Bücher

Journal Sonntag, 22. Dezember 2019 – Adventspaziergang 2019 und Saša Stanišić, Herkunft

Montag, 23. Dezember 2019

Der Adventspaziergang der Familie Kaltmamsell fiel dieses Jahre auf den 4. Advent, einen düsteren, regnerischen Tag.

Herr Kaltmamsell und ich machten uns schwer bepackt zum Bahnhof auf, dieses Jahr hatte ich einen Rollkoffer zu Hilfe genommen. Wir trugen nicht nur die Geschenke für die Familie sowie Stollen und Plätzchen, sondern auch einen Stapel Kochbücher, den ich ausgemustert hatte: Ich kochte nie daraus, blätterte auch nicht darin – vielleicht hatte jemand aus der Familie dafür Verwendung.

Wegen schwerer Bepackung ließen wir uns auch von meinem Vater mit dem Auto abholen.

Weihnachtsdeko in Mutters Haus dieses Jahr sehr zurückhaltend.

Als die Bruderfamilie eintraf, machten wir uns auf den Weg: Dieses Jahr ohne Anfahrt, wir gingen gleich von meinem Elternhaus los.

Ich erfuhr, dass es hier einen Trimmdich-Pfad gab, mit dem Panther aus dem Ingolstädter Stadtwappen in 80-er Aerobic-Kleidung. Außerdem lernte ich viel über die verschiedenen Funktionen von Aufklebern mit politischer Botschaft.

Das Überraschungsziel (meine Eltern verheimlichen uns immer, wo wir essen werden) war der Kastaniengarten in Oberhaunstadt. Wir wurden sehr herzlich umsorgt, die vertrauenserweckend überschaubare Speisenkarte bot auch den vegetarisch essenden eine schöne Auswahl. Ich bestellte einen Wintersalat (mit Würfeln von Sellerie und Roten Beten) und geschmorte Ochsenschulter mit Wirsing, war mit beidem sehr zufrieden.

Zurück ging es über einen anderen Weg und in munterem Gespräch mit der Schwägerin und den Nifften. Im Elternhaus servierte meine Mutter zu Punsch, Tee und Kaffee nicht nur Plätzchen und Stollen, sondern auch einen eigens gebackenen Mohnstollen. Weiter munteres Geplauder.

Zum Zug zurück war unser Gepäck trotz Geschenkeeinsammeln leicht genug geworden, dass wir den Weg durch leichten Regen zu Fuß zurücklegen konnten.

Abend mit Häuslichkeiten. Im Bett las ich Saša Stanišić, Herkunft aus. Dieses hat mir am besten von den drei Büchern gefallen, die ich von Stanišić kenne (mit Vor dem Fest hatte ich sogar Probleme gehabt). Oft wird in den Rezensionen auf die Sprache verwiesen, zu Recht: Stanišić verwendet sie nicht nur angenehm frei von Klischee, sondern immer wieder in eigentlich nicht vorhergesehener Weise mit treffendem Effekt, macht scheinbar einfach Wörter dadurch sichtbar – das ist schön. Durch die eigentliche Geschichte, nämlich seine eigene Kindheit in Bosnien und seine Kindheit und Jugend in Heidelberg, wurde mir beschämend spät bewusst, welch fundamentaler Unterschied es ist, ob jemand freiwillig und gezielt in ein bestimmtes Land eingewandert ist, oder nur zufällig als Flüchtling, Hauptsache weg und in Sicherheit. (Mal wieder werde ich wütend über die unbrauchbare Kategorie „Migrationshintergrund“ – sie wirft Menschen mit komplett unterschiedlichen Lebenswegen und Problemen in einen Topf.)1

Und dann das mit der titelgebenden Herkunft. Manchmal macht sich die Erzählerstimme über ihre eigenen intellektuellen Reflexionen lustig, indem sie diese als Antwort auf lediglich menschlich nett gemeinte Fragen der Verwandtschaft zitiert – wodurch sie völlig gekünstelt und irrelevant klingen. Dabei sind sie es doch nicht, möchte ich die Stimme trösten, mach dir die Gedanken ruhig weiter. Diese Weigerung, mich über Herkunft defnieren zu lassen (oder über mein Gender oder meine Körperform etc. pp), kenne ich selbst nur zu gut. Vielleicht kann ich es abkürzen: Die Weigerung, mich definieren zu lassen. Punkt.

Sehr gut gefielen mir:
– Die Beschreibung der Dynamik in der Gruppe Heranwachsender aus vielen verschiedenen Ländern.
– Die liebevollen und erzählerisch immer verzweifelteren Versuche, die Großmutter in Višegrad aufzufangen, die in Demenz versinkt.
– Die große Freundlichkeit und Güte, die aus der Erzählerstimme spricht, die sich auch bewusst ist, wie viel Glück sie mit zufälligem Wohnort, mit Schule, mit Lehrerinnen und Lehrern hatte – auch mit konkreten Menschen bei Behörden.

Ich kann mir vorstellen, dass man mit dem Roman im Deutschunterricht viel machen kann (das habe ich von Herr Kaltmamsell gelernt: dass sich für den Unterricht am besten Bücher eigenen, mit denen man Was Machen kann): Zum Beispiel Recherchieren über den jugoslawischen Bürgerkrieg, die Geschichte von Flucht nach Deutschland seit dem 2. Weltkrieg (angefangen mit den Vertriebenen), Emigrationsliteraturen der Welt im Vergleich, Untersuchen der oben beschriebenen sprachlichen Effekte.

Eine schöne Besprechung hier von Ijoma Mangold in der Zeit:
„Die Deutschen überholen“.

§

Autorin Isabel Bogdan wird nach ihren immateriellen Wünschen gefragt, ist ehrlich, bekommt sie erfüllt – und hat jetzt vielleicht ein Problem:
„Es ist eine Art Running Gag zwischen Rainer Moritz und mir, dass ich immer sage, das Literaturhaus Hamburg braucht eine lange Tischdecke für den Tisch auf der Bühne.“

§

Jetzt, wo keiner guckt, packe ich meine tiefsten Geheimnisse aus: Mein Faible für Burlesque (DITAAAA!). Über ein instagram-Bild der Blogess stieß ich auf diese Website mit den atemberaubendsten Negligees. Hier könnte ich stundenlang blättern und mich wie die Models fühlen. (Allerdings erstaunt mich die Lücke Schuhwerk: Dazu müssten dringend edle Seidenpantöffelchen mit Federpuschel anegboten werden.)

  1. Erst kürzlich erfuhr ich von einem jungen Burschen, der mit deutscher Herkunft und Staatsbürgerschaft in einem lateinamerikanischen Land aufwuchs und jetzt nach Deutschland kam, hier große Schwierigkeiten hat, sich auch im schulischen Leben zurecht zu finden. Im Gegensatz zu mir wird er nicht als „Migrationshintergrund“ verzeichnet, wobei ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, deshalb auch nie Schwierigkeiten hatte, mich zurecht zu finden. []

Journal Freitag, 13. Dezember 2019 – Innereiengespräche und Stollentausch

Samstag, 14. Dezember 2019

Die Nacht verlief überraschend schmerzarm: Das sind halt einfach blaue Flecken an Rippen und Knie. Wach haltende Unruhe wurde eher von ein paar offenen Arbeitsdingen erzeugt, die mich entweder große Überwindung kosteten oder im Grunde unlösbar waren. Um halb sechs gab ich auf und verließ das Bett. Crosstrainer-Pläne hatte ich bereits gestrichen – sogar mir dämmerte, dass sportliche Bewegung bescheuert gewesen wäre. Ich genoss die zusätzliche Zeit vor der Arbeit, hängte Wäsche auf, bloggte gemütlich, genoss meinen Morgenkaffee.

Das Fahrrad ließ ich (wegen offensichtlich bescheuert) stehen, mit Tram und U-Bahn in die Arbeit.

Angstarbeiten. Ich scherze ja gerne bei Arbeitsproblemen, deren Lösung ich nicht in der Hand habe, meine Unterstützung liege im Anzünden von Kerzen vor Wallfahrtsaltären. Meinte ich das ernst, hätte ich derzeit einen klimaschädlichen Kerzenverbrauch.
(Und wie groß die Erleichterung ist, wenn ich Unvorhergesehenes schnell lösen kann – weil es ja bloß an mir liegt!)

Die Fahrradsturzbeschwerden machten die umgekehrte Entwicklung vom Vortag: Sie ließen immer weiter nach, bis ich nur noch wie vorher hüfthumpelte. Super für meine wochenendlichen Sportpläne!

Eine Gruppe Krähen am Himmel beobachtet, die sich von den starken Böen tragen ließ, ganz hoch, zur Seite, im Kreis – es sah nach einer Menge Spaß aus.

Früher Feierabend, ich war fürs Abendessen zuständig (Herr Kaltmamsell besuchte nach der Arbeit erst noch einen Freund). Geplant waren spanische Knoblauchnierchen. Also nahm ich eine S-Bahn zum Marienplatz und spazierte durch viele, viele Christkindlmarktbesucher zum Metzger Eisenreich auf dem Viktualienmarkt, der auf Innereien spezialisiert ist. Die Schweinenieren bekam ich problemlos, dann fragte ich fürs Wochenendessen nach Rinderzunge: Ja, auch die gab es, und zwar gepökelt. Herr Metzger fürchtete zwar, das Exemplare, das er mir hinhielt, könnte zu groß sein, aber ich versicherte ihm, dass wir die über ein paar Tage schon wegessen würden. Austausch von Zubereitungspräferenzen.

Auf dem Heimweg über die Sendlinger Straße besorgte ich noch Schuhcreme (meine edlen weinroten Schnürstiefel sollen möglichst lange halten und dabei möglichst lange edel aussehen), dann ein paar Dinge von der Einkaufsliste im Biosupermarkt (Petersilie, Käse, Joghurt, Rapsöl), das Weißbrot zu den Nierchen bekam ich kurz vor sechs erst bei der dritten Bäckerei (ein gutes Zeichen – wären um diese Zeit die Bäckereiregale noch voll, müsste wenig später alles weggeworfen werde).

Daheim kurzes Umpacken, dann spazierte ich mit einem halben selbst gebackenen Stollen zu einem Freund, mit dem ich Stollentausch vereinbart hatte: Er bäckt nach einem interessant klingenden Rezept.

Herr Kaltmamsell kam heim, es gab die Nierchen.

Als Wein dazu einen, auf den ich Lust hatte (im Gegensatz zur Abstimmung aufs Essen): Weißen Auxerrois hatte ich in Luxemburg kennengelernt und sehr gemocht, dieser stammte aus Baden vom Weingut Wöhrle – ein feiner Jasminhauch, im Mund mineralisch und frisch, sehr gut!

Schon am Vorabend hatte ich Granta 149: Europe: Strangers in the Land ausgelesen. Endlich wieder eine richtig gute Ausgabe Granta (nicht dass die anderen schlecht gewesen wären, aber das Niveau dieses Literaturmagazins ist halt so hoch, dass ich verwöhnt bin): Das Thema Europa wird mit Familienerinnerungen an den Holocaust bearbeitet und wie viele Generationen die Shoa prägt, mit Geschichten, die sich ganz selbstverständlich über mehrere Länder Europas erstrecken, mit journalistischen Langstrecken in Foto oder Text zum aktuellen Thema Einwanderung und Flucht. Weniger ergiebig war für mich das Sonderformat der verstreuten Kurzstatements über Europa von verschiedenen, teils sehr namhaften Autorinnen und Autoren.

Journal Freitag, 29. November 2019 – Kent Haruf, Plainsong

Samstag, 30. November 2019

Viel bessere Nacht. Ich bin versucht, das auf die 600 mg Ibu vor dem Schlafengehen zurückzuführen – doch die hatten eine Woche vorher überhaupt keine Wirkung gehabt.

Ich hatte den Wecker früh gestellt, für ein wenig Zeit auf dem Crosstrainer. Die tat mir dann auch gut.

Draußen war es nass und ungemütlich. Ich beschloss, dass ich das Rad auch mal nur deshalb stehenlassen kann, weil ich einfach keine Lust auf Radeln habe, und nahm Tram und U-Bahn in die Arbeit. Zu Mittag ein Stück Brot, Hüttenkäse mit einem Rest Himbeermarmelade (mache ich regelmäßig: Hüttenkäse oder Quark in ein Marmeladenglas mit Marmeladenrest löffeln, umrühren). Nachmittagssnack war ein Apfel und ein Stück schwarze Schokolade.

Den Rückweg hatte ich eigentlich als gemütlichen Spaziergang geplant, doch jetzt regnete es richtig. Ich nahm den ebenso gemütlichen Bus 62, der im Abendverkehr besonders langsam war, und las auf meinem Handy Kent Harufs Plainsong weiter – ein elektronisches Buch hat halt den Vorteil, dass ich es auch dann lesen kann, wenn ich das Kindle, also das Pendant zum physischen Buch, nicht bei mir habe.

Nach einer kurzen Einkaufsrunde im Basitsch war ich früh daheim, machte es mir mit einem Glas Wasser im Sessel bequem und las erst mal den Roman aus. Ich war ebenso angetan davon wie von seinem Nachfolger Eventide; Kent Haruf hat da etwas ganz Besonders geschaffen.

Wie auch im zweiten Band von Harufs Trilogie, Eventide, wirkte die Handlung durch die scheinbare Abwesenheit einer einordnenden Erzählstimme dokumentarisch. Wir befinden uns wieder auf dem US-amerikansichen platten Land, in der fiktiven Gemeinde Holt, Colorado, sehen den Bewohnerinnen und Bewohnern im Alter zwischen zehn und sehr, sehr alt beim Leben und Sterben zu. Und wieder wird hier, anders als gewohnt, den Figuren keine innere Reflexion unterstellt, die wir mitverfolgen könnten. Als Leserin kann ich nur aus ihren Äußerungen und Handlungen rückschließen. Wenn zum Beispiel einer der alten Brüder McPheron am Abend nach der Anfrage ausbricht, ihm sei egal, was sein Bruder meine, das junge schwangere Mädchen werde aufgenommen, Punkt – wird nur indirekt, aber sehr klar, welche inneren Dialoge und Abwägungen in den Stunden davor in ihm rumort haben müssen.

Mein Highlight des ganzen Romans sind diese beiden alten Brüder, Raymond und Harold, und wie sie versuchen, dem ungewollt schwangeren Mädchen Victoria, das von daheim rausgeflogen ist, ein Heim zu geben. Die Beschreibung des Hauses bei ihrer Ankunft führt vor, dass die beiden versucht haben, sich in ihren Blick hinein zu versetzen; wie bewusst sie sich sind, dass sie dem Mädchen vor allem Angst einjagen, sagen sie sogar zu der gemeinsamen Freundin, der Lehrerin Maggie, die sie um diesen Gefallen gebeten hat. Und als Maggie ihnen zukommen lässt, dass Victoria unter dem Schweigen im Haus leidet, dass sie sich abends Gespräche wünscht, „euch wird schon ein Thema einfallen“, machen die Brüder jede Anstrengung, das zu ändern. Nach dem Abendessen setzt Harold an: „We just was wondering… what you thought of the market.“ So ziehen sie die zunächst verdatterte Victoria in eine Unterhaltung über Korn- und Viehpreise, denn damit kennen sie sich – im Gegensatz zu jedem anderen Gesprächsthema, das ihnen offensichtlich eingefallen ist – zumindest aus. Victoria springt darauf an und lässt sich einen Abend lang erklären, wie der Kauf und Verkauf von Ackerfrüchten und Vieh funktioniert. Ich schwankte beim Lesen zwischen Lachen und Tränen, so schön.

In diesem ersten Band greift Haruf doch noch hin und wieder zum telling statt reinem showing, zum Beispiel heißt es explizit, dass die beiden Buben Ike und Bobby ihre Tante für bossy halten. Das gibt es in Eventide gar nicht mehr – und macht es meiner Ansicht nach noch besser. (In der Tantenszene kommt auch der einzige Hinweis auf zeitgenössische Technik vor: Sie zeichnet jeden Tag eine Fernsehserie auf, die sie abends ansieht – offensichtlich mit einem Videorekorder, was die Handlung ungefähr in den späten 80ern platziert.)

In dem Vorwort meiner Ausgabe schreibt Romanautor und Literaturwissenschaftler Peter Carey: „Although Ken continually fills the reader’s heart with feelings, he is never, not for a comma, false or sentimental.“ Genau diese Qualität des Buchs ließ mich die Luft anhalten, lachen, weinen – ohne dass ich mich manipuliert fühlte.

Ich freue mich sehr, dass es noch einen dritten Band gibt. Aber den hebe ich mir noch eine Weile auf. Für den Moment, in dem ich ihn nötig habe.

Zur Feier des Wochenendes gab es Moscow Mules, ich genoss den Biss des Ginger Beers. Zum Abendessen hatte Herr Kaltmamsell mir mal wieder einen Wunsch erfüllt: Rote Bete, Weißkraut, Sellerie aus dem Ernteanteil waren Borscht geworden.

Der Eintopf war mit reichlich Rind- und Schweinefleisch gemacht (das Rezept stammte aus den 70ern) – die Hälfte hätte gereicht, merken wir uns fürs nächste Mal.

§

Eine großartige und herrlich alberne Sammlung auf Twitter, nachdem gefragt wird:

Journal Dienstag, 26. November 2019 – Freier Tag mit Schwimmen, Öffi-Irrfahrt, Anfassen und Kochen

Mittwoch, 27. November 2019

Ein freier Tag also. Die Idee hatte ich anlässlich des Physio-Termins am Nachmittag: Anstatt mir die Zeit von der Arbeit anzuzwacken, konnte ich doch gleich den ganzen Tag abzwacken. Ich stellte mir den Wecker eine halbe Stunde später (konnte ich gut brauchen, das Einschlafen war arg schmerzgestört verlaufen), und da Herr Kaltmamsell nicht zur ersten Schulstunde antreten musste, konnte ich ihm dennoch Milchkaffee servieren.

Noch recht früh machte ich mich auf den Weg zum Dantebad, allerdings schonend mit der U-Bahn. Im Bad war kurz nach halb zehn anscheinend gerade Schichtwechsel, mit mir kamen sehr viele weitere Frauen in die Umkleide und die Duschen. Auch die Schwimmbahnen waren so gut besetzt wie am Samstag, ich musste oft überholen (achtete bei der Beschleunigung aber darauf, nur aus dem Oberkörper zu arbeiten und die Beine weiterhin nur Anemonen-sanft zu wedeln). Aber! Es kam immer wieder die Sonne raus, ich genoss die Luft. Anschließend Dehnen im benachbarten Sprudelbecken.

Auch jetzt geriet ich in einen Schichtwechsel, die Duschen waren sogar überbelegt, manche Frauen mussten warten.

Zum Frühstück steuerte ich das Café Puck an und ließ mir von der MVV-App eine Verbindung anzeigen. Doch gestern klappte das sonst so verlässliche System überhaupt nicht: Die genannte Straßenbahnlinie gab es wohl gar nicht, zweimal verstrich die angegebene (und an der Live-Anzeige angekündigte) Abfahrtzeit an der Haltestelle, ohne dass die Tram auftauchte – ich stand 20 Minuten herum (dass eine andere Linie mich ebenfalls an den Umsteigehalt gebracht hätte, verschwieg die App). Also schlug ich mich auf eigene Faust durch, verirrte mich an der vielspurigen Kreuzung Landsberger/Nymphenburger Straße auf der Suche nach der richtigen Bushaltestelle – und brauchte insgesamt über eine Stunde für eine Strecke, die ich mit dem Rad in nicht mal 20 Minuten zurückgelegt hätte. Meine Laune war nicht mehr sehr ferienhaft (zum Glück hatte ich meinen E-Book-Reader dabei und war mit Lektüre versorgt, sonst hätte ich wahrscheinlich aufgegeben und wäre heim gefahren).

Das Café Puck enttäuschte nicht, ich frühstückte ausgesprochen feudal.

Das da rechts unten ist eine monstermäßige Brioche, warm, schwer, butterduftend. Dazu gab es Hirschschinken, Bergkäse, Zimtquark, Ei, frisch gepressten Orangensaft (ich war so durstig, dass ich mich sofort darauf stürzte), Capuccino, Apfelschorle. Und die Süddeutsche des Tages.

Nicht ganz so gemütlich wie geplant nahm ich die U-Bahn nach Hause. Dort konnte ich gerade noch die nassen Schwimmsachen zum Trocknen aufhängen, bevor ich eine S-Bahn zur Anfasserin nahm. Unterwegs las ich Shulamit Lapid, Mirjam Pessler (Übers.), Lokalausgabe aus – überraschend, denn an sich war die Fortschrittsanzeige erst bei 91%: Mal wieder bestand der Rest aus Werbung und Leseproben. Das ärgert mich immer, auch in gedruckten Büchern: Meine Leseerwartung kommt so gerade bei einem Krimi völlig durcheinander; wenn scheinbar noch ein gutes Stück Buch übrig ist, rechne ich noch nicht mit einer Auflösung des Falls. Insgesamt war mir die Hauptfigur im Verlauf dieses israelischen Provinzkrimis, Lisi Badichi, doch noch ans Herz gewachsen. Ich mochte es, an meine Wochen in Israel erinnert zu werden, amüsierte mich auch über die originalgetreue Darstellung des Alltags einer Lokaljournalistin. Und ich war mir des Alters des Romans bewusst: Es gibt noch kein Internet (meine Güte, waren Rechechern ohne noch aufwendig!) und kein Handy, Lisi hat lediglich einen Piepser.

Frau Physio ließ mich wieder auf ihrem Flur schaulaufen und war eigentlich ganz zufrieden mit der Entwicklung – in diesem Moment ging ich auch rund und hinkte nicht so heftig wie vorher am Tage. Diesmal nahm sie sich meinen zur rechten Hüfte gehörigen Fuß vor. Ich spürte, dass vor allen der Mitelfuß es nötig hatte, weil er knallhart war. Aber auch die Hüftmuskulatur bekam ihre kräftigen Hände zu spüren.

Anschließend hatte ich Einkäufe um den Marienplatz vor, fuhr also mit der S-Bahn bis dorthin durch (und sah als Aufklebern an den Fenstern zum ersten Mal Werbung für Mozillas Firefox). In der Papeterie des Ludwig Beck (danke für den Tipp!) sah ich mich gründlich bei den Notizbüchern um. Bindewerk wäre mir schon sehr sympathisch gewesen, doch in der reichlichen Auswahl gab es nur entweder ein Modell mit Haltegummi drumrum oder eines mit Einmerkeband – keines verfügte über beides (nur Kalender hätte es von Bindewerk mit meiner Idealausstattung gegeben). Meine Wahl fiel schließlich auf ein italienisches Modell von Castelli.

Im Kaufhof holte ich noch Strümpfe, Portwein und Süßigkeiten, bevor ich im Biosupermarkt Zutaten fürs Abendessen besorgte (leider kein frischer Spinat, aber ich war zu faul zu weiterer Suche, also gefrorener). Ich machte das vertraute Palak Paneer nach Germanabendbrot, dazu Naan nach einem neuen Rezept. Fürs Backen des Naan in der Pfanne  rekrutierte ich Herrn Kaltmamsell, um nicht in Hektik zu geraten.

Beides wurde ausgezeichnet, mit dem Naan war sogar der Herr zufrieden.

§

Es schrieb Direktorin Novemberregen.

Und erhielt als Antwort:

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https://youtu.be/zi8ShAosqzI

Wie großartig! Wie vielseitig einsetzbar!
(Norwegischer Humor also. Wieder was gelernt.)

Journal Montag, 11. November 2019 – Leserunde zu Curry

Dienstag, 12. November 2019

Ich hatte den Wecker eh früher gestellt, um meine 20 Minuten Crosstrainer zu bekommen, wurde aber schon um fünf aus dem Bett gehebelt, als unter meinem Schlafzimmerfenster lustig Mülltonnen rangiert wurden (keineswegs von der Müllabfuhr – die ist hier geradezu rührend fürsorglich geschickt und leise). Die Nacht war von stechenden Schmerzattacken geprägt gewesen, ich musste immer wieder heftig in einen fiesen schmalen Muskelstrang im Becken drücken, damit der Schmerz bis hinunter in die Zehen aufhörte (ich lerne durchaus von den Stunden bei der Anfasserin). Ergebnis: Recht gerädertes Aufstehen.

Meine 20 Minuten Strampeln holte ich mir dennoch.

Radeln in die Arbeit, es war ziemlich kalt, aber noch kurz über Frost: Mit einer leichten Mütze und Handschuhen kam ich zurecht.

Im Büro regierte der einpapierlte Wahnsinn, erst kurz vor der Mittagspause hatte ich genug weggeschafft, dass sich meine Panik legte. Mittags eine Breze und Granatapfelkerne mit Joghurt, Nachmittagssnack eine Hand voll Nüsse.

Auf dem Heimweg noch ein paar Einkäufe: Brotzeit für die nächsten Tage.

Daheim wollte ich dringend Alkohol, ich fühlte mich vom Arbeitstag unangenehm gestresst. Zur Unfallprävention schnitt ich vorher zwei Butternut-Kürbisse in Würfel, die Herr Kaltmamsell zu einem großen Topf Kürbis-Cocos-Curry wie vergangenen Mittwoch verarbeitete: Die Leserunde traf sich bei uns. Aber dann machte ich Gimlets – die entspannende Wirkung des Alkohols trat beim ersten Schluck ein.

Ich räumte die Wohnung und deckte Tisch.

Dabei fiel mir auf, dass diese Wassergläser zu dem wenigen spanischen Erbe in meiner Wohnung gehören: Ich habe sie alle über viele Spanienurlaube voller Nocilla gekauft (immer das zweifarbige meiner Kindheit) und nutze sie als nostalgische Wassergläser (waren in spanischen Haushalten das Pendant zum Senfglas). Eben sehe ich, dass das Produkt 50. Geburtstag feiert – mit einem Rückblick auf TV-Spots und vor allem Gläser aus 50 Jahren!

Neben dem Kürbiscurry (Herr Kaltmamsell machte diesmal auf meine Bitte auch die Roti-Brote aus dem Originalrezept dazu – nicht so toll) gab es noch viel Käse und selbst gebackenes Brot. Wir sprachen über Bill Hayes‘ Insomniac City, das nur nicht alle von uns sieben überhaupt oder ganz gelesen hatten – mit geteiltem Echo. Vier, darunter ich, hatten die einfühlsamen Beobachtungen in New York und zu seinen Menschen genossen, fühlten sich an eigene Aufenthalte in New York erinnert und an die Einmaligkeit dieser Stadt, waren berührt von der Liebesgeschichte zwischen zwei so unterschiedlichen Männern und wie sie miteiander umgingen, einander gut taten, ich hatte ja schon von der Lektüre geschwärmt. Eine hatte einfach kein Interesse daran, hätte Literatur statt Essayistik bevorzugt, fand die Beobachtungen auswechselbar, vermisste in der beschriebenen Beziehung jegliches Anzeichen von Leidenschaft. Ich folgerte daraus in einer gedanklichen Abkürzung, dass ich offensichtlch ein sehr anderes Liebes- und Sexualleben habe.

Journal Freitag, 1. November 2019 – Schlachthofviertel und Beifang aus dem Internetz

Samstag, 2. November 2019

Den Allerheiligen-Feiertag verbrachte ich auch dieses Jahr allein (Herr Kaltmamsell ist beim jährlichen Rollenspiel), umso mehr kam ich zum Denken und Schreiben.

Nach Ausschlafen (gut!), Bloggen und Kaffeetrinken machte ich aus den Meyer Lemons vom Vollcorner Curd nach Ankes Rezept (ich beschloss, dass die zwei Winzlinge als eine Zitrone zählten). Und wer behauptet, ich hätte vor lauter geschäftigem Abspülen und Aufräumen nicht genug aufgepasst, bekommt eben nichts von meinem köstlichen süßen Zitronenrührei ab! (So schlimm war es gar nicht, die Creme enthält halt ein paar gestockte Eiweißfetzen.)

Duschen und Anziehen, dann holte ich mir Semmeln – und stellte fest, dass ich unter dem kalten Hochnebel durchaus eine Mütze vertragen hätte. Ich frühstückte zwei Semmeln, eine mit Butter und letzter Ernteanteil-Tomate, eine mit Curd.

Einziges Vorhaben für den Tag war ein Spaziergang durchs Schlachthofviertel: Die Route des Bus‘ 62 hatte mich an interessanten Anblicken vorbeigetragen. Und so stromerte ich los.

Ich kam an der Alten Utting vorbei – ein Ausflugdampfer vom Ammersee, der jetzt ein zweites Leben als Kulturprojekt und Lokal auf einer Eisenbahnbrücke hat.

An der Lagerhausstraße.

Und schließlich an reichlich Street Art, die das eigentliche Ziel meines Spaziergangs gewesen war. Dort herrschte gerade Emsigkeit: Zwischen Dutzenden Spraydosen und Arbeitsmaterial standen Männer mit Mundschutz vor den Mauern und änderten oder erneuerten die Kunstwerke. Ich nehme an, dass sie zum Kulturprojekt Bahnwärter Thiel gehörten. Der Feiertags-ruhige Verkehr ermöglichte mir gute Fotografierpositionen von der Straße aus.

Eine weitere kleine Sammlung: Schlachthofviertel.

Steht leider leer – wo das doch der perfekte Ort für eine der derzeit angesagten Fleisch-Grillereien wäre.

Daheim aß ich das letzte Stück Engadiner Nusstorte. Zeitunglesen vorm Balkon (mit regelmäßiger Akrobatik-Einlage am Meisenknödel). Durch eine Nebenbemerkung im Lokalteil erfuhr ich, dass es das Lokal Walter & Benjamin seit August nicht mehr gibt – es bleibt die Weinhandlung gegenüber.

Ich setzte Rinderbrühe auf und machte es mir mit Bill Hayes` Insomniac City im Sessel bequem – kurz nach fünf war es bereits dunkel. Vor drei Jahre hatte ich Oliver Sacks Autobiografie On the move gelesen, das kurz vor seinem Tod mit 82 Jahren veröffentlicht worden war. Besonders berührt hatte mich, dass er nach lebenslangem Hadern mit seiner Homosexualität, nach Jahrzehnten der Einsamkeit, wenige Jahre vor seinem Tod die Liebe seines Lebens gefunden hatte: Eben diesen Bill Hayes, der sich in Insomniac City als feinfühliger, reflektierter und humorvoller Mensch zeigt – und für den wiederum Oliver Sacks die große Liebe war.

Ziemlich am Anfang fiel mir eine Passage auf (in meinem eBook sah ich, dass sie bereits von vielen anderen Leserinnen und Lesern markiert worden war):

I cannot take a subway without marvelling at the lottery logic that brings together a random sampling of humanity for one minute or two, testing us for kindness and compatibility.

Ich dachte sofort an den Hashtag #mitmir4, mit dem auf Twitter die Menschen einer Vierergruppe im Öffentlichen Nahverkehr geschildert werden.

Und mir fiel ein, wie ich vergangene Woche auf dem Weg zum Stachus einen Vierersitz mit zwei Frauen teilte, die eine etwas jünger als ich, zierlich und mit Hijab, die andere etwas älter, kräftig und mit sonnengegerbtem Gesicht. Der Moment von kindness and compatibility entstand, als der hörbar schlecht gelaunte Fahrer die Störung zwischen Sendlinger Tor und Kolumbusplatz durchsagte, offensichtlich nicht gewohnt, über Mikro frei zu sprechen, und die Info mit „do geht nix mehr!“ abkürzte: Wir sahen einander an und lachten einvernehmlich, eine murmelte „kann man so sagen“, die andere „Hauptsache Transparenz“.

Zum Abendessen kochte ich mir Ernteanteil-Spinat (im Topf vorher Knoblauch in Olivenöl angebraten, dann gewaschene, gründlich geschleuderte Spinatblätter dazu und umgerührt, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen), aß die Ernteanteil-Radieserln geschnipselt mit Salz, anschließend ein wenig gekochtes Rindfleisch und alles Suppengrün.

Ich setzte Brotteig für Samstag an, guckte Tagesschau, der Restabend gehörte Insomniac City.

§

Neil Geiman schrieb 2017 seine kleine Ansprache zur Hochzeit zweier Freunde auf:
„Wedding thoughts: All I know about love“.

via Spreeblick-Newsletter, den man hier abonnieren kann (Empfehlung)

Gerade vergangene Woche waren mir Beziehungsweisheiten durch Kopf und Herz gegangen, nämlich nachdem ich bei Frau Nessy eine gelesen hatte, die Liebe langfristig nur mit „Arbeit“ für möglich hält. Das scheint allgemein akzeptiert zu sein, gruselt mich aber ein wenig. Doch genau deshalb gefällt mir Neil Geimans Ansprache, denn: Ich weiß es doch auch nicht. Frau Nessy mag den Begriff „Entscheidung“, auch das trifft zumindest für mich nicht zu. Je länger ich so durch die Gegend lebe, desto klarer wird mir: Jede Beziehung ist anders, es gibt kein Patentrezept. Die einzigen empfehlenswerten Elemente, die ich für über-individuell halte, sind gegenseitiges Wohlwollen (also dem Gegenüber Gutes zu wollen) und Respekt. Ich sehe zwar immer wieder Beziehungen, denen ganz offensichtlich eins von beidem oder beides fehlt, und sie funktionieren doch auf eine für mich sehr schräge Art und Weise – aber ich bezweifle, dass die Beteiligten sie als glückliche Beziehung bezeichnen würden.

Und dann las ich gesern bei Bill Hayes, wie er eines Abends den erkälteten Oliver Sacks mit Tabletten und Tee versorgt:

I: „What else can I do for you?“
O: „Exist.“

So geht es mir halt auch.

§

Die erfolgreichsten Websites 1996-2019 als dynamische Grafik. (Da ich ab ca. 1997 dabei war, krückstockfuchtelte sie, hatte ich einige „Ach richtig, die gab’s ja auch mal!“-Erlebnisse. Ich bin so lange im Web, dass ich mich an das Erscheinen von Google auf der Bildfläche erinnere – und wie sensationell dessen Geschwindkeit und Treffsicherheit war.)

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/2Uj1A9AguFs

ebenfalls via Spreeblick-Newsletter

§

Long-Read über Brot und Getreideanbau in UK.
„Flour power: meet the bread heads baking a better loaf“.

via @katha_esskultur

Denn es ist – mal wieder – kompliziert: Der industrielle Fortschritt in der Landwirtschaft hatte ja auch eine Menge positiver Folgen. Mehr Ertrag pro Hektar ist zum Beispiel per se nichts Schlechtes, oder?

We are only beginning to understand the importance of diversity and the complex systems that plants – and animals, and us – need to thrive. In an interview, Martin Wolfe once argued that value should be accounted not just according to the cash received for a crop, but to the effect of the plants on the soil and carbon sequestration, and wider effects “on mood, on beauty, on community”.

Nach der Lektüre weiß ich nicht nur viel mehr über Getreideanbau und Müllerei, sondern auch, warum das Mehl, das ich in der Hofbräumühle kaufe, eine verhältnismäßig kurze Haltbarkeit hat: Weil es besonders reichhaltiges und gutes Mehl ist.

§

Eine kleine Vorbereitung darauf, was fast jeder mal blüht: Den Nachlass der Eltern zu bewältigen.
„Was ich lernte, als mein Vater starb“.

ebefalls via @katha_esskultur

Journal Mittwoch, 30. Oktober 2019 – Beruhigung und Kälte

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Dann halt doch wieder eine schlechte Nacht, zum einen wegen Hüft- und Beinschmerzen, zum anderen wegen Bürosorgen – Aktuelles erinnert mich an Schlimmes vor vier Jahren.

Die einzige Idee, die ich zur Beruhigung hatte, war: Listen. Wenn ich Panik vor Kontrollverlust habe, schreibe ich Projektpläne. Die interessieren zwar niemanden, doch das Erstellen eines Projektplans bedeutet, die Aufgabe einmal im zeitlichen Verlauf durchdacht zu haben, nach vergleichbaren Vorläuferprojekten zu recherchieren und daraus zu lernen, Fehler nicht nochmal zu machen (sondern ganz neue). Und im besten Fall das Ganze mit einer erfahrenen Kollegin durchzusprechen, die bereit ist mitzudenken.

Arbeitsweg per Bus, der Tag blieb düster grau, doch es regnete nicht. Meine Arbeitspanik konnte sich zum Glück legen.

Mittags Rote Bete mit Joghurtsoße, die ich mir am Vorabend aus Ernteanteil gekocht hatte und zum größten Teil verarbeitet – den kleineren Teil gab es zum Nachtmahl. Nachmittags nochmal ein Stück Nusstorte, immer noch sehr gut.

Nach Feierabend spazierte ich nach Hause, Abstecher beim Vollcorner. Mit meiner mitgebrachten Milchflasche stand ich vergeblich vor der stählernen Kuh: Sie war außer Betrieb und musste repariert werde. Es war ganz schön kalt geworden, es ist Zeit für Mütze und Handschuhe (die ich nicht dabei hatte und vermisste).

Das letzte Stück meines Heimwegs war dann wieder arg schmerzhaft und beschwerlich, ich will jetzt dann doch langsam bitte mal echte Besserung.

Abends hatte Herr Kaltmamsell auf meine Bitte Spaghetti mit Roter Bete gemacht, nach einem Rezept, das ich bei Frau Bruellen gefunden hatte.

Ich mochte es gern, dem Koch war es zu süß: „Das ist Nachtisch.“ Dazu gab es ein Glas Abschiedswein: Ab Donnerstagabend verschwindet der Herr wieder auf ein tagelanges Rollenspiel-Abenteuer (CoC, Pen&Paper).

Im Bett Juan Moreno, Tausend Zeilen Lüge: Das System Relotius und der deutsche Journalismus zu Ende gelesen. Ein fesselndes Zeitdokument mit klugen Abschlusskapiteln zu Storytelling und der Berechtigung verschiedener journalistischer Gattungen.

§

Vanessa Giese hat einen ausführlichen und nützlichen Serviceblogpost verfasst: Wie man als Freiberuflerin auf den passenden Tagessatz kommt.
„Eine Fahrt nach Frankfurt und ein #serviceblog-Beitrag: Wie man einen Tagessatz ausrechnet“.


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