Journal Dienstag, 6. Oktober 2026 – Geburtstagsfeier in Ingolstadt

Mittwoch, 7. Oktober 2026 um 6:50

Ziemlich unruhige Nacht, ohne dass ich Anlässe und Ursachen wüsste, Laune bei Weckerklingeln aber ok.

Der Tagesanfang verschiebt sich weiter, erst beim Anziehen nach Duschen (und Bloggen an Morgenkaffee und Morgengymnastik) konnte ich erkennen, dass es wolkenlos hell wurde.

Entsprechend schön wurde mein Marsch in die Arbeit.

St. Paul in rosigem Morgenlicht.

In der Arbeit Arbeit, außerdem lernte ich Tricks fürs byzanthinischste unserer vielen byzanthinischen IT-Systeme.

Großer Schreck, weil ich schon wieder einen Fehler gemacht hatte – zwar korrigierbar, aber schlichte Schludrigkeit. Bitten um Entschuldigung ringsum, inneres großes ZEFIX.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, damit ich mittags wieder möglichst lange und weit raus in die Sonne kam. Allso geschah es, ich bekam Sonne, angenehm frische Luft und einen Abstecher in einen Blumenladen. Dort lernte ich von der Floristin, dass es gerade KEINE gute Idee ist, für den Transport die Enden von Schnittblumen mit nassem Papiertuch zu umwickeln: Laut ihr ist das Papier nicht nass genug und entzieht den Blumenenden sogar Feuchtigkeit; sie riet zu einem Einmachglas mit Wasser, in das man die Blumen für den Transport stecken sollte. Wie praktisch, dass ich ein solches im Büro hatte – zu diesem Zeitpunkt noch voll Brotzeit, aber das würde sich bis zur Reise geändert haben.

Aus der Reihe wegge Dinge: Wegger Stromkasten.

Zu Mittag gab es Granatapfelkerne aus der ersten Lieferung 2026 des adoptierten Crowdfarming-Baums: Ich war vorher per E-Mail vor möglicherweise schimmligem Inneren gewarnt worden, für diese Eventualität gab’s zwei Granatäpfelchen als Dreingabe – und der erste Granatapfel war gleich mal zu 2/3 schimmlig gewesen. Der zweite gar nicht. Außerdem aß ich Hüttenkäse.

Emsiger Nachmittag mit pünktlichem Abschluss: Abends war ich in Ingolstadt auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Für die Fahrt dorthin traf ich mich mit Herrn Kaltmamsell am Zug, wir warteten um diese Zeit zwischen vielen, vielen Pendler*innen. Lustige Gleiswechselspielchen, bis wir mit genügend Vorlauf auf Sitzplätzen saßen, bis zur Abfahrt des Zugs standen Menschen um uns herum.

Fahrt durch sonnige, abgeerntete Landschaften und nur wenig bunte Bäume. Kurz vor Ingolstadt Hauptbahnhof passierte mir dann doch das Malheur, dass ich die Behelfsblumenvase auf meinem Schoß umstieß; ich verließ den Zug mit nassem Jackenärmel und einem großen Wasserfleck auf meiner Hose, der genau dem Bild Einnässen entsprach.

Doch wir hatte genügend Zeit für einen halbstündigen Spaziergang in die Innenstadt zur Verabredung, die Hose konnte trocknen.

Die Donau von Ingolstadt an der Donau, darin rechts unten ein Graureiher.

Vorbei an der legendären Metzgerei Meixner, seit vielen Jahren aufgegeben – aber man schätzt die Legende hier so sehr, dass man den Schriftzug erhalten hat. (Nicht genug allerdings, um genügend für einen Geschäftserhalt dort einzukaufen, weil’s doch im Supermarkt billiger ist, “ich bin doch nicht blöd”.)

Treffen mit meinen Eltern und Bruderfamilie (Enkelgeneration vertreten durch Neffe 2) in einem türkischen Restaurant in der Dollstraße. Große Freude über Wiedersehen, regester Austausch über geteilten Meze und für mich einem Teller Manti. Sehr kuschlige Gefühle.

Auch zurück zum Ingolstädter Hauptbahnhof (der ja aus militärtaktischen Gründen weit außerhalb liegt, Synonym von Ingolstadt nicht zufällig “Die Schanz”) gingen wir zu Fuß, leisteten uns nach München aber diesmal einen ICE, der uns eine Dreiviertelstunde frühere Heimkehr ermöglichte als die nächste Regionalbahn, für die wir mit unseren Deutschlandtickets (Deutschlandticket ist super!) nichts extra hätten zahlen müssen.

So kamen wir nur unerheblich nach üblicher Vor-Arbeitstag-Zeit ins Bett.

die Kaltmamsell

Comments are closed.