Freitag war nochmal ein heftiger Arbeitstag.
Der Wetterumschwung, den ich für Donnerstagabend erwartet hatte, kam am Nachmittag: Dräuende Wolken, Unwetterwarnung, Temperatursturz. Auf dem Heimweg war es für meine kurzen Ärmel bereits deutlich zu frisch.

Herr Kaltmamsell hatte zum Nachtmahl aus Ernteanteil ein köstliches Spinat-Kartoffel-Curry mit Chapatis zubereitet.
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Am Samstagmorgen hatte sich das Wetter beruhigt, es war lediglich noch sehr kühl. Da ich keine Lust hatte zu bloggen, kam ich schon um neun zu meinem Isarlauf los:






Freitagabend hatte ich festgestellt, dass meine Bewegungs-App Moves nach dem donnerstäglichen Update nicht mehr funktionierte: Sie startete erst nach mehrfachen Versuchen, nur damit ich dann feststellte, dass meine Bewegungen nicht getrackt wurden. Das bestätigte sich auch nach Neuinstallation am Samstag: Moves kriegte nichts mehr mit und stürzte bei neun von zehn Startversuchen ab.
Also installierte ich doch Runtastic. Eine ganze Weile war ich damit beschäftigt herauszufinden, wo ich Meldungen und Benachrichtigungen ausschalte. Die Newsletterfunktion konnte ich erst nach den ersten erhaltenen wegklicken. Ich nehme an, dass ich wie bei Facebook erst über Wochen durch unerwünschte Mitteilungen auf die Spur ihrer Abmeldung komme.
Nach mittäglichem Frühstück ging ich in die Fußgängerzone für Einkäufe: Ich brauche zwei Paar Sandalen (ein Paar für Langstrecken – die alten sind eigentlich schon seit zwei Jahren nicht mehr vorzeigbar, ein Paar rote – die letztjährigen aus Brighton sind bereits kaputt), außerdem wollte ich mich nach einer wohlduftenden, edlen Körperlotion erkundigen. Doch ich kam nicht weit: Marienplatz und angrenzende Straßen waren für Fußballfans reserviert (das erklärte die Fußballspielerverkleidungen, die mir bereits auf dem Hinweg aufgefallen waren), ich hätte riesige Umwege laufen müssen, um zu den angestrebten Geschäften zu gelangen. Zähneknirschend verschob ich meine Einkäufe auf den freien Freitag, mein Groll auf das sensationell erfolgreiche Fußballmarketing der vergangenen 20 Jahre wuchs weiter.
Nachmittags so schnell wie möglich Eduardo Mendoza, Peter Schwaar (Übers.), Katzenkrieg ausgelesen – wieder ein Reinfall: Einerseits seitenweise ermüdende Darlegungen der politischen Lage in Madrid kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs (verbrämt als Unterhaltung zwischen den Beteiligten oder gleich als Reden in politischen Versammlung), andererseits eine Handlung, deren Melodramatik mit Gefühlen nur in Extremen den englischen Romancen des 18. Jahrhunderts Konkurrenz machte.
Da der Rosentag dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, zogen Herr Kaltmamsell und ich das Festessen dazu vor: Wir gingen ins Vinaiolo aus (die eigentlichen Wunschrestaurants waren bereits ausgebucht gewesen). Gut gegessen in schöner Umgebung.
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Sehr schöne Aktion, die auch mich ach so liberale weiße Großstädterin ihrer rassistischen Stereotypen überführt.
“These Profound Photos Masterfully Turn Racial Stereotypes On Their Head”.
Am falschesten sieht für mich das Fußpflegefoto aus – vielleicht weil es am ehesten mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun hat?
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Musik zum Sonntag – ich habe mich sehr gerne erinnert.
Legendäre Reime. 
die Kaltmamsell