Journal Mittwoch, 27. März 2024 – Lauf in den Sonnenaufgang

Donnerstag, 28. März 2024 um 6:17

Nur der Abschluss der Nacht war unruhig, als ich mir selbst beim Schwimmen in Angst zusah mit einem “mei, ist halt so”. Der Wecker klingelte extra früh, damit ich nochmal zu einer Laufrunde vor der Arbeit kam, bevor es nach Umstellung auf Sommerzeit erstmal wieder zu dunkel dafür sein würde.

Ich wurde reich belohnt. In frischer, kühler Luft lief ich leicht in den Sonnenaufgang.

Nußbaumpark

Ehemaliges Rodenstockgelände

Nach meiner jüngsten Lektüre fiel mir Streetart noch deutlicher auf, ich sah mich zum ersten Mal gezielt nach illegaler um. (Und begrub gleich mal den Vorsatz, Tags zu erkennen: Das sind ja so viele, und entlang von Bahnstrecken so durcheinandere!)

Nicht nur auf den Wegen begegnete ich deutlich mehr Sportelnden als vergangene Woche:

Am Flaucher wurde gebadet.

Nicht fotografiert: den großen Hund, Jagdhund-artig, der mir auf dem Flauchersteg mit SONNEM Ast quer im Maul entgegenkam. Wir passte gerade so aneinander vorbei, ich lachte sein Frauchen an und ahmte die stolze Hundehaltung nach. Frauchen lachte zurück: “Oh ja, er ist sehr stolz darauf.”

Daheim duschte und kleidete ich mich – zwang mich zu unhektischem Tempo, weil es wirklich, wirklich nichts ausmachte, wenn ich mal später in die Arbeit kam.

Auf der Theresienwiese erste Aufbauanzeichen fürs Frühlingsfest (Start 19. April).

Im Büro erwies sich, dass in den 45 Minuten, die ich später als sonst antrat, wirklich nichts vorgefallen war. Das versuche ich mir zu merken.

Nach emsigem Vormittag raus auf einen Mittagscappuccino zu Nachbars, es war schlagartig Hemdsärmel-warm geworden.

Sehr spätes Mittagessen wegen Spontanbesprechung (wenn manche Leute schon mal im Haus waren): Birne, Apfel, eingeweichtes Muesli mit Sojajoghurt. Gute Nachricht: Ich spürte die akute Stelle im Kreuz immer noch, aber gestern bemerkte ich irgendwann, dass ich seit über einer halben Stunde im Stehen arbeitete – ohne Schmerzen.

Über den Nachmittag zog der Himmel dunkeldüster zu, es kühlte auch wieder ab – seltsames Wetter. Ich war später gekommen, ging dafür früher: Termin bei meiner Beinenthaarerin.

Zu Hause turnte ich eine Runde Yoga-Gymnastik, zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell auf meinen Wunsch Grü Soß zubereitet – einen Tag vor Gründonnerstag, denn an diesem war ich abends aushäusig verabredet.

Sehr erfreulich.

Früh ins Bett zum Lesen. Neue Lektüre, jetzt wieder auf dem Kindle: Max Porter, Grief is the thing with feathers.

§

Was man als Kartoffelkombinat-Mitglied übrigens auch machen kann:
Ehrenamtlich den Bauerngarten des Tierparks Hellabrunn betreuen.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 26. März 2024 – Larissa Kikol, Signed

Mittwoch, 27. März 2024 um 5:58

Besser geschlafen, aber zu früh aufgewacht.

Weil es zudem weder etwas zu bloggen noch zu räumen gab, kam ich sehr früh in die Arbeit.

Leider ist wieder Frierwoche im Büro, ich arbeitete im Wolljanker. Nach einigen Besprechungen ging ich raus ins Westend auf meinen Mittagscappuccino.

Später Mittagessen am Schreibtisch: Mandarine, Apfel, Sojajoghurt mit Mango.

Arbeitsnachmittag auch mit Unerfreulichem, ich hielt mich an Symptombekämpfung. Nach Feierabend ging es raus in schöne Luft, aber eher kühl.

Herr Kaltmamsell verbrachte den Abend aushäusig, ich musste schon wieder selbst für mein Nachtmahl sorgen – hatte aber schon Montagabend dafür eingekauft. Erst Wäscheaufhängen, Yoga-Gymnastik (eher verärgernd: ich mag es nicht, vom half moon überrascht zu werden und erst gesagt zu bekommen, dass es dorthin geht, wenn ich bereits ein Bein heben soll), dann briet ich Schalotte, Knoblauch, Champignons mit Thymian, löschte mit Noilly Prat ab, das ergab mit Crème fraîche und Fussiloni ein Nudelgericht – sehr schmackhaft.

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Larissa Kikol, Signed. Unterwegs mit der 1UP-Crew und Moses&TapsTM

Larissa Kikol hat ein Buch über Graffiti geschrieben, den weiterhin illegalen Teil der Streetart. Die Terminologie entnehme ich indirekt, es gibt für die vielen Unterarten von Streetart keine offizielle Terminologie mit allgemein anerkannten Definitionen – das gehört aus meiner Perspektive sogar genau so, wer sollte bitte über die Definitionen bestimmen? The elders of streetart? Ich gucke mir auch legale und offizielle Streetart gerne an, z.B. Murals, die sorgfältig und mit reichlich Zeit entstanden. Aber allein der Zeitdruck und die logistischen Rahmenbedingungen von Graffiti machen halt doch einen Unterschied.

Kikol ist promovierte Kunstwissenschaftlerin, doch das ist weit entlegener Hintergrund ihres Buchs: Im Vordergrund stehen ihre Recherche und die Graffiti-Künstler*innen. Sie schreibt in einem Tonfall, den ich von besonders lesenwerten Blogs kenne und mag. Dazu gehört auch, dass sie sich als Beteiligte sichtbar macht. Und es interessiert mich wirklich, wenn sie sich am Tag einer Aktion mit einer schlecht heilenden Verletzung am Arm rumplagt. Was sie sich als Brotzeit für Aktionen einsteckt. Überhaupt beschreibt sie viele Mahlzeiten detailliert, das mochte ich, Essen und Trinken sind ihr offensichtlich wichtig.

Thema ist auch das Schreiben des Buchs selbst:

Der Lektor hat Unrecht, Kikol hat Recht: Das gnadenlose Zitieren scheinbar langweiliger Dialoge bei Graffiti-Aktionen holte mich in die Schilderung erst richtig rein.

Kikol gibt auch die Teile ihrer Interviews wieder, in denen sie zurückgefragt wird, welche Art Buch das eigentlich werden soll. Sie antwortet, sie sei sich noch nicht sicher. Am Ende des Buchs entscheidet sie sich: „Es sind so viele Kurzgeschichten, eher eine Art Reisebericht.“

Eine persönlich Art von Buch ist es geworden, z.B. taucht zwischen liebevollen Betrachtungen über ihren Herkunftsort Bergisch Gladbach Akademisches über Geheimsprachen auf. Kikol wird als Journalistin sichtbar, als Forscherin, als Berlinerin, als überaus neugierige und wohlwollende Menschenfreundin. Sie schreibt viel über konkrete Begegnungen, nicht nur über die mit Graffiti-Künstler*innen oder Menschen aus der Kunst-Szene.

Das Ergebnis ist eine offene und durch die Geschichten sehr transparente Materialsammlung, keine akademische These. (Es gibt aber saubere Endnoten mit den zitierten Quellen.)

Larissa Kikol beschreibt die vielen, vielen Facetten der Grafitti-Szene – die eben genau keine ist. Die Künstler*innen haben ganz unterschiedliche Beweggründe für ihre Arbeit, von rein ästhetischen über künstlerische bis politische oder gar aktivistische. Und anderen macht es einfach denselben Spaß, mit dem Leute ins Basketballtraining gehen. Manche sind nur in ihrer Wohnumgebung aktiv. Typischer aber ist es, dass sie reisen, teilweise sogar weit. (Dass ich die “Yellow Fists” vor einigen Jahren und bis heute in mehreren Städten sah, ist also kein Zufall: Sie sind alle von Kripoe.)

Eine zentrale und bemerkenswerte Figur ist der Graffiti-Künstler Moses: Besonders in Erinnerung blieb mir, dass er mal eine S-Bahn detailgetreu umlackierte

in einem Rotton, der sich fast nur um eine Nuance von dem Originalrotton unterschied. Dann wartete er ab, wann es jemandem auffiel.

Ein Roman ist das nicht. Aber auch kein klassischer Journalismus. Ich fremdle ja sehr mit den Verbot des “Ich” mit der traditionellen Forderung, Berichterstatter*innen müssten hinter dem Gegenstand ihrer Bericht verschwinden. Das kommt meiner Ansicht nach einer Lüge nahe: Jeder Bericht ist gefärbt durch Wahrnehmung und Hintergrund der Rechercheure. Je ausführlicher diese Recherche, desto relevanter werden meiner Überzeugung nach der Prozess und die Personen dahinter. Zwar tun das manche Journalist*innen seit Jahren, doch ich lese bis heute launiges Kolumnen-Geläster ihrer Kolleg*innen, es gehe denen in erster Linie um Selbstdarstellung.

Egal, es ist halt, was es ist. In Signed hat der Prozess der Recherche denselben Stellenwert wie die Ergebnisse. Und so lernte ich eine Menge, unter anderem über die komplexe Logisitik, die hinter dem illegalen Umlackieren von Bahn- und S-Bahn-Waggons steht, hinter dem Bemalen von Häuserfassadenrändern und Brandmauern. Und über die Internationalität des Sprühens, über die zentrale Rolle der Dokumentation (und mit wie viel Schabernack die teilweise sichergestellt wird), über die engen Verbindungen zur Galeristenszene, auch über die verschiedenen Rollen während einer Aktion.

Das Nachwort enthält einen Schlüsselsatz: „Eine Sache, die mir wichtig war, war, nicht mehr zu schreiben, als ich erlebt hatte.“

Falls das bislang noch nicht klar wurde: Dicke Empfehlung. Und ich gucke mir Tags in München künftig viel systematischer an.

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Beachtenswerter Appell in der taz von Katrin Gottschalk:
“Übersehene Feministinnen”.

Die Omas gegen rechts sind derzeit die größte Frauenbewegung auf der Straße. Zeit wird es, sie auch in die politischen Diskussionsrunden einzuladen

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Eiskunstlauf hatte ich schon lang nicht mehr geguckt. Und stellte jetzt fest, dass sich da eine Menge getan hat. Schaun Sie sich mal die atemberaubende Goldmedaillen-Kür von Ilia Malinin in Montreal an.
Was mich besonders fasziniert: Malinin wirkt durchgehend, als hätte er überhaupt keine Körperspannung – was unwahrscheinlich ist. Aber er scheint etwas sehr viel Komplexeres einzusetzen als Kraft.

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Apropos Sport: Wenn Ihr Fitnesstudio was taugt, bietet es auch Training für den Sommerurlaub an.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 25. März 2024 – Ereignisloser Montag

Dienstag, 26. März 2024 um 6:11

Dann halt mal wieder eine schlechte Nacht: Ich konnte sehr lange nicht einschlafen. Nicht schlimm nach all dem guten Schlaf.

Der Marsch in die Arbeit war herrlich sonnig, aber ganz schön kalt.

Im Büro erstmal Puls, weil einige meiner Pläne sich als durchkreuzt herausstellten. Blöderweise wusste ich, dass mich das bis zu einer neuen Lösung belastet, ich kann sowas schlecht aushalten.

Kurz getakteter Vormittag, schneller Mittagscappuccino bei Nachbars.

Mittagessen ein Glas selbst gemachtes Kimchi aus Weißkraut (SO GUT! ich wiederhole mich) und eine dicke Scheibe selbstgebackenes Schokoladenbrot. Nachmittag unruhig, aber es fand sich eine überraschende Lösung für die durchkreuzten Pläne (meine Nerven!).

Eher später Feierabend, durch immer noch kühle Sonne ging ich über ein paar Lebensmitteleinkäufe heim. Yoga-Gymnastik, Brotzeitvorbereitung, zum Abendessen gab es restlichen Stockfisch-Eintopf und Süßigkeiten. Herr Kaltmamsell erzählte von der Buchmesse in Leipzig, dorthin hatte ihn sein Ausflug am Wochenende geführt, mit einigen Details, von denen ich noch nie gelesen hatte.

Früh ins Bett zum Lesen.

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What did we learn from Covid?

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 24. März 2024 – Schnee, Graupel und Stockfischabenteuer

Montag, 25. März 2024 um 6:22

Wunderbar und ausreichend geschlafen. Interessant geträumt, unter anderem vom spanischen Verlagswesen, das viel besser als das deutsche funktionierte und zum Beispiel für die vielen Krimi-liebenden Fabrikarbeiter immer wieder Gesamtausgaben der beliebtesten Reihen herausgab. Von keinem Detail daran habe ich irgendwelche Fachkenntnis, ich bin stolz auf mein Fantasiezentrum, das daraus etwas bis zur Erzählbarkeit Kohärentes baute.

Die Energie nutzte ich erst mal, um mich online für Organspende zu registrieren. Einen ausgefüllten Organspende-Ausweis trage ich in meiner Geldbörse bei mir, seit ich denken kann, allerdings immer in der Sorge, ob der im Ernstfall auch schnell genug gefunden wird. Die Absicherung einer Registrierung ist mir sehr sympathisch.

Beim ersten Aufruf der Website zum Start hatte der Vorgang arg kompliziert ausgesehen, doch an diesem Sonntagmorgen erinnerte ich mich daran, dass ich sehr wohl eine Online-Ausweisfunktion habe, wo ich meine PIN nachgucken kann, dass ich bereits für das mühsame Erkämpfen der Bayern-ID die Ausweis-App installiert hatte.

Da mein Personalausweis eingelesen werden musste, begann ich den Registrier-Prozess auf meinem Smartphone. Für ein Durchspielen auf dem PC hätte man ein Lesegerät benötigt: Das ist nach meiner Erinnerung das erste Mal, dass ein Amtsvorgang eigentlich nur auf Smartphone ausgelegt ist – eigentlich schlau, ist deutlich weiter verbreitet als persönliche Rechner. Nach einfachen, verständlichen Anweisungen las ich meinen Personalausweis durch Legen hinters Smartphone ein, verifizierte ihn mit der PIN. Nach nur einer Fehlermeldungsrunde wurde ich um Eingabe meiner Krankenversicherungsnummer gebeten und um Hinterlegung meiner E-Mail-Adresse. Durch Anklicken in einer Auswahl hätte ich die Organspende auch nur eingeschränkt erlauben können, die Entscheidung jemand anderem übertragen oder völlig untersagen.

Das war’s, ich bin als Organspenderin in Deutschland registriert. Allerdings muss ich jetzt noch bis Sommer lebendig durchhalten, um wirklich nützlich zu sein: Der Zeitplan der Einführung nennt auf der Website 1.7.2024 für “Abruffähigkeit Entnahmekrankenhäuser”.

Weil das endlich mal wieder ein rundes Technikthema war, schrieb ich nach Jahren Pause im Techniktagebuch darüber.

Bloggen, Internetlesen, Fertigmachen für eine Schwimmrunde im Olympiabad. Dass es um neun bereits windig regnete, nahm mir die Entscheidung ab, ob ich nicht doch radeln wollte. Und da waren auch schon Schnee und Graupel.

Ich holte also nochmal die dicke Winterjacke raus und setzte mich damit in eine U-Bahn zum Olympiapark.

Gutes Schwimmen, die Bahnen waren nicht voller als an Samstagen. Mit Rücksicht auf meine zickige linke Schulter ließ ich es langsam angehen und erhöhte erst nach einigen Bahnen den Druck. Ich schwamm problemlos, manchmal sogar mit Sonnenschein, spürte zwar die akute Stelle im Kreuz, doch ohne Schmerz. So hatte ich Muße, über meine aktuelle Lektüre, Larissa Kikols Signed nachzudenken und warum sie mir so gut gefällt.

Auf meinem Rückweg zum U-Bahnhof setzte wieder Regen ein. Daheim buk ich erst mal die Erdnuss-Cookies für die Arbeit, etwas nach zwei gab es zum Frühstück Birne, dann einige Scheiben selbst gebackenes Schokoladenbrot aus der Gefriere mit Butter und Zwetschgenmus.

Internetlesen, Buchlesen, kleine Siesta, mehr Buchlesen.

Mehr Schnee und Graupel.

Herr Kaltmamsell würde spät von seinem Deutschlehrer*innen-Ausflug heimkommen, ich kochte dennoch Nachtmahl – wir würden es halt getrennt essen. Jetzt kam der seit Tagen gewässerte Stockfisch zum Einsatz: Meine Eltern hatten bei einer regelmäßig nach Portugal fliegenden Nachbarin Bacalao bestellt, und sie war mit einem ganzen salzgetrockneten Fisch zurückgekommen. Davon hatte ich am Sonntag zuvor ein großes Stück bekommen. Jetzt kochte ich dieses weich, während der Fisch abkühlte, turnte ich eine Runde Yoga-Gymnastik. Dann löste ich das Fischfleisch von den Gräten: Ein Teil wurde mit unter anderem Kartoffeln und Lauch aus Ernteanteil baskischer Fischeintopf für den Abend, den anderen Teil würde ich nach völligem Abkühlen einfrieren.

Wurde gut! (Ein bisschen zu salzig – waren vier Tage Wässern mit mehrfachem Wassertausch nicht genug?) Nachtisch Schokolade.

Herr Kaltmamsell bekam spät auch noch zwei Teller Stockfisch-Eintopf und erzählte dazu bereits ein wenig von seinem Ausflug. Auf arte lief La La Land, gefiel mir jetzt besser als damals im Kino, ich komm einfach nicht drauf, wo er hakt.

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Für die wahrscheinliche Altersstruktur der Lesenden hier zielgruppenperfekt:
“Wohin mit den Schätzen? Wenn Sammler nicht mehr können”.

Schaffen Sammelnde zu Lebzeiten keine Lösung für ihre Schätze, wandert vieles auf den Müll oder zurück auf den Sammelmarkt. Ein frühzeitiges Loslassen falle den meisten Sammelnden schwer. “Deshalb sterben 90 bis 95 Prozent der Sammlungen auch mit dem Sammler.”

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Meldung aus der Vorreiter-Nation Österreich:
“Mama geht tanzen
Ein Club, drei Stunden, 2000 Frauen: Eine neue Partyserie speziell für Mütter feiert in Österreich einen Riesenerfolg. Trinken unter Zeitdruck und Stau am Männerklo”

via @sauer_lauwarm

Das klingt richtig gut!

Viele sind in Freundinnengruppen gekommen. Junge Mamas, die sich aus der Babyspielgruppe kennen. Mütter, die über die Kindergarten-Whatsapp-Gruppe von der Party erfahren haben. Ich entdecke aber auch einige Frauen über 60. Sie sehen nicht aus wie Mamas, die kleine Kinder zu Hause haben. Später erfahre ich von der Veranstalterin, dass etwa 25 bis 30 Prozent der Frauen keine Mütter sind. Sie sind heute nicht hier, weil sie einen Abend ohne Kinder genießen wollen. Sie sind hier, weil sie endlich mal wieder in einen Club gehen wollen. Zu einer vernünftigen Uhrzeit. Weil sie ohne Männer feiern wollen, ohne ständig angetanzt und angemacht zu werden. Ohne ihr Trinkglas im Auge behalten zu müssen.

Revival of the Tanztee Samstag- und Sonntagnachmittag?
(Wahrscheinlich zu nah an der Pfarrjugend-Disco.)

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 23. März 2024 – Abgesoffene Wanderung durch die Maisinger Schlucht

Sonntag, 24. März 2024 um 8:40

Gut und lang geschlafen, ich zog den Rollladen zu einem sonnigen Morgen hoch.

Doch wie angekündigt bedeckte sich der Himmel bald. Ich merkte, dass meine Wanderlust auch eine Wanderung in Regen und Sturm einschloss, außerdem war für die Nacht zum Sonntag eine Rückkehr des Winters vorhergesagt, Regen erschien mir immer noch besser als Schnee und Graupel, also los nach Starnberg und durch die Maisinger Schlucht.

Ich nehme vorweg: Da hatte ich mich insgesamt verschätzt. Es regnete energisch. Die superduper Wanderjacke schützte zwar vor nassem Oberkörper und Kopf, doch die Wanderhose ist im Gegensatz zur Jacke nicht dazu gedacht, Regen abzuhalten: Sie zeichnet sich lediglich dadurch aus, dass sie besonders schnell trocknet. Wofür es aber wenigstens hin und wieder eine Regenpause braucht. Blöderweise regnete es durch, und das heftig. Nach einer Stunde, ich war gerade am Ende der Maisinger Schlucht, hatte ich nasse Socken, gegen Wasser aus nasser Hose helfen auch keine ziemlich dichten Lederwanderstiefel. Und nach anderthalb Stunden spürte ich, wie sich meine Unterhose aus der Wanderhose nass sog, jetzt wollte ich wirklich einfach nur heim.

Angefangen hatte das Ganze mit Durcheinander im S-Bahn-Verkehr: Notarzteinsatz auf der Stammstrecke (es ist unwahrscheinlich, dass ich die Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke noch erlebe, die solche Durcheinander reduziert).

Ankunft in Starnberg. Aussicht war aus.

Nachdem mein Weg sich mit dem zweier anderer Wanderer mehrfach gekreuzt hatte (es waren für das Sauwetter überhaupt erstaunlich viele Wandernde unterwegs, ich begegnete fünf weiteren), sprachen sie mich an: Ob ich auch nach Andechs ginge? So erfuhr ich, dass es eine Wanderung Starnberg-Andechs gibt. Wir waren uns einig, dass eine halbe Stunde ohne Regen unserer Kleidung gut täte.

Da das Vergnügen der Draußenbewegung im Regenströmen weniger lang anhielt als vorhergesehen, plante ich um auf Rückfahrt bereits vom S-Bahnhof Possenhofen und strich den Rückweg nach Starnberg über Prinzenweg. Am Bahnhof informierte mich die Anzeige, dass die nächste S-Bahn erst in einer halben Stunde kommen würde, also dreht ich eine Runde durch Pöcking, um nicht zu frieren. Als ich zurück zum Bahnhof kam, war diese S-Bahn gestrichen. Nun verlegte ich mich auf die nächste S-Bahn in die Gegenrichtung nach Tutzing, von dort würde es neben S-Bahnen auch Regionalzüge nach München geben.

Es war schließlich dieselbe S-Bahn, die mich zum Stachus brachte: Weder Fahrpläne noch Angaben in der MVV-App stimmten, das war die nächste Verbindung. Obwohl der Wagen geheizt war, fühlte ich mich durch und durch kalt, die mitgenommene Zeitung war nass und unlesbar, meine klammen Finger konnten eh nicht blättern.

In München hatte es aufgehört zu regnen, ich ging schnell nach Hause und ließ mir ein Bad ein: Ah, das heiße Wasser brachte Gefühl in Füße und Hände zurück. Die armen nassen Wanderstiefel stopfte ich mit (trockenem) Zeitungspapier aus, genau dafür (und für Umzüge) hat man ein Print-Abo. Frühstück um halb drei war dann die eigentlich als Wanderbrotzeit besorgte Nussschnecke, davor ein Apfel. Kurz darauf prasselte es schon wieder gegen die Fenster.

Bügeln unter erschwerten Bedingungen: Eigentlich ist die Haltung am Bügelbrett genau die, in der mein Kreuz derzeit brüllend schmerzt. Ich versuchte also mal Bügeln im Sitzen, gibt genug Menschen, die das immer so tun. Oah, nee, komplexere Stücke wie Blusen kriege ich so nicht in den Griff. Ich wechselte also mehrfach zwischen Stehen und Sitzen. Dabei hörte ich ein BBC-Stück von 2018, zum 40. Jahrestag des Hörspielstarts von Hitchhiker’s Guide Through the Galaxy:
“Don’t Panic! It’s The Douglas Adams Papers”.
Am meisten lernte ich daraus über die damalige BBC (z.B. taucht genau eine Frauenstimme in der Doku auf).

Erdnusskeksteig gekneten für ein Treffen in der Arbeit, Yoga-Gymnastik mit nur Dehnen. Zum Abendessen gab es nach ein paar libanesischen Nüsschen Rahmspinat mit Kartoffeln – irgendwas fehlte, es schmeckte sehr beilagig. Aber ich wurde angenehm satt. Dann noch Schokolade.

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Hatte ich verpasst: Andrea Diener bloggt wieder! Das darf sie “Newsletter” nennen, so lang sie möchte.

In “Aufblasflamingos und andere Obsessionen” schreibt Andrea:

Auf Urlaubsfotos, die ich mag, müssen Menschen abgebildet sein, nicht nur Sehenswürdigkeiten. Und zwar alle Menschen. Solche, die man kennt, wegen der persönlichen Erinnerungsfunktion. Aber auch solche, die nur zufällig im Bild sind.

Nicht nur bei Urlaubsfotos. Ich möchte mich sehr nicht in eine Reihe mit Fotografinnen des Kalibers von Andrea Diener stellen, ich knipse wirklich einfach nur herum, doch wenn möglich warte ich mittlerweile immer darauf, dass mir jemand ins Bild läuft, fährt, radelt – weil Menschen und Geräte das Foto zeitlich verankern. Auch das ein Beitrag zu “Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in zwanzig Jahren!”

An den beschriebenen “trigger” kommen bei mir fotografierende Menschen heran, die halte ich besonders gern fotografisch fest – mit dem Problem, dass ich mich eigentlich nicht traue, fremde Menschen ohne ihre Einwilligung zu fotografieren. Wenn ich mich das traue, traue ich mich wiederum nicht, das Foto zu veröffentlichen – zumindest ist der Augenblick festgehalten.

§

Die Übertragung von Literatur ins Medium Film ist immer spannend. Hier lässt sich Fatih Akin zu seiner Verfilmung von Tschick ausfragen – ich habe eine Menge gelernt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/eSm1FqDyUX0?si=UMrbtwxmmqWMwS9c

Nebeninformation: Es gibt eine Website Tschickucation, eine Initiative der Familie Herrndorf, mit Schulmaterial zum Thema:

Du liest „Tschick“ im Deutschunterricht? Dann kann dir diese Seite helfen, den Roman besser zu verstehen.

§

Abschließend eine Durchsage der Sprach-Hausmeisterin (ich glaube, die kommt jetzt öfter vorbei und der ist deskriptive Linguistik total wurscht):
Es heißt “Mundpropaganda”.
In den vergangenenen Monaten begegnet mir immer wieder “Mund-zu-Mund-Propaganda” – was soll das bitte sein? Tröpfcheninfektion?
Nein, der Duden kennt auch nur “Mundpropaganda”.
(Sie dürfen mich hier übrigens jederzeit auch hausmeistern. Vielleicht können wir sogar streiten! Mit solchen Nebensachen könnten wir Streiten üben.)

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 22. März 2024 – Start ins Strohsingle-Wochenende mit Blütenpracht

Samstag, 23. März 2024 um 7:56

Guter Nachtschlaf, aber beim Weckerklingeln freute ich mich sehr aufs Ausschlafen am Wochenende. Der Tag wurde sonnig, verhangen nur durch leichten Wolkenschleier, und warm.

Traubenhyazinten neben dem Verkehrsmuseum am Bavariapark.

Im Büro lustiger Double Bind der Schmerzen: Im Sitzen tat mir irgendwann der Po weh (also im Grunde die Sitzbeinhöcker, die sich hin und wieder auch beim Joggen melden) inklusive Iliosakragelenk (die Mobilisierungsübungen dafür gehören fast zu jeder Einheit meiner Yoga-Gymnastik – ich möchte nicht wissen, wie es mir ohne Yoga ginge), im Stehen hielt ich es wegen der aktuellen linken Kreuzschmerzen nur wenige Minuten aus. Auf der Arbeitsebene vermittelte ich unter anderem das kleine Einmaleins der Veranstaltungsorganisation.

Das Wetter lockte sehr nach draußen, ich ging auf einen Mittagscappuccino ins Café Colombo.

Zurück am Schreibtisch ein paar Querschüsse, mein Mittagessen (Mandeln, Bananen) aß ich spät.

Mir steht ein Stroh-Single-Wochenende bevor, Herr Kaltmamsell ist auf Deutschlehrer*innen-Ausflug. Mein Plan war unter anderem eine samstägliche Wanderung am Starnberger See, allerdings sah ich immer banger auf die Wettervorhersage, die für Samstag Sturm und Regen prognostizierte. Doch auch so freute ich mich arg auf mehr als 48 Stunden allein.

Überraschend intensiver Arbeitsnachmittag, doch ich machte mich ran, denn ich wollte noch etwas von dem wunderschönen Wetter haben.

Das schaffte ich dann auch, statt wie sonst in zackigem Marschtempo schlenderte ich erst zum Vollcorner, um unter anderem Zutaten für mein Abendessen zu kaufen, dann mit viel Gucken und Schnuppern nach Hause.

Magnolie in der Lessingstraße.

Am Beethovenplatz wurden die blühenden Zierkirschen gewürdigt.

Magnolien in der Nußbaumstraße.

Ärger über das framing der Boulevardpresse: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte entschieden, dass die Stadt München zu wenig tut, um den EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid einzuhalten, unsere Luft hier ist einfach zu schlecht. Dieselmotoren mit hohem Schadstoffausstoß dürfen jetzt voraussichtlich bald nicht mehr in die Stadt fahren.

Eigentlich sollte das Fahrverbot bereits im Oktober 2023 auf Dieselfahrzeuge der Norm Euro 5 ausgedehnt werden. So sah es ein Kompromiss vor, den die Stadt München mit DUH und VCD nach einer früheren Klage ausgehandelt hatte. Im vergangenen Herbst entschied sich der Stadtrat dann aber anders und beschloss, es erst einmal bei der ersten Stufe des Verbots zu belassen – obwohl die Grenzwerte nach wie vor nicht an allen Messstellen eingehalten wurden.

(Quelle)

Und wie macht die Boulevardpresse ihre Schlagzeilen? “Schlappe der Stadt vor Gericht”, “Diesel-Drama”, “Neue Fahrverbote”.

Ich sehe hier dasselbe Muster, mit dem die Klimakatastrophe populistisch behandelt wird: Als Problem geschildert werden nicht die lebensbedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels, sondern mögliche Einschränkungen durch Gegenmaßnahmen. Das halte ich für verantwortungslos.

Zu Hause erst mal Fenster und Balkontüren geöffnet, Wäsche aus der programmierten Maschine aufgehängt, eine Runde Yoga-Gymnastik geturnt (zum ersten Mal dieses Jahr noch bei Tageslicht), Wasser des wässernden Stockfischs erneuert. Dann kochte ich Fusseloni, rührte reichlich Joghurtsauce, schnippelte Gurke, rote Paprika, Kirschtomaten, Ruccola und vermischte das (kein Nudelsalat!). Ich aß alles auf. Und schob Schokolade hinterher. Ja, war zu viel, aber ich habe jeden Bissen genossen.

Nichts davon könnte ich oder würde ich nicht auch mit anwesendem Herrn Kaltmamsell tun, doch hin und wieder genieße ich diese andere Art des Entspanntseins, die ich nur allein erreiche.

Und dann ging ich NOCH früher ins Bett zum Lesen! Larissa Kikols Signed über ihre Recherche zu und Begegnungen mit illegalen Graffiti-Künstler*innen ist in einem Blog-Tonfall geschrieben, der mir sehr gut gefällt, und liest sich angenehm süffig.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 21. März 2024 – Arbeiten daheim mit Frühmorgenlauf

Freitag, 22. März 2024 um 6:18

Guter Nachtschlaf trotz offenem Fenster. Wobei mir einfällt: Zwar wecken mich in der Wohnung auf dieser Seite des Hauses seit drei Jahren öfter laute Menschen auf der Straße davor, dafür habe ich keine Nachbarn mehr, die mich mit ihrem rücksichtslosen Rollladen-RRRUMMMMS! mitten in der Nacht aus dem Bett werfen.

Wecker auf 15 Minuten früher: Ich wollte den Homeoffice-Tag zu dieser Jahreszeit mit frühem Sonnenaufgang für eine Laufrunde vor der Arbeit nutzen. Das klappte auch, ich wurde mit einer herrlichen, gut einstündigen Lauferei über Alten Südfriedhof und an der Isar bis Thalkirchen und zurück beschenkt.

Aussicht bei Laufbeginn mit schwer abschätzbarem Wetter, ich setzte vorsichtshalber eine Schirmmütze auf – gegen Regen oder Sonne.

Mit den Öffnungszeiten des Alten Südfriedhofs hatte ich mich etwas verschätzt: Zwar stand das Haupttor am Stephansplatz offen, doch die anderen Tore zum Verlassen des Friedhofs waren noch nächtlich verschlossen. Gerade als ich umdrehen und zurücklaufen wollte, fuhr der Sicherheitsdienst herbei und schloss das Tor des Durchgangs zum neuen Teil auf – ich konnte hinunter an den Westermühlbach laufen.

Interessant fand ich den Unterschied zwischen Hinweg vor sieben (nur eine weitere Läuferin, und die hatte einen Hund dabei) und Rückweg nach sieben (reichlich andere Läufer*innen).

Ich genoss das so sehr, dass ich gleich mal Morgenlaufpläne für die nächste Woche machte.

Zurück daheim schnelle Dusche, dann den Arbeitsrechner aufgeklappt.

Erst nach zehn begann es zu regnen, heftig und ausdauernd, ich hatte mit meinem Lauf Glück gehabt. Der restliche Tag spielte Aprilwetter.

Und dann wartete ich vergeblich auf die Heizungsablesung. Sie war für zwischen 11:30 und 13:30 Uhr angekündigt, irgendwann machte ich mir trotzdem meinen Mittagscappuccino, kurz vor eins trotzdem mein Mittagessen (gelbe Kiwi, Quark mit Joghurt und Birne). Um zwei ging ich sicherheitshalber runter zum Info-Zettel an der Haustür, ob ich mich vielleicht verlesen hatte.

Klappt übrigens nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause: Gegen blendende Sonne Rollladen herablassen -> Sonne verscheuchen. Einmal sogar mit Gewitter herbeirufen.

Die Kastanie vorm Haus gibt Pfötchen!

Es klingelte schließlich um halb vier – und der Besuch der Hausverwaltung mit Handwerker drehte sich dann gar nicht um die Heizungszähler, diese Kästchen können tatsächlich bereits nach Hause telefonieren: Angeguckt wurde die Wasseruhr in der Küche, die soll durch ein sendefähiges Modell ersetzt werden. Das sie für genau unseres allerdings nicht dabei hatten, es wird einen weiteren Termin brauchen.

Die letzten beiden Arbeitsstunden wurden dann noch wild, leider auf eine unangenehme und folgenreiche Weise. Ich musste aber pünktlich um fünf Schluss machen: Weil Herr Kaltmamsell anderweitig beschäftigt war, musste den Ernteanteil ich abholen. Das tat ich also (leider meldete sich beim Kistentragen der Kreuzschmerz besonders elendiglich), anschließend ging ich noch auf Einkäufe zum Edeka in der Sendlinger Straße. Dessen Sortiment ist wirklich besonders reich: Als ich in den Tiefkühltruhen nach Spinat suchte, entdeckte ich Hühnerklein – das ich zu Studienzeiten bevorzugt für Hühnerbrühe verwendet hatte, auch heute noch gerne täte, aber mittlerweile für verschwunden hielt.

Daheim Häuslichkeiten, dann eine Runde Yoga-Gymnastik, die hatte ich echt nötig. Herr Kaltmamsell verarbeitete zwei Drittel des Ernteanteils zu Ofengemüse: Schwarzen Rettich, Sellerie, Rote Bete, Lauch, Karotten. Ich steuerte Kräuterjoghurt bei (mit Petersilie und Kresse). Nachtisch Süßigkeiten.

Früh ins Bett zur nächsten Lektüre, eine Leihgabe von Neffe 1: Larissa Kikol, Signed.

§

Wieder ein Habe-ich-mir-nie-Gedanken-gemacht-aber-jetzt-wo-ich’s-lese-Moment: Alkoholkonsum, Alkoholismus und Krankenhausaufenthalte. Oder: Seien Sie besser ehrlich im Anästhesiegespräch. Wirklich ehrlich.
“‘Möchten Sie vielleicht ein Bier?'”.

via @narkosedoc

§

Maaaaaaannn! Jetzt wieder dieses Gezicke um gerechte Sprache! Den einzigen wirklich konstruktiven Vorschlag habe ich auf instragram gefunden (danke an alle Weiterleiter!). Das ganze fing ja an, weil einige Menschengruppen sich nicht mitgemeint fühlen. @fuchs.kirsten schlägt deshalb vor, dass Mädchen und Frauen diesem Gefühl von klein auf gegentrainieren.

die Kaltmamsell