Journal Montag, 23. März 2026 – Erheiterungen und Belastungen

Dienstag, 24. März 2026 um 5:52

Recht gut geschlafen, dennoch tiefe Erschöpfung beim Aufstehen. Brauche ich vielleicht Urlaub? Auf jeden Fall freue ich mich schon arg auf die vier freien Tage am Stück über Ostern.

Wieder war es morgens beim Marsch in die Arbeit eisig kalt, aber freundlich hell.

Erheiterung von Herzen, als ich in meine privaten E-Mails sah: Schwarzwald-Tourismus begrüßt mich auf meine Anfrage nach Wanderurlaubstipps tatsächlich mit “Kuck Kuck”. Und antwortet sehr ausführlich, das sehe ich bei Gelegenheit in Ruhe durch.

Weil schon wieder wild und ungefragt Tipps ohne Kenntnis meiner Wünsche durch die Gegend schießen:
Ich möchte Ende September / Anfang Oktober an einem eher ländliche Urlaubsort im Schwarzwald unterkommen, Hotel, Pension oder Ferienwohnung, und eine Woche lang von dort aus Tagestouren unternehmen (zwischen 22 und 30 Kilometer). Sowohl der Ort als auch die Wanderungen müssen ohne Auto erreichbar sein. Jetzt können Sie mir Tipps aus eigener Erfahrung (!) geben.

Grafische Darstellung des Ergebnisses OB-Stichwahl München für die Geschichtsbücher:

Am Schreibtisch geordnetes Abarbeiten, auch einige Querschüsse für meine Funktion als Hausl, weil ich halt immer im Büro bin: Wenn man jemanden mit meinem Stundenlohn dafür verwendet, wird das schon seine Richtigkeit haben. Aber auch ein verantwortungvoller Job in den nächsten zwei Wochen, den ich genau deshalb fürchte und der mir bereits am ersten Vormittag ein Fettnäpfchen hinschob, in das ich ganz routinert reintrat. (Aber nix passiert.)

Das Draußen war kalt, aber sonnig geblieben, ich spazierte hinaus auf Mittagscappuccino.

Zu Mittag gab es die letzte hervorragende Birne, außerdem Hüttenkäse mit Leinsamenschrot.

Geschäftiger Nachmittag, Querschüsse auf einer so hohen Ebene, dass ich sie nach Vorabeit nach oben weiterreichen musste.

Ich spüre es zwar weiterhin, das Goldkettchen von meinem italienischen Onkel, dass mich mit 50-jähriger Verspätung erreicht hatte, aber es gefällt mir immer besser.

Nach Feierabend steckte ich meinen Arbeits-Laptop ein und nahm eine U-Bahn zum Odeonsplatz: Im Hofbräuhausmühlenladen kaufte ich Roggenmehl Type 1370 fürs Brotbacken am Dienstag. Wegen einiger Umstände war klar, dass ich vor lauter Trubel an meinem Büroarbeitsplatz zu nichts kommen würde, deshalb zu Hause arbeiten würde. Das mag ich ja gar nicht, denn ich habe daheim keinen Schreibtisch und keine Bildschirme, doch ich machte es mir schmackhaft mit der Möglichkeit, immer wieder kurz in die Küche gehen zu können, um mich um Brotteig zu kümmern. Und hoffte auf eine Laufrunde vor Arbeitsbeginn.

Zu Hause genoss ich nach ein paar Häuslichkeiten eine ruhige Einheit Yoga. Das Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell: Rote Bete und Steckrüben aus Ernteanteil zu geschenkter spanischer Blutwurst morcilla in Scheiben gebraten.

(Auf dieser Aufnahme entfalten die Glasteller ganz besonders ihren Charme.)
Die Morcilla hatte ich schon interessanter gewürzt auf dem Teller, aber sie war schön knusprig. Und die Rüben mochte ich besonders gern. Nachtisch Schokolade, darunter Pura Vida 70% aus dem Pfaffenhofener Land, die ich im Caffe Fausto gekauft hatte: Wirklich gut!

§

Auf insta von Johanna Adorjan ein Übernachtungstipp in München für Cineast*innen:

Was für eine tolle Idee: in Zimmer Nr. 30 des Hotels Olympic in München kann sich jetzt jeder, der will, Filme angucken. Dort ist seit kurzem die komplette VHS-Sammlung des Filmkritikers Michael Althen untergebracht, der 2011 mit nur 48 Jahren starb und so unvergleichlich schöne Texte für @sz und später @faz geschrieben hat. Das Filmzimmer befindet sich im ersten Stock, die Tür steht offen. Man kann sich einfach in den Regalen einen Film aussuchen, und das einzige, was man dann können muss, ist es, einen VHS-Rekorder zu bedienen (aber zur Not kann man bestimmt an der Rezeption fragen).

Das Olympic kenne ich und habe zu Agenturzeiten immer mal wieder Kunden empfohlen. Jetzt finde ich es noch toller.

die Kaltmamsell

12 Kommentare zu „Journal Montag, 23. März 2026 – Erheiterungen und Belastungen“

  1. Anne meint:

    Leider keine eigene Erfahrung in Ihrem Sinne (da Auto vorhanden und Nord-Schwarzwald zu nah für Hotel).
    Vielleicht kann Frau Mutti helfen? Sie ist den Westweg von Pforzheim nach Basel gewandert, auf ihrem Blog fand ich das aber nur in Kurzfassung im Jahresrückblick 2021.

    Ein Besichtigungstipp: Junghans Terrassenbau, jetzt Firmen- und Uhrenmuseum. Ja, auch Kuckucksuhren :-)

  2. Thea meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell, Wolfgang Abel starb – viele von uns erschütternd – im vergangenen Sommer. Aber ich vermute, dass seine Lebensgefährtin sich um die Seite und den Online-Shop kümmert.
    Viele wunderbare Bücher finden Sie auch zu Ihrem geplanten Urlaub, aber auch “Abels Kolumnen” sind ein wahrer Fundort.
    Eine schöne Seite, auf der sich herrlich schmökern lässt.
    https://www.oaseverlag.de/index.php

  3. Poupou meint:

    Ich bin gespannt: spontan würde ich sagen: so einen Ort gibt es im Schwarzwald nicht (eigene Erfahrung), aber vielleicht habe ich auch keine Ahnung…Westweg ist super, ich war zweimal auf einer Teilstrecke unterwegs, aber da hat man eben gerade keinen festen Ausgangspunkt.

  4. Croco meint:

    Das Armkettchen war nie woanders.

  5. PaulineM meint:

    Ich weiß nicht, ob auch der Nordschwarzwald in Frage käme. Als Standort zum Schlafen käme evtl. Baiersbronn in Frage. Man kann mit ICE und S-Bahn fahren.

    Ausflüge z. B. in der Nähe zum Sankenbachsee, etwas weitere Tagesausflüge:
    Mummelsee (direkt am See eine sehr schöne Kirche St. Michael mit tollen Glasfenstern),
    Schwarzenbach-Talsperre (war ich selbst noch nicht),
    Hornisgrinde höchster Berg im Nordschwarzwald.
    Ich war jeweils mit dem Auto von Karlsruhe unterwegs, kann deshalb über die Wanderrouten nichts sagen. Sie scheinen aber unter 25 km zu liegen.

  6. Frau Irgendwas ist immer meint:

    @Schwarzwald
    Wie wäre Furtwangen als Standort? Ich habe die Stadt in schöner Erinnerung (ist inzwischen 15 Jahre her, verdammt) und es gab (gibt?) zahlreiche Wanderwege rund herum.

    @Onkelkette
    Tragen Sie das reizende Kettchen rechts oder links am Arm? *frage wegen Konflike mit der Armbanduhr*

  7. die Kaltmamsell meint:

    Links, Frau Irgendwas ist immer: Als Rechtshänderin kann ich den Verschluss nur mit Rechts bedienen.

  8. Sandra meint:

    Oh, ich glaube, ich habe mich über Jahre über Armbanduhr-Rechts-Träger (tatsächlich nur über Männer) lustig gemacht. Von wegen „Na Du bist ja was ganz besonderes“ Habe keinen Gedanken daran verschwendet, dass das vielleicht Linkshänder sind.

  9. Mareibianke meint:

    Titisee-Neustadt halte ich für einen guten Ausgangsort. Von da kann man mit dem Zug in Richtung Freiburg durch das spektakuläre Höllental fahren (Wanderungen auf den Schauinsland und Belchen) oder Richtung Donaueschingen fahren. Nicht weit ist es auch auf den Feldberg, zum Schluchsee, zur Rötenbachschlucht (Rötenbach hat einen Bahnhof) und wenn ich nicht vollkommen falsch liege, gibt es einen Touristenbus, den man mit der Schwarzwaldcard nutzen kann.

  10. Poupou meint:

    @Mareibianke: die Busse sind eine gute Sache, das erweitert das Spektrum der einzelnen Orte vermutlich beträchtlich! Dann käme vielleicht neben Titisee und Furtwangen auch Freudenstadt, Wolfach oder St. Blasien als Ausgangspunkte infrage?

  11. Bobbie meint:

    Mit der Konusgästekarte kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Schwarzwald nutzen, außer IC/ICE. Die genannten Orte sind alle sehr touristisch mit viel Betrieb. Es gibt aber viele kleinere Orte, die auch mit dem Bus erreichbar sind, aber halt nicht bis spät abends.

  12. Frau Irgendwas ist immer meint:

    @kaltmamsell
    Ah ja, das Problem kommt ja auch noch … danke!

    @sandra
    Und dann kommt es darauf an ob man(n) wirklich was `besonderes` ist, oder tatsächlich Leftie. Denn bei echten Armbanduhren für Linkshänder ist dann auch die Aufzugskrone (Nupsi an der Uhrenaussenseite) auf der anderen Seite … ja, es gibt hier einen besonderen linkshändischen Mann im Haushalt…