Journal Sonntag, 12. April 2026 – Frühlingsschönheit mit Nieselfilter

Montag, 13. April 2026 um 6:14

Wegen Über-Erschöpfung schlecht eingeschlafen, dann auch noch zu früh aufgewacht: Ich fühle mich dann doch beleidigt, wenn mein Körper das Wochenende nicht zum Ausschlafen nutzt. Benommener Morgen.

Das Draußen wie vorhergesagt düster und kühl, doch die aktuellen Temperatursprünge des Wetters sind auch drinnen anstrengend: Von T-Shirt und Schlappen bei ausgeschalteter Heizung am Samstag zu gestern Heizung plus Strickjacke und dicken Wollsocken. So bloggte ich über Milchkaffee, Wasser, Ingwertee, las die Mastodon-Timeline der Nacht hinterher.

Trotz Müdigkeit blieb die Freude auf einen Isarlauf. Jetzt wieder mit langer Hose und Lauf-Hoodie nahm ich eine U-Bahn nach Thalkirchen und lief von dort nach Süden. Fast die gesamten gut 100 Minuten herrschte feinster Nieselregen (Gischt), trotz Schirmmütze war meine Brille bald betropft.

Mein Körper benahm sich (nach ausführlichen Vordehnen und Faszienrollen daheim) anständig und gönnte mir Bewegungsfreude. Was mich zudem begeisterte: Bei richtigem Frühling beeinträchtigt nicht mal Gischt die schönen Ansichten, verändert sie lediglich. Außerdem hielt das Wetter die Menschen fern: Alle Wege erfreulich leer.

Na gut, Weitblick von der Großhesseloher Brücke war aus.

Wegen Regen auch keine Alpenkette am Horizont.

Geruchs-Internet gibt’s noch nicht, zu diesem Bild müssen Sie sich den intensiven Duft von frisch geschnittenem Holz halt vorstellen.

Mehr Freude, als direkt bei meiner Ankunft im U-Bahnhof eine Bahn einfuhr, die mich nach Hause brachte.

Frühstück kurz nach halb zwei: Orangen mit Skyr, Joghurt, Leinsamenschrot, außerdem ein Stück Baguette vom Vortag mit Butter und Marmelade.

Regensonntagnachmittag mit Zeitunglesen, ein wenig Bügeln, Romanlesen, Yoga. Dann machten sich Herr Kaltmamsell und ich nochmal an Ravioliherstellung: Der Hartweizengries musste weg, außerdem wollten wir die Erkenntnisse der Vorwoche umsetzen, zum Beispiel erhöhten wir die Füllungsmenge etwas (wir verwendeten ein paar Polpette von den Meatball Sandwiches) und walzten den Teig nicht ganz so dünn aus.

Es gab die Ravioli in zwei Gängen:

1. in Brodo (Müllsuppe),

2. mit etwas Butter und Parmesan. Beides sehr gut. Nachtisch Königsbrunner Pralinen (Ostergeschenk von den lieben Schwiegers) und Osterschokolade.

Früh ins Bett zum Lesen.

die Kaltmamsell

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