Journal Dienstag, 14. April 2026 – Harte Arbeit
Mittwoch, 15. April 2026 um 6:09Ein sehr düsterer Morgen mit nassen Wegen und Straßen. Ich marschierte unterm Schirm in die Arbeit, obwohl die Nieseltröpfchen so winzig waren, dass ich sie nicht mal auf dem Schirm hörte. Doch ich wusste, dass sie ohne Schirm meine Brille blind sprühen würden und ich nach der guten halben Stunde Weg durchfeuchtet ankommen würde.
Geordneter Arbeitsbeginn, es kündigte sich sogar eine besonders spannende Aufgabe für den weiteren Verlauf des Tages an. Nach einer Abstimmung zog das Tempo allerding massiv an: Mittagscappuccino nur schnell aus der Cafeteria, das weiterhin greisliche Wetter ließ mich das Ausfallen eines Marsches um die Blöcke verschmerzen.
Offizielle Geselligkeit verschob mein Mittagessen weit: Erst nach halb zwei kam ich zu Apfel, Orange, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot – und das auch nur schnell reingeschaufelt, weil der nächste Termin anstand. Dem schloss sich ein Hochdruck-Arbeitsnachmittag an, nicht besonders spaßig. Dafür traf die spannende Aufgabe nicht ein – anscheinend auf Mittwochmorgen verschoben.
Aber auch dieser Tag hatte einen Feierabend. Weil ich mit Herrn Kaltmamsell zum aushäusigen Abendessen verabredet war, marschierte ich fast direkt nach Hause, mit nur einem kurzen Drogerie-Abstecher für Putzmittel.
Blütenpracht auch um die Anatomische Anstalt.
Mit Herrn Kaltmamsell ging ich wieder zum nahegelegenen Honghong Ramen, ich wünschte mir schon wieder die Nudeln mit Auberginen und Tomaten. Es ist sehr ungewöhnlich für mich, dass ich dasselbe Gericht mehrfach bestelle, doch beim zweiten Mal hatte es halt mindestens so gut geschmeckt wie beim ersten.
Heute mal bereits durchgemischt fotografiert. Gegenüber hatte Herr Kaltmamsell ebenfalls breite Ramen-Nudeln, diese aber mit geschmortem Rindfleisch. Außerdem bestellte ich chinesischen Gurkensalat. Alles schmeckte wieder ganz hervorragend – mal sehen, ob ich beim nächsten Besuch etwas anderes bestellen möchte.
Nachtisch gab es daheim: Osterschokolade.
Früh ins Bett zum Lesen: Leon Engler nahm mich in Botanik des Wahnsinns in eine Familie mit, die über Generationen von schwere psychische Erkrankungen und Süchten gezeichnet ist.
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Menschen, denen vorgeworfen wird, sich in den Vordergrund zu drängen: Vielleicht, so der Verdacht nach einem Gruppenfoto-Termin mit Slapstick-Note, stehen manche vor allem deshalb oft im Vordergrund, weil alle anderen einen Schritt nach hinten machen? (Und bleiben dann trotzdem stehen, weil sie sich nicht so anstellen wollen wie die anderen.)
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Maximilian Buddenbohm benennt in einem eigenen, nahezu monothematischen Blogpost das eigentliche Problem beim aufgeladenen Thema Barzahlung vs. Kartenzahlung: Es lässt sich auch für noch so Service-orientierte Kundinnen beim besten Willen nicht abschätzen, wo im Live-Einzelhandel was erwünscht ist.
“Anmerkungen zum Zahlungsverkehr”.
Nächtsten Samstag ist wieder Theresienwiesen-Flohmarkt, und bislang waren Flohmärkte für mich die allerbefestigtste Bastion der Barzahlung, möglichst passend, dafür sammelte ich üblicherweise bereits Wochen vorher Kleingeld. Noch ist offen, ob ich diesmal hingehe, aber die Recherche der aktuellen Zahlungsmöglichkeiten ist durchaus eine Motivation.







15. April 2026 um 12:35
Niemand will vorne stehen. Also fängt man an und stell sich hin. Und dann kommen die Vorwürfe: immer Du!
Als ich mich dann in den Jahren von der Mitte Richtung Ecke bewegt habe, hieß es: Du stehst immer so exponiert in der Ecke!
Und wenn ich hinten stehe, habe ich gehört, dass ich immer so frech hinten raus gucke.
Ich glaube, man kann es niemandem recht machen..
Also: vorne, Mitte :).
15. April 2026 um 19:21
Oh, Sie lesen das Buch, das ich kürzlich mit meinem Literaturkreis gelesen habe. Da bin ich sehr gespannt auf Ihren Eindruck!
15. April 2026 um 21:00
Auf den Kinderflohmärkten, die ich besuche, wird zunehmend ein Schild für Paypal aufgestellt. Bar nimmt dort aber auch noch jeder an. Es geht wohl eher darum, wenn dann mal, vielleicht spontan, etwas Größeres gekauft wird im 50€-Bereich oder so, dass dann Paypal nutzen kann, falls man so viel Bargeld nicht dabei hat.
Und auf Fotos hat man keine Wahl, wenn man 1,53m misst. Man steht immer ganz vorne. Mir hat daher noch keiner gesagt, dass ich immer in den Vordergrund drängen würde. Es ist einfach gesetzt, dass ich da stehe. Wenn ich so drüber nachdenke, mal ein Vorteil am Kleinsein. Einfach mal nicht nachdenken müssen!
16. April 2026 um 2:10
Ich hab vor kurzem meine letzten Bargeldreste zusammengekratzt für zwei Backfischbrötchen und dann gesehen, dass der Laden an der Kasse auch ein EC-Gerät hat. Ich meinte dann zu der Verkäuferin: ach fürs nächste mal gut zu wissen, dass ich auch mit Karte zahlen kann und als Antwort kam dann, ja wenn das dann auch immer zuverlässig funktionieren würde. Die Regierung möchte ja gerne, dass wir nur noch so bezahlen und nicht mehr mit Bargeld, aber es funktioniert ja halt auch nicht immer. Okay, ich arbeite in der selben Straße auch im Einzelhandel und wir hatten im letzten Jahr nur einmal den Fall, dass Kartenzahlung nicht ging,… nachdem der TÜV-Prüfer da war der fröhlich alles ausgestöpselt und wieder eingestöpselt hat und dann meinte das passt schon so. Ich weiß es gab letztes Jahr auch mal einen längeren Ausfall der bestimmte Systeme betraf, die Fischbude hat aber anscheinend einen privaten Anbieter, die Kartenlesegeräte sehen halt anders aus als die klassischen Modelle die man bei Supermärkten und großen Ketten findet und diese laufen schon äußerst stabil. (wenn ich plane zum Bäcker/Wochenmarkt/Fleischer zu gehen habe ich schon Bargeld dabei, aber war halt spontan und ich finde 12 € für zwei Fischbrötchen könnte man zukünftig schon auch mit Karte zahlen)
16. April 2026 um 10:26
Alleine schon um dem Steuerbetrug durch Schwarzgeld zu begegnen, finde ich den Plan, in jedem Verkauf auch eine Kartenzahlung zu ermöglichen, extrem positiv