Und sonst so – dieser Tage

Freitag, 7. September 2012 um 8:38

Gegessen

Auberginen nach Ottolenghi:

Salzburger Nockerl (Beginn einer Testreihe des Mitbewohners):

Matchalatte zum Montagsfrühstück im Café Ignaz (wo mich eine Bekanntschaft aus Augsburg von vor 20 Jahren und damit aus einem vorvorvorigen Leben bekellnerte – eine seltsame Begegnung):

Schweinshaxe im Regensburger Spitalgarten (der Mitbewohner hatte gebackene Milzwurst):

Coca de verdura (überraschend köstlich; hier das Rezept)

Gelesen

Sehr empfehlen kann ich Irina Liebmann, Stille Mitte von Berlin, und zwar wegen des Textes zu den Bildern. Sie erzählt nämlich, welchen Charakter die fotografierten Straßenzüge Anfang der 80er hatten und wie sie sich auf die Suche nach ihrer Geschichte machte, in Archiven und in Gesprächen mit den alten Bewohnerinnen. In diesem Fall sagten die tausend Worte erheblich mehr als die Bilder.

Und dann Stevan Pauls wunderschönes neues Buch Schlaraffenland. So liebevoll und aufwendig gemachte Bücher werde ich immer auf Papier und als Druckobjekt haben wollen: Die Typo, geprägter Titel, stilsicherer Einsatz von Farbe, der Satzspiegel, ein Lesebändchen – ganz, ganz bezaubernd. Und Stevans Geschichten sind herrlich. Sein erzähltechnisches Können hat sich seit seinem bereits sehr lesenswerten Erstling deutlich weiterentwickelt, vor allem das indirekte Erzählen, das ein noch besseres Setzen von Pointen ermöglicht. Die Rezepte mochte ich umgehend nachkochen. (Die falsche Zubereitungszeit auf S. 103 bessern wir aber in der zweiten Auflage aus, ja?)
Meine mit Abstand liebste Geschichte: “Mit Herrn Wilhelm durch die Nacht”.
Und nun freue ich mich auf die Lesung am 25. Oktober in München.

Gesehen

Regensburg in spätsommerlichem Wetter (München war tagelang bedeckt und düster):

Gedacht

(Und: Öffentlich als Lieblingsblog bezeichnet zu werden, hat fei schon Wirkung. Danke, Señora @habichthorn.)

die Kaltmamsell

5 mal Beifall zu “Und sonst so – dieser Tage”

  1. katha meint:

    es scheint, als müssten wir eine herr-wilhelm-fangruppe gründen.

  2. Lorelei meint:

    Die eigenen Gedanken per Twitter Revue passieren zu lassen, ist eine sehr schöne Idee. Die muss ich unter Umständen mal klauen.

  3. Sebastian meint:

    Dieser Eintrag gefällt mir ganz besonders gut. Fast schon ein kleines Magazin. Oder bin ich einfach nur vom Internet verdorben und giere nach Bildern, Links, Filmen, Tweets alles auf einmal statt auf das gute alte lange Schwarz auf Weiß für die Langzeitaufmerksamkeit? Die Mischung macht’s wohl.

    Habe gestern Stevan zum ersten Mal hier lesen hören, http://www.erlesen.tv/stevan-paul-schlaraffenland/ (das verlinken geht einfach nicht hier bei mir) weil da ist ja immer was, wenn er in München ist, auch am 25.10. Wir werden ihn dann halt einfach im Frühjahr zu uns holen. Denn das ist sensationell, was er da macht. Und die Geschichte wunderschön. Besorg mir das gleich.

  4. kid37 meint:

    Die Diskussion unter jetzt.de ist wirklich… schmerzlich.

  5. Huflaikhan meint:

    Ich erinnere mich dunkel. Den Schwinsbraten hätte man aber schon ein bisschen hübscher anrichten können. Tut mir leid.

Kommentare mit erlogener E-Mail-Adresse gelten hier als unredlich und werden hin und wieder gelöscht.

XHTML: Folgende HTML-Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

 

 

Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.