, 3. September 2026 um 5:55

Gute Nacht, wenige Minuten vor Weckerklingeln aufgewacht, dennoch war ich am Vormittag bleiern müde.

Wolkenloser Morgen, doch bald zog der Himmel zu.

Emsiger Vormittag, ich freute mich über den Marsch in kühler, frischer Luft auf einen Mittagscappuccino.

Mittagessen einmal durch den Obstkorb: Banane, Feigen, Flachpfirsiche, Mangos. Und ein paar Nüsse als Substanz in der Hoffnung, dass die Sättigung anhält. Funktionierte ganz gut, ich bekam erst nach Stunden wieder Hunger. Nachmittag dennoch mit immer weiter sinkender Stimmung.

Auf dem Heimweg Phantasien von Selbstauflösung, einfach ins Nichts, in Luft (die habe ich seit Kindertagen). Was gemeinerweise halt nicht geht.

Einkäufe beim Vollcorner. Zu Hause nur kurzes Auspacken und Waschmaschinefüllen, fürs Abendessen war ich mit Herrn Kaltmamsell aushäusig verabredet: Wir fuhren mit der Tram zum Müller’schen Volksbad in die Rustikeria.

Zu meiner Erleichterung bekamen wir auch ohne Reservierung einen Platz (ich hätte aber einen Plan B gehabt).

Es gab Drinks (ich erinnerte mich, dass ich hier die alkoholfreien besonders mochte) und schwer auszusprechende Schiacciata.

Für mich mit Grillgemüse und Mozzarella, ganz hervorragend. Das und die Erzählungen von Herrn Kaltmamsells Überlegungen zu seinen kürzlichen Lektüren (Ilias, Odyssee, Terry Pratchett) versöhnten mich ein wenig mit dem Existierenmüssen.

Dazu Aussicht.

Tram nach Hause, dort zum Nachtisch Schokolade.

Ins Bett mit Laufplänen für den nächsten Morgen: Wenn ich nach Lerchenschwumm um kurz vor halb zehn in die Arbeit kommen kann, geht doch noch eine Laufrunde spät genug für genügend Morgenlicht. Mal sehen, wann mich das an den Schreibtisch lässt, derzeit dürfte morgens nichts anbrennen.

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Die Recherchen der Tagesschau-Redaktion ergeben: Bundeskanzler (!) Friedrich Merz hat hauptsächlich Schmarrn geredet:
“Das Interview mit Merz im Faktencheck”.

Das Schlimme ist: Ich vermute bei Merz weniger Manipulationsabsicht als echte Unkenntnis. Mein Bild von ihm: Er liest so gut wie keine Unterlagen und Informationen aus erster Hand, sondern verlässt sich auf das vage Reporting seiner Entourage. Doch wenn es stimmt (leider lässt sich das belegen), dass Wahlentscheidungen und politische Ansichten mehrheitlich eh nicht auf Fakten fußen, macht Merz ja auch nichts falsch.

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Der ADFC führt wieder seinen Fahrradklima-Test durch, “Wie fahrradfreundlich ist dein Ort?”: Je mehr Radler*innen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger, diesmal mit Extra-Befragung von Jugendlichen – vielleicht mögen Sie auch?

die Kaltmamsell

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