Journal Montag, 14. September 2026 – In die Arbeitswoche geschwommen

Dienstag, 15. September 2026 um 6:23

Früherer Wecker nach mittel erholsamer Nacht, damit ich ein letztes Mal vor der Arbeit zu Sommer-Konditionen im Dantebad schwimmen konnte.

Nachts hatte es immer wieder geregnet, die Straßen waren nass. Doch auf meinen Wegen blieb ich trocken, mögliche Regentropfen beim Schwimmen schreckten mich eh nicht. Um dazu zu kommen, war allerdings ein Extraschritt nötig: Die neuen Eintritts-Terminals (das Dantebad war im Mai das erste Münchner Bad, das einen in Betrieb nahm) zeigen an keiner Stelle das Restguthaben der aufladbaren Bäderkarte an. Nach meiner Schätzung war es erst beim Wechsel ins Innenbaden nächste Woche aufgebraucht, doch ich hatte mich verschätzt: Beim Einchecken erschien auf dem Bildschirm ein Stopp-Zeichen, der Text dazu schickte mich zum Aufladen. Und noch ein Glück hatte ich erst in der Vorwoche mal wieder Bargeld geholt: Das Kartenzahl-Gerät an der Kasse trug einen handeschriebenen Zettel als Schürze mit der Nachricht: Geht nicht.

Aber dann. Wieder ein wunderbarer Schwumm, wenn auch zwischen überraschend vielen anderen Menschen. Ich fühlte mich stark und elegant, kam wieder ungefähr bei der Rekordzeit von vorhergehenden Mittwoch am Ende meiner 3.000 Meter an. Wieder mit Pinkelpause – an der gar nicht mal die Unterbrechung im, haha, Flow das Unangenehme ist, sondern das Zurückwurschteln in den sportlich stramm geschnittenen, jetzt aber nassen Badeanzug. Um die Pinkel-Ökonomie beneide ich Männerkörper mit wachsendem Alter immer mehr.

U-Bahn-Glück, ich stempelte noch früher ein. Und sah nach Hochfahren meines Rechners, dass ich niemandem und nichts gefehlt hatte. Dennoch war ich gut beschäftigt.

Über den Vormittag wurde der Himmel blau, die Sonne schien, das freute mich.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, dafür Marsch um die Blöcke – in sehr angenehmer Luft.

Zu Mittag gab es Apfel, Zwetschgen, Skyjolei.

Der Nachmittag wurde dann richtig anstrengend, aber ich war nützlich.

Auf dem Heimweg lediglich Süßigkeiten-Einkäufe. Daheim Yoga.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell den restlichen Ernteanteil-Chinakohl asiatisch aus der Pfanne mit Soja-Hack, schmeckte sehr gut. Nachtisch Ernteanteil-Wassermelone, dann Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen, wegen müde sehr früh Lichtaus.

§

Hochgebirgstourismus von komplett unvorbereiteten Laien zum Zwecke des Vorzeigens im Internet: Davon hatte ich natürlich vielfach gelesen – vor allem aus der Warte der Rettungskräfte, die von den Folgen solcher Hirnlosigkeit auf Trab gehalten werden. Frau Brüllen ist am Wochenende beim Bergwandern in solch einen reingerauscht und berichtet aus erster Hand vom “Influencerhorden gucken” (plus eigenen Wanderabenteuern und atemberaubenden Fotos, die erstere Erscheinung erklären).
“130926”.

die Kaltmamsell

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