Journal Donnerstag, 25. Juni 2026 – Heiß, heiß, heiß
Freitag, 26. Juni 2026 um 6:24Sogar eine besonders gute Nacht: Die Folgen des Sturzes störten nicht, ich schlief schnell ein, wachte nur zweimal auf, schlief bis Weckerklingeln. Schon beim ersten Aufwachen um halb eins hatte es draußen genug abgekühlt, dass ich Fenster und Türen öffnete.
Die allmorgendliche Bank- und Seitzstützerei gestalteten sich durchaus unangenehm wegen der Sturzfolgen, war aber mit Z’sammreißen machbar – ist ja nichts kaputt.
Aber auf dem Weg in die Arbeit war es bereits kurz nach sieben unangenehm warm – das kenne ich nicht mal von Madrid. (Schrieb sie, die zuletzt als 16-jährige einen August in Madrid erlebte und keine Ahnung hat, wie’s da im Moment so ist.)
Auf der Theresienwiese weiterin viele große Baustellen, dennoch waren bereits die Absperrungen aufgestellt, nur schmale Durchgänge ermöglichten mir noch das Kreuzen. Ich erkläre mir das so: Der Aufbau des Oktoberfests ist zwar wegen der Baustellen noch nicht möglich, doch die Absperrzaunfirma hat halt einen Vertrag fürs Absperren am 25. Juni, aus.
Ein Hoch auf die Kühldecken im Büro, es ließ sich prima losarbeiten – bald auch in höhrem Tempo als geplant, weil Querschüsse.
Mittagscappuccino aus der Cafeteria, weil über Mittag eine Online-Besprechung stattfand, ausufernd. Doch auch danach blieb ich im Haus, jetzt war es mir wirklich zu heiß draußen: Jedes auch noch so leise Fensteröffnen erzeugt Backofengefühle.
Zu Mittag gab es Linsensalat vom Vorabend, außerdem Aprikosen und Flachnektarinen (deren reifes Fleisch sich so schwer vom Kern löste, dass ich sie über der Spüle in der Teeküche essen musste).
Fast vergessene Auswirkung der Hitze: Meine Denkgeschwindigkeit sank. Zum Glück musste ich gestern keine Hochleistung erbringen.
Aber die Sturzfolgen entwickelten sich erfreulich: Die Beschwerden wurden weniger statt wie erwartet erstmal mehr. Die Rippen sind wohl doch nicht geprellt (habe bei anderen gesehen, wie schlimm das ist), der blaue Fleck am Ellbogen hält die Größe, schwillt ab und fühlt sich lediglich verlegen an.
Vor dem Heimweg graute mir, half aber nichts. Zumal ich gestern auch noch zuständig war fürs Abholen des Ernteanteils, Herr Kaltmamsell war Abitur feiern (fein gekleidet, wie sich das gehört, wegen Respekt), dieses Jahr verabschiedete er besonders viele seiner Schüler*innen ins Leben nach dem Gymnasium. Also schlich ich in Prügelhitze, selbst der Wind war heiß, und mit so viel Schattenanteil wie möglich zum Gemüseabholen und dann damit heim – in die angenehm temperierte Wohnung.
Jetzt aber Test der Kombination Sturzfolgen und Yoga: Ging, ich jodelte nur bei Heuschrecke und beim Aufstehen von der Matte – die Rippen.
Herr Kaltmamsell aushäusig -> ALL THE SALAT ARE BELONG TO ME. Kräftige Blätter, die vertrugen das schwere Joghurt-Dressing, ich mischte zugekaufte Tomaten und zwei gekochte Eier unter. Sehr gut. Nachtisch Eiscreme (Buttermilch-Zitrone) und Schokolade.
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Vanessa hat mit Familie und Soldat einen “Tag der Bundeswehr” besucht und berichtet.
Auch mir ist seit einigen Jahren bewusster, dass “die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und wir alle ihr Auftraggeber sind” – spätestens seit dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ab 2001, als sich erwies, wie überhaupt nicht ausgestattet diese unsere Parlamentsarmee dafür war und sich zum Beispiel die Soldaten Wüstenausrüstung hastig selber kauften. Diese gehörte zu den vielen Welten, die mir in dieser Anfangszeit des Bloggens ein Blog erschloss, nämlich das Militärblog “Augen geradeaus!” vom darauf spezialisierten und erfahrenen Journalisten Thomas Wiegold. Und so begrüße ich es, dass die Bevölkerung jetzt bereiter ist, sich mit dem Thema Bundeswehr zu beschäftigen – wenn der Grund ein gewachsenes Verantwortungsbewusstsein für diesen Teil unserer Demokratie ist (wie bei Vanessa) (und Faszination von Technik kann ich immer nachvollziehen). Doch bei jeder Waffenbegeisterung und Priorisierung von Gewalt gruselt mich wie eh und je.



