Journal Mittwoch, 27. Mai 2026 – Beifang aus dem Internetz
Donnerstag, 28. Mai 2026 um 5:39Aufgestanden zu bewölktem Himmel und angenehmer Morgenfrische – für Hochsommer.
Mein Marsch in die Arbeit war mit Aussicht auf die konkreten Inhalte des Tages eher unbeschwingt. Alle Robinien auf dem Weg in voller Blütenpracht – aber weiterhin geruchslos, mittlerweile finde ich das unheimlich.
Am Schreibtisch sofort losberserkert: Berg 1, damit jemand anderes weiterarbeiten konnte, Berg 2, um Überblick zu bekommen. Schon am Vormittag war es unangenehm warm im Büro, geschlossene Fenster und zum kühlenden atrium geöffnete Bürotür richteten kaum etwas aus.
Komplexe Tätigkeiten, immer diese abgrundtiefe Erleichterung, wenn jemand wirklich hilfreich ist, einfach als Arbeitseinstellung, und mich aus Bredouillen holt – selbst wenn ich sie mir durch möglicherweise überzogene Ansprüche selbst eingebrockt habe. (Man kann mit dem Suchen und Buchen einer einzigen Übernachtung durchaus Stunden verbringen.)
Der Himmel immer wieder diesig und dunstig, manchmal Gewitter versprechend, die aber doch nicht kamen.
Mittagscappuccino nahm ich mit Kollegin in der Kantine, erst deutlich später ging ich auf einen Marsch um die Blöcke – und wurde mit einer Phase Schatten, Lüftchen und angenehmen Temperaturen überrascht.
Wegen mehr komplexer Tätigkeiten gab es mein Mittagessen spät: Aprikosen (na ja, die vor vier Wochen ebenfalls aus Spanien waren deutlich besser), Plattpfirsiche (gut!), Banane (perfekt), Buttermilch.
Emsiger Nachmittag, zum Glück kam nichts Anstrengendes neu dazu.
Heimweg in mittlerer Hitze, aber mit angenehmem Wind, Abstecher zur Änderungsschneiderin: Ja, ihr fiel etwas zum zu engen Rock ein, aber mit Aufwand verbunden. Ich wurde ermahnt, was ich mir jetzt eh hinter die Ohren schreiben werde: Lieber eine zu große Größe riskieren, denn Engermachen ist einfach. Weiterer Abstecher zum Bodyshop unterm Stachus, Vorräte aufgefüllt – diesmal akzeptierte ich das geschenkte Duschgel, weil Einkauf über 50 Euro (sonst lehne ich eisern alles ab, was ich nicht brauche, mein winziger Beitrag gegen hirnlosen Überkonsum), wird in den nächsten Jahren schon wegkommen.
Daheim Yoga, während Herr Kaltmamsell das Abendessen zubereitete: Mit Korianderwurzel (Ernteanteil) gewürztes Dhal, Bratkartoffeln aus Ernteanteil auf indische Art, indisches Fladenbrot, Sößchen aus frischen Korianderblättern, Limette etc. Nachtisch auch Schokoladen, doch bei den aktuellen Temperaturen schien mir der Schwenk von Schokolade zu Marzipan geradezu weise.
Früh ins Bett zum Lesen, schon um neun konnte ich die Fenster in angenehme Temperaturen öffnen.
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Seit ein paar Wochen enthalten Cookie-Klicki-Pop-ups auf Webseiten auffallend oft die Möglichkeit “Ablehnen” – bislang konnte ich mich meist allerhöchstens auf “Nur notwendige Cookies” beschränken, und für diese Option musste ich meist erstmals durch “Weitere Optionen” scrollen.
Ein hilfreicher Kommentar auf Mastodon verwies mich auf die wahrscheinliche Ursache:
“noyb-Erfolg: ORF.at muss irreführenden Cookie-Banner korrigieren”.
Es Hundsbuam, es elendigen!
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Spanien tut sich aus verschiedenen Gründen schwer mit der Aufarbeitung des Bürgerkriegs 1936-1939, und es geht nur sehr langsam. Jetzt lernte ich, dass zu dieser Aufarbeitung auch die Restitution von Kunstwerken gehört, die beschlagnahmt wurden:
“Fifty years after Franco, Spain begins to give back art seized during the Civil War”.
Übersetzung: 50 Jahre nach Franco beginnt Spanien Kunst zurückzugeben, die während des Bürgerkriegs konfisziert wurde.
Colorado Castellary has so far identified over 26,000 confiscated objects, of which around a third were never returned to their owners. Much of the remainder was deposited in museums—more than 4,000 pieces—but also with the church and public administrations from universities to the ministry of justice. More than 3,300 are missing. “For example, six artworks were sent to the Museum of Fine Arts of Valencia, but we have located only one,” he says. Many could have ended up in the private collections of Franco sympathisers, he says. “The internal workings of the regime were rooted in corruption.”
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Dieses Foto von Rey Felipe und Margaret Atwood rührte mich gleich am Morgen an. Greise Schriftstellerinnen sollten jederzeit einen König als Stütze zur Hand haben.
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Die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof hat Humor!






