Journal Montag, 1. Juni 2026 – Abgekühlter Arbeitsmontag
Dienstag, 2. Juni 2026 um 6:17Eigentlich tief geschlafen, rausgerissen worden von Gebrüll im Park, zu erfreulichem Regenrauschen aber schnell wieder eingeschlafen.
Beim Aufstehen war es draußen sehr frisch, endlich wieder Jäckchen über Frühlingskleid für den Weg in die Arbeit. Schirm brauchte ich keinen, aber der nächtliche Regen war noch gut auf den Wegen und Straßen zu sehen. Erste Ahnungen von Lindenblütenduft, GO! GO! GO!
Dieses Jahr schaffe ich es wohl nicht zu einer Oktoberfestflucht. Nach einer ersten Rechercherunde Wandern im Schwarzwald (vielen Dank für Ihre Tipps!) konnte ich mich zu keiner Freinrecherche aufraffen und merkte: Dieser Sommer ist so voll, dass sich eine weitere Reise Ende September / Anfang Oktober wie Anstrengung anfühlt. Die Urlaubstage, so die derzeitige Idee, verwende lieber für einen Ausflug mit Herrn Kaltmamsell in den Allerheiligenferien und für die Weihnachtsferien. Freuen Sie sich also schon auf wiederholtes und detailliertes Fluchen über den alles überlagernden Oktoberfest-Scheiß in meiner Ecke Münchens.
Wieder mal so viel Unbehagen in Hüfte, LWS, Unterleib, dass ich häufig zwischen sitzendem und stehendem Arbeiten wechselte, ohne wirklich Erleichterung dadurch zu erzielen. Emsiger Arbeitsvormittag.
Marsch zu Mittagscappuccino in frischer Luft, ich wäre gerne viel weiter gegangen.
Spätes Mittagessen, verschoben wegen einer Besprechung: Ein Lagerapfel aus Ernteanteil – der immer noch mehr Geschmack lieferte als die bisherigen Aprikosen und Pfirsiche. Außerdem Rote-Bete-Salat, dem der untergemischte frische Majoran (war halt auch im Ernteanteil) ausgezeichnet stand.
Emsiger Nachmittag, aber auch der hatte ein Ende. Suchmaschine in Arbeit und daheim auf DuckDuckGo umgestellt, denn ich brauche eine WEB! SEARCH!, nicht die sprachliche Höchstwahrscheinlichkeit von Assoziation mit meinen Suchbegriffen, auf die Google umgestellt hat. (Und wenn man das in Zukunft trennte? Hier Suchmaschine, dort Antwortmaschine?)
Auf dem milden Heimweg ohne Jacke und mit stellenweise Lindenblütenduft kaufte ich gründlich Schokolade nach (darauf hatte ich mich seit Stunden gefreut), dann unverarbeitete Lebensmittel beim Vollcorner.
Daheim eine Runde Yoga – viel Schnaufens war gestern durchaus passend. Aber ich ließ mir von Herrn Kaltmamsell eine ganze Reihe Gabi-Fastner-Pilates runterladen, ich möchte häufiger wechseln.
Für Nachtmahl nahm sich Herr Kaltmamsell die beiden großen Pakchoi aus Ernteanteil vor und servierte sie mit asiatischen Kräutern, Ingwer, restlichem Kimchi, Udon-Nudeln, Räuchertofu, Ernüssen – und weiterem Zeuch.
Großer Genuss. Nachtisch Nr. 1 Erdbeeren (sie werden immer besser), Nachtisch 2 Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen. In Louise Erdrich The Sentence bricht Mitte des Romans die Corona-Pandemie herein, mit all dem Nicht-Wissen, der Unsicherheit, dem Rumprobieren und der Mögliches-Weltende-Stimmung, nur halt in den USA. Einerseits ganz nah, ich war schließlich dabei, andererseits ganz weit weg, eine andere Welt.
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Weil der Inhalt ja nicht von mir ist, verlinke ich mich mal selbts:
Die Twitter-Lieblinge von vor zehn Jahren waren wirklich gut.





