Englandurlaub 2006 – Tag 3
Sonntag, 13. August 2006Gerade in den allerfeinsten Restaurants wünsche ich mir von der Dessertkarte, dass sie mir das Allerbesonderste anbietet: reifes Obst, exakter reif geerntetes Obst. Ich träume davon, dass da einfach stünde: „italienischer Pfirsich“, „Aprikosen vom Lago Maggiore“, „tiroler Biobirne“, „mallorquinische Orange“, „kanarische Bananen“. Ahnt denn kein Küchenchef, welche Freude er seinen Gästen damit machen könnte?

In England gibt es mindestens eine Supermarktkette, nämlich Waitrose, die diesem Wunsch entgegen kommt. Eigentlich ist reifes Obst dem Lebensmittelhändler ein Gräuel: Es ist empfindlich, schwer zu handhaben, und es verdirbt schnell. Deswegen wird die Obstserie „Perfectly Ripe“ bei Waitrose auch in fruchtschonenden Plastikbehältern angeboten und kostet mehr. Aber welch ein Genuss! Die Nektarinen auf dem Foto waren köstlich, die Paraguayas davor (Wie heißen diese weißfleischigen Flachpfirsiche mit kleinem Stein auf Deutsch? Ich kannte sie vorher nur aus Spanien.) schmeckten wie eben in der Abendsonne geerntet.









