Journal Montag/Dienstag, 6./7. Februar 2017 – Land unter

Mittwoch, 8. Februar 2017 um 5:50

Zwei sehr heftige Arbeitstage, die mich abends apathisch in die Wohnzimmerecke warfen.

Am gestrigen Dienstag schaffte ich vor Radeln ins Büro noch eine Runde auf dem Crosstrainer, da es sonst die ganze Woche schlecht aussieht mit Bewegung.
Nach Feierabend radelte ich in die Maxvorstadt zu Carta Pura: Mein aktuelles Mitschriftenbuch (ich bevorzuge in der Arbeit A4 mit festem Einband) ist fast voll, und da wirklich schöne Schreibwaren für mein Selbstwertgefühl ungefähr so wichtig sind wie gutes Englisch, gönnte ich mir ein neues von dort.

Zwar ist es unliniert und hat für meine Bedürfnisse zu wenige Seiten, doch ich konnte den Fischen nicht widerstehen.

Abend home alone. Die Reste des köstlichen Kichererbsen-Nudel-Gerichts vom Vorabend waren zum Abendbrot ideal, weil schnell essfertig – ich hatte tagsüber wenig gegessen und großen Hunger. Völlig erschöpft sehr früh ins Bett, nur die beim Heimkommen angeschaltete Waschmaschine hinderte mich daran, direkt nach der Tagesschau einzuschlafen.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 5. Februar 2017 – WMDEDGT

Montag, 6. Februar 2017 um 6:57

Am 5. des Monats will Frau Brüllen wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (WMDEDGT) Und weil heute keine Arbeit drin ist, darf ich das erzählen.

Um sechs nach unruhiger Nacht aufgewacht. Ungewöhnlicherweise war es Herr Kaltmamsell gewesen, der mitten in der Nacht nicht mehr hatte einschlafen können. Er war in sein Bett umgezogen, um mich mit seinem Wachsein nicht zu stören, doch in den Morgenstunden hielten auch mich Sorgenkreisel von richtigem Schlaf ab.

Milchkaffee für uns beide gemacht, währenddessen mein Bett abgezogen und damit und ein paar anderen weißen Schmutzwäschestücken die Waschmaschine gefüllt.

Gebloggt, dabei Kaffee getrunken und zwei Gläser Wasser. Vor dem Fenster drei Eichhörnchen um die Kastanien turnen sehen, Twitter hinterhergelesen. Gequietscht und gelacht über Melissa Mccarthy als Sean Spicer in Saturday Night Live.

https://youtu.be/UdbwKeKPUdo

(Eine bessere Version gibt es bei der New York Times, aber halt nicht für Deutsche.)

Waschmaschine ausgeräumt, ein Drittel des Inhalts in den Trockner geschoben, ein Drittel auf dem Wäscheständer aufgehängt, für das letzte Drittel Herrn Kaltmamsell mit Trockner-Instruktionen versorgt.

Sportrucksack gepackt, Teile der Sportkleidung bereits angezogen (Sportunterwäsche, -socken, -oberteil), mich Fahrrad-fertig gemacht; es war mild genug für Wollhandschuhe, die Ski-Fäustlinge brauche ich hoffentlich dieses Saison nicht mehr. Zum Sport an den Ostbahnhof geradelt. Eine grüne Ampelwelle brachte mich aus der Puste, weil ich vor dem Gebsattelstraßenberg keine Pause hatte.

Für die halbe Stunde Krafttraining in Kleingruppe hatte die Vorturnerin Zirkeltraining aufgebaut. Und sie hatte sich ein wenig auf das Durchschnittsalter der sechs Beteiligten eingestellt, die Woche zuvor war immer wieder eine mit “das kann ich nicht mehr” ausgestiegen (Knie, Kreuz). Ich mache mir immer wieder Gedanken, ob die Sportausbildung heutzutage etwas mehr den demografischen Wandel einkalkulieren sollte. Oder auch nur die Vielfalt an Körperformen – das frage ich mich bei so mancher Dehnübung, die mit viel Oberweite oder viel Bauch physikalisch unmöglich ist. Eine ideale Vorturnerin hätte dafür Alternativen im Angebot. Das Zirkeltraining machte viel Spaß – ich bilde mir ein, dass ich es auch zu Schulsportzeiten mochte, weil es etwas von Spiel hatte.

Eine Stunde Step-Aerobic. Wieder war der Saal ziemlich leer. Der Trainer, der im Herbst aufgehört hat, war sehr beliebt gewesen. Er hatte nicht nur souverän interessante und spaßige Choreografien aus dem Ärmel geschüttelt, sondern vor allem Spaß an der Bewegung und Humor ausgestrahlt (dass seine Figur mich an die von John Belushi in Blues Brothers erinnerte, hatte mich ohnehin zum Fan auf den ersten Blick gemacht). Seine Nachfolgerin ist durchaus gut, aber halt offensichtlich niemand, auf den man sich so freut, dass man am Sonntagvormittag einen widerstrebenden Arsch hoch kriegt.

Zügiges Duschen, Cremen, Haaretrocknen, Anziehen, Heimradeln: Ich hatte mich fürs Mittagessen verantwortlich erklärt (Herr Kaltmamsell hatte ein heftiges Korrekturwochenende). Ausnahmsweise gab es schon mittags warmes Essen, damit wir am späten Nachmittag ins Kino gehen konnten statt zu kochen. Ich verarbeitete alle verbliebenen Rüben aus dem Ernteanteil (Steckrüben, Pastinaken, Rote Bete, Kartoffeln) zu Ofengemüse, serviert mit Kräuterquark. Bis zum Servieren überbrückte ich den Hunger mit Jamón-Schnipseln und den Brokkoliresten vom Vorabend. Die Bettwäsche war mittlerweile trocken, ich überzog mein Bett damit.

Vögelchen auf dem Balkon beobachtet: Amseln, Kohl- und Blaumeisen. Als Herr Kaltmamsell rief: “Taubenalarm!”, versuchte ich ihn mit einem Hinweis auf das schillernde Gefieder für das Tier einzunehmen: “Eine Moiré-Taube!” Er: “Ja, wie eine Öllache.”

Während Herr Kaltmamsell die Wohnung mit dem Duft kochender Orangenmarmelade erfüllte, meldete ich weitere Blogposts an VG Wort. Noch ein Stündchen Wochenendzeitung gelesen, bevor wir die U-Bahn ins Kino nahmen (die Wochen vor der Oscarverleihung sind immer meine Kinowochen). Wir sahen Hidden Figures: Ein konventionell erzähltes Biopic, aber die Geschichte ist so interessant, dass mehr filmerischer Vordergrund wahrscheinlich gestört hätte. Und es war so viel Mathematik drin, von der ich keinen Piepston verstand, dass ich die Sachseite ernst nehmen konnte. Schauspielerinnen und Schauspieler durch die Bank gut, über die Ungereimtheiten in der Darstellung von Rassismus und Segregation konnte ich hinwegsehen: Ein Abteilungsleiter kann im Handstreich die Klo-Segregation auf einem ganzen Firmengelände aufheben, ohne dass er Wind von vorn bekommt? Und in welcher konstanten existenziellen Bedrohung von Weißen, vor allem der Polizei, Farbige damals lebten, wurde nur in der Eingangszene kurz angerissen. Spannender Film, Empfehlung.

Daheim gab es als Abendbrot aufgetaute Bagels mit Frischkäse, Lachs und Ernteanteil-Kresse, danach reichlich Süßigkeiten. Dazu lief im Fernsehen Ein süßer Fratz – Audrey Hepburn ist einfach zum Niederknien. Und ich entwickelte mit Glücksei-Unterstützung eine Generation Pokémon.

Vor Zähneputzen und Zahnseideln machte ich die Wohnung Putzmann-fertig: Herumliegendes Papier einsortieren (zum Teil), Sets und Servietten vom Esstisch verräumen, Töpfe und Bleche abspülen.

Im Bett verplöppelte ich mir die Ohren dann doch mit Wachs: Mindestens zwei Krähen diskutierten draußen sehr laut.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 4. Februar 2017 – Noch zu klein zum Schlachten

Sonntag, 5. Februar 2017 um 8:11

Der Newsletter des Ukulele Orchestra of Great Britain informierte mich über einen Konzerntermin in München im Februrar (Selbstbeschreibung: “The Ukulele Orchestra of Great Britain is a group of all-singing, all-strumming Ukulele players, using instruments bought with loose change, which believes that all genres of music are available for reinterpretation, as long as they are played on the Ukulele.”) Auch Herr Kaltmamsell hatte Lust darauf (möglicherweise sind die Ukes die einzigen Musiker, in deren Konzerte wir gehen), ich besorgte Karten.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie das Ukulele Orchestra of Great Britain nicht kennen: Dies ist ein guter Einstieg.

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https://youtu.be/FF0VaBxb27w

Dass am 2. Februar World Ukulele Day war, wussten Sie vermutlich auch nicht.

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Bereits in Laufkleidung ging ich Einkaufen auf dem Klenzemarkt. Geplant war ein Bratgockel, doch als ich am Stand des Konradhofs danach fragte, wurde mir beschieden: “Die sind noch zum klein zum Schlachten.” Oh, dann lassen wir sie auf jeden Fall noch ordentlich wachsen. Ich nahm statt dessen zwei Putenunterkeulen mit (hatte ich als Studentin wegen ihres geringen Preises für mich entdeckt, man muss sich halt beim Essen durch die vielen Sehnenstränge kämpfen).

Zum Laufen nahm ich die U-Bahn zum Odeonsplatz – die blöderweise auch die zum Fußballstadion ist. Als eine Gruppe Fußballfans beim Einsteigen plötzlich in Gebrüll ausbrach, erschrak ich so, dass ich zurückbrüllte.

Hin lief ich auf der Kanalseite der Isar, also östlich, auf dem Damm. Das ging sehr gut und nahezu matschfrei. Für den Rückweg kreuzte ich den Fluss – ein Fehler.

Ich lief immer wieder mitten in der Wiese, wo es noch am wenigsten matschig war. Übers Föhringer Wehr kehrte ich zurück auf die Ostseite.

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Am Nachmittag ein paar Stunden Blogposts bei der VG Wort gemeldet. Vor ein paar Wochen hatte ich die Nachricht bekommen, dass einige der mit Zählpixel versehenen Posts 2016 die Mindestzugriffszahl erreicht hätten, nun muss ich deren Überschrift und Inhalt ja noch in ein ein Online-Formular kopieren. Für jeden ein einzelner Eintrag. Wird mich noch einige Stunden mehr beschäftigen, lohnt sich aber finanziell.

Daneben bereitete ich Putenkeulen (mit Rosmarin und Knoblauch in Alufolie) und Brokkoli fürs Abendbrot zu.

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Nicht nur die Entwicklung der Küchenkultur sagt viel über die Gesellschaft aus, auch deren Inszenierung für Fotos. Hier ein ausführliches Interview mit jemandem, der die Rezeptfotografie mitbegründet hat:
“Pioniere der Food-Fotografie: Christian Teubner”.

WU: Dann kann man sagen, dass die Zeitschriften die Food-Fotografie maßgeblich voran getrieben haben und nicht, wie man vermuten könnte, die Kochbuchverlage.

CT: Ja. Aber das lag vor allem daran, dass sich das die Buchverlage auch noch gar nicht leisten konnten. Die Frage der Illustration war eine Frage der Druckkosten. Damals wurde das Meiste noch in schwarz-weiss gedruckt. Die „Hör Zu“ war eine der ersten Zeitschriften, die damals begonnen hatten, die Rezept-Seite mit entsprechendem Bild farbig zu drucken: Und zwar als einzige Seite, neben der für die Mode!

via @ankegroner

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 3. Februar 2017 – Vielleicht kann ich Shoppen ja doch

Samstag, 4. Februar 2017 um 9:41

Wunderschöner Morgenhimmel auf meinem Weg in die Arbeit.

Nach Feierabend mit rauchendem Kopf einige Einkäufe erledigt:
– dicke braune Strumpfhose (und bei der Gelegenheit wieder einige Strumpfhosen-Abartigkeiten aus der Sonderangebotskiste, die mir garantiert as G’schau einbringen werden)
– nach Jahren mal wieder einen Lippenstift, weil Joël mich gar zu neugierig gemacht hatte (wer einen Maskenbildner liest, kommt irgendwann in Schminke um, oder?)
Schwarztee vom Handelskontor Bremen, den ich am Bremer Bahnhof gekauft hatte und der mir sehr gut schmeckt – in Bremen hatte man mich auf den Laden unterm Stachus hingewiesen
– Obst und Milchprodukte im Biosupermarkt

Herr Kaltmamsell machte zum Abendbrot Dampfnudeln, wie er sie von daheim kennt: Nicht auf Kartoffelscheiben und Wasser gesetzt (so hat meine polnische Oma sie mir beigebracht), sondern auf Butter, Wasser und Milch, um eine Kruste zu erzeugen.

Die Kruste sieht man hier natürlich nicht, sie schmeckte tatsächlich sehr gut.

Dazu amüsierten wir uns über die konzertierte Aktion europäischer Late Night Shows, die sich über Trumps “America first” lustig macht:
“Who wants to be second”.

Die Erklärung dazu gibt’s um den deutschen Beitrag von Jan Böhmermann herum:

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https://youtu.be/WcH9eWBs9fw
die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 2. Februar 2017 – Altersangemessenheiten

Freitag, 3. Februar 2017 um 6:54

Morgens das erste Amselflöten der Saison gehört.

Nach Feierabend Bewerbungsfotos machen lassen – ja, ich weiß: schon wieder ein Aufstehen, Krönchen richten statt liegen bleiben, Kekse essen. Die von vor vier Jahren sehen veraltet aus. Nicht nur daran merke ich, dass mein Aussehen in jüngster Zeit einen Alterungssprung gemacht hat. Nachdem ich etwa zehn Jahre ungefähr gleich alt aussah, sehe ich jetzt schlagartig nach Mitte 50 aus. Ich verlasse die Phase “in den besten Jahren”, was völlig in Ordnung ist. Zumal ich mich planmäßig an die parallele Steigerung von Exzentrik halte (goldene Schuhe, Schuhe mit Leuchtsohlen).

Ich war auch dieses Mal bei blende 11 in Haidhausen und bin hoch zufrieden, sowohl mit Beratung als auch mit Ergebnis.

Nach Hause ging ich von dort zu Fuß durch die letzte Abenddämmerung.

Ich nahm einen kleinen Umweg, um Herrn Kaltmamsell ein Primeltöpfchen für seinen Schreibtisch mitzubringen.

§

Apropos Altersphasen: Hier eine weitere detaillierte (und sehr lustige) Schilderung der Wechseljahre, nichts für zart Besaitete.
“Kontinentalplattenverschiebung”.

via @claudine

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Das tägliche “Was hat er jetzt wieder angerichtet?” hört nicht auf. Deshalb interessant, wenn auch sehr spezifisch amerikanisch:
“A Yale history professor’s powerful, 20-point guide to defending democracy under a Trump presidency”.

Kurzfassung:

1. Do not obey in advance.

2. Defend an institution.

3. Recall professional ethics.

4. When listening to politicians, distinguish certain words.

5. Be calm when the unthinkable arrives.

6. Be kind to our language.

7. Stand out.

8. Believe in truth.

9. Investigate.

10. Practice corporeal politics.

11. Make eye contact and small talk.

12. Take responsibility for the face of the world.

13. Hinder the one-party state.

14. Give regularly to good causes, if you can.

15. Establish a private life.

16. Learn from others in other countries.

17. Watch out for the paramilitaries.

18. Be reflective if you must be armed.

19. Be as courageous as you can.

20. Be a patriot.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 1. Februar 2017 – Beifang aus dem Internet

Donnerstag, 2. Februar 2017 um 7:00

Hurra, den ersten Monat des Jahres haben wir also geschafft.
Es blieb mild mit Regenneigung, ich legte aber alle Draußenwege trocken zurück.

Ich ertappte mich dabei, dass ich zumindest ein bisschen anfällig bin für Kalendersprüche.

Genau das: Mein ständiges Mich-selbst-hochreißen, immer weiter, immer nach vorne, bloß keine Müdigkeit voretc. pp. Das könnte ich gerne stoppen. Etwas wirklich Brauchbares bringe ich eh nicht zustande – muss ich auch nicht. Warum kann ich nicht einfach aufhören, mir und der Welt vorzuspielen, dass ich es zumindest versuche? Weil ich die Hoffnung nicht loslassen kann, dass aus Versehen doch mal etwas Großartiges dabei rauskommt?

§

Frau Brüllen erzählt, wie sie in ihrem Arbeitsumfeld dann doch an Geschlechterstereotypisierung geriet – und wie sie damit umgeht.
“Ich weiß doch auch nicht”.

§

Nach meinem Besuch im Fashion Museum in Bath hatten wir ja bei Twitter über die Gründe diskutiert, die zur Ausstellung fast ausschließlich zierlicher Kleidergrößen geführt haben mochten. Michelle Millar Fisher und Stephanie Kramer haben sich mit den Modehistorikerinnen Lauren Downing Peters und Clare Sauro genau darüber unterhalten:
“Talking About Plus-Size Fashion”.

via @ankegroener

Indeed, it is exceedingly rare to encounter museum archives that have had the foresight, resources, and space to conserve plus-size dress.

(..)

With exhibition there is a distinct bias towards the “ideal” and a preference for smaller garments that will fit a mannequin with little fuss. Padding out a form to fit a larger garment is time consuming and must be done carefully to avoid a lumpy, “stuffed” appearance. Most curators, myself included, will choose the garment that is easy to dress when faced with two equal options. This curatorial bias leads to a skewed sense of history in exhibitions. Seeing is believing, and the existing clothes on display are usually tiny!

(…)

However, it is also important to note the higher survival rate of smaller-sized garments. In the past, when garments were largely custom-made, larger garments could be passed along to a larger pool of recipients and remade.

(…)

It should also be said that plus-size fashion is, in many ways, inherently mass-manufactured fashion, or an industry defined by mass-market brands like Lane Bryant. Said differently, there are few high fashion or couture designers who have created garments for larger women, and therefore it is reasonable to see why museums would pass over plus-size dress: as objects, plus-size garments tend not to be exceptional. Rather, they are typically quite conformist and poorly made

§

Das Photo zweier Kinder, die auf den Schultern ihrer Väter am Chicagoer Flughafen gegen Trumps Muslim ban demonstrieren – eines mit Hijab, eines mit Kippa – wurde schnell zum Symbol für die vereinende Kraft des Protest. CNN schreibt die Geschichte dahinter und wie sie weiterging:
“Two children, two faiths, one message”.

§

Fürs Süddeutsche Magazin erzählt Michalis Pantelouris von seinen Gefühlen, als er nach der Trennung von seiner langjährigen Partnerin wieder mit einer Frau Sex hatte. Er erkennt:
“Ich suche keinen Typ Frau. Ich suche einen Typ Nähe.”

Das fand ich sehr berührend beobachtet, und wahrscheinlich geht es den meisten Menschen so.

§

Ebenfalls bewegend und unglaublich spannend fand ich dieses Dokumentarfilmchen, das gestern in meiner Timeline herumgereicht wurde:
“Ten Meter Tower”.

Die Filmer hatte Menschen aufgenommen, die zum ersten Mal vom Zehn-Meter-Brett springen. Oder nicht. Oder doch.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 31. Januar 2017 – Regen

Mittwoch, 1. Februar 2017 um 6:38

Über die milden Temperaturen freute ich mich, mit einem kompletten Regentag hatte ich aber vorerst nicht gerechnet. Schon nach dem Weg zum Sportstudio war ich frühmorgens recht nass (feuchte Kleidung in den Spind zu hängen, ist sehr unangenehm). Spaß beim Heben.

Gutes Gefühl zu erleben, wie schnell und wendig ich in Arbeitsdingen immer noch sein kann – es war wie zu besten Zeiten.

Abends war ich in Untergiesing verabredet und ging zu Fuß, der Sprühregen machte meine Brille schnell unnütz.

Bavariapark

Nachts auf dem Heimweg hatten sich die Regentropfen in Matschflocken verwandelt.

die Kaltmamsell