Journal 25. Februar 2010

Freitag, 26. Februar 2010 um 9:28

Trotz hilft natürlich kein bisschen weiter, aber es gehört zum Wesen des Trotzes, das ihm das egal ist. Seit über einer Woche wache ich früh auf, egal wann ich eingeschlafen bin. Tagsüber bin ich entsprechend müde. Zunächst versuchte ich es also mit einer halben Stunde früherem Zu-Bett-Gehen. Ich wachte noch früher auf. Also habe die letzten Tage trotzig noch lange im Bett gelesen – dazu war ich wieder wach genug. In der Folge hing ich an diesem Donnerstag derart bleischwer in der Kurve, dass ich mir einbildete, sogar die Bewegung meines Augapfels seien verlangsamt.

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Der Februar spielt Frühling. Das sonnige und milde Wetter lockte in der Mittagspause so viele Kollegen ins Draußen, dass die Kantine nur halb besetzt war.

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Feierabend schon um 17.30 Uhr, weil sich nach einem Termin beim Dienstleister die Fahrt zurück ins Büro nicht mehr gelohnt hätte. Statt dessen verwegener Ausflug mit dem Mitbewohner in eines der wenigen Lokale Münchens mit verlässlich guten Cocktails: Pacific Times. Ich finde zudem Raum und Ausstattung sehr angenehm (hier ein paar Bilder), der Mitbewohner meint sogar, so stelle er sich amerikanische Bars der 40er und 50er vor. Der Prince of Wales wurde tatsächlich im Silberbecher serviert und war schön rund und harmonisch, auch die Speisen schmeckten wieder überdurchschnittlich. Dass über der Bar ein Fernseher olympische Winterspiele zeigte (ohne Ton) und die Aufmerksamkeit der Thekengäste und der weiß geschürzten Kellner fesselte, störte zwar in meinen Augen den Gesamteindruck, ist aber möglichweise sogar Cocktailbar-authentisch.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal 25. Februar 2010“

  1. rip meint:

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    Gerne gelesen …

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    … vor allem die Passagen mit den verlangsamten Augäpfeln, dem schauspielernden Februar und dem Prince of Wales im Silberbecher. :-)

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