Damoklesschwert Automobilindustrie

Mittwoch, 5. April 2017 um 9:44

Zeit online veröffentlicht einen Gastbeitrag
„Verkehrspolitik:
Autos in den Städten sind so was von gestern“

Und ich ertappe mich mal wieder beim fuchtelnden Ganzkörperlesen vor lauter Zustimmung.

Wie fast alle (und in den vergangenen Monaten immer häufigere) Artikel dieser Art unterschlägt auch dieser einen zentralen Aspekt: Dänemark, das mit Kopenhagen immer als Vorbild für Fahrradstädte angeführt wird, hält die Bürgerinnen und Bürger mit astronomischer Besteuerung aktiv vom Autokauf ab (180 % des Kaufpreises, ein Pkw wird in Dänemark als Luxusgut eingestuft – das entspricht meiner Sicht). Auch wenn ich keine Volkswirtschaftlerin bin, sehe ich einen engen Zusammenhang mit dem Umstand, dass Dänemark nicht von der Automobilindustrie lebt. In Deutschland ist beides umgekehrt: Deutschland lebt so sehr von der Automobilindustrie, dass es sogar ein Regierungsprogramm mit massiver finanzieller Förderung gab, nicht mehr neue Autos zu Schrott zu erklären und frische zu kaufen (wieso scheint sich niemand mehr an die Abwrackprämie von 2009 zu erinnern?). Darin liegt das ganze Verhängnis.

Nur kurz und zur Sicherheit: Ich sehe sehr wohl ein, dass es Menschen gibt, für die ein eigenes Auto die vernünftigste Art der Mobilität ist, zum Beispiel, weil sie abgelegen wohnen – und die Jahrzehnte-lange Konzentration auf die Automobilindustrie hat dazu geführt, dass man heutzutage schon sehr schnell abgelegen wohnt. Allerdings bekäme ich gerne mal ausgerechnet, wie groß ihr Anteil an Autobesitzern ist.

Die zentrale Rolle von Individualverkehr auf der Basis von Autos für die Mobilität wurde in Deutschland nicht hinterfragt (und wenn: „Aber die Arbeitsplätze!“ würgte jede Diskussion ab). So entwickelten sich Zirkelmechanismen:
– Jeder will ein schickes Auto, wie es die Werbung anpreist. Damit ist das Einkaufen in zentralen Riesenmärkten viel praktischer als in kleinen Läden. Also sterben die kleinen, nahen Läden, zum Einkaufen braucht man ein Auto, denn in vielen Gegenden gibt es nur noch Großsupermärkte weit außerhalb.
– Jeder will im eigenen schicken Auto, mindestens so schick wie das vom Nachbarn, aus der Vorstadt / vom Dorf in die Stadt. Der Öffentliche Nahverkehr wird nicht mehr genutzt und mangels Rentabilität eingestellt. Also braucht man ein Auto, um aus der Vorstadt / aus dem Dorf rauszukommen.
Der Siegeszug des Pkw in Deutschland ist der größte Marketingerfolg der Geschichte (übertroffen höchstens von dem des Christentums), die Liebe zum Auto ist Stoff für unzählige Deutschen-Karrikaturen. Ich diagnostiziere da durchaus eine Form der Gehirnwäsche, Symptom: Die Entgeisterung, mit der die Medien auf den VW-Abgasskandal reagierten. „Wie? Automobilhersteller könnten die Bösen sein?!“

Oh ja, das sind schon lange die Bösen. Schaun wir uns doch die jetzt gesetzlich erzwungene Zukunft Elektromobilität an (ich empfehle den ausführlichen Artikel „Die Autowende“ aus dem stern vom 30.3.2017, den ich leider nicht online finde):
So ein Elektroantrieb ist bocksimpel, den könnte sogar ich nachbauen (fast). Das bedeutet unter anderem: Der Großteil der Herstellungsschritte eines Autos mit Verbrennungsmotor inklusive Zulieferindustrie verschwindet ersatzlos, zudem werden fast alle Autowerkstätten überflüssig.

Die Automobilindustrie weist seit 20 Jahren achselzuckend darauf, dass Elektroautos doch eh niemand will und sorgt selbst dafür, dass das so bleibt: Indem sie keine Fahrzeuge plus Infrastruktur anbietet, die jemand wollen könnte. Statt dessen macht sie weltweit Reibach mit immer größeren und komplexeren Automodellen, die auf Verbrennungsmotoren setzen.

Mir ist schon klar, dass die Hauptaufgabe von Automobilkonzernen ist, ihren Anteilseignern Gewinne zu verschaffen. Dass sie zwar Nachhaltigkeitsberichte und -programme (ja, in genau dieser Reihenfolge) auflegen müssen, weil sie dazu gesetzlich und fürs Image gezwungen sind, tatsächlich ihnen Gesellschaft und die langfristige Zukunft der Menschheit egal sind. Obwohl es eigentlich im eigenen Interesse gewesen wäre, frühzeitig entschieden in Alternativen zur Mobilität per Verbrennungsmotor zu investieren.
Die Taktik war offensichtlich:
– Wir verkaufen den Leuten so lange es geht immer größere, teurere Benziner und Diesel und investieren massiv in entsprechendes Marketing.
– Wir stecken an Gewinnen ein, was nur irgendwie geht (und freuen uns über die Chancen auf den Märkten in Asien, auch wenn die vor lauter Luftverschmutzung nicht mehr die Hand vor Augen sehen).
– Wir sorgen in Brüssel und Berlin dafür, dass uns die Gesetzgebung das so lange wie möglich ermöglicht, unter anderem dass sie nicht unangenehm an Abgas- und Verbrauchsgrenzwerten dreht.
– Wenn das nicht mehr geht, weil die Gesetzgebung uns einen Riegel vorschiebt und wir umstrukturieren müssen inklusive Entlassungen (damit wir weiterhin Gewinn machen siehe oben Hauptaufgabe) – ja dann sollen doch auch bitte die bösen Gesetzgeber dafür aufkommen, also der Staat also wir alle.
Das halte ich für unanständig und schädlich.

die Kaltmamsell

25 mal Beifall zu “Damoklesschwert Automobilindustrie”

  1. Heidi meint:

    Aus Daimler-Land gibt’s noch zu vermelden, dass der Ölmagnaten-Aktionsärsbestand sich auch nicht unerheblich auf die Produktentwicklung auswirkt. Das hat augenscheinlich noch keiner betrachtet.

  2. Elfe meint:

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    Genau!

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  3. Sammelmappe meint:

    Unanständig ist das richtige Wort dafür.
    Sobald das Wort „Auto“ ins Spiel kommt, geht es aber auch um Emotionen. Die kochen hoch und über, halten sich aber für rational. Lustig zu beobachten, schädlich für Mensch und Natur.

  4. jongleurin meint:

    Ich habe just 3 Aktien eines Elektroauto-Herstellers gekauft (meine ersten Aktien!), und die gehen enorm durch die Decke, so kursmäßig. Daher bin ich da in jeder Hinsicht hoffnungsfroh.

  5. Kristin meint:

    Ich würde gerne auf das Auto verzichten, sofern der Wohnraum innerstädtisch bezahlbar wird und/oder die Außenbezirke besser an das ÖPNV-Netz angeschlossen werden. Für den Weg zur Arbeit (knapp 35 km einfach) muss ich 3 mal umsteigen und bin 1,5 Std. unterwegs, sofern es gut läuft. Mit dem Auto dann 30 min. Es ist leider alles nicht so einfach umzusetzen.

  6. iv meint:

    Große Zustimmung.
    Anekdötchen dazu: Ich wuchs in einem kleinen Dorf zehn Kilometer ausserhalb der nächsten Kreisstadt und 80 km von München entfernt auf. Dort war es de facto Grundvoraussetzung zur Erlangung des Abiturs, erst einmal einen Führerschein zu machen, anders wäre man ab Beginn des Oberstufenstundenplans nicht zur Schule gekommen, der einzige Bus fuhr um 13 Uhr. Das war im Jahr 2000 (bzw. musste ich 1998 den Führerschein machen), und ist heute wohl kaum anders.
    Dass dann junge Fahranfänger auch überall sonst (Kino, Disco, Schwimmbad) fast ausschließlich mit dem Auto hinkamen, oft in kleinen Gruppen, oft in Autos, die gerade noch so durch den TÜV gerutscht waren, steht auf einem anderen Blatt (bzw. eigentlich doch auf dem selben). Ich erinnere mich für die letzten drei Jahre meiner Schulzeit an 6 Verkehrstote in meinem oder benachbarten Jahrgängen. Strukturell hinterfragt hat das keiner, das erste Auto war für jede/n ein großer Feiertag.

  7. Croco meint:

    Dem stimme ich zu: in der Stadt braucht man kein Auto. Ich bin in einem kleinen Städtchen aufgewachsen, in dem alle Geschäfte fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichbar waren. In dieser Hinsicht war es ein Idyll. Mein Radius war riesig. Damit war Schluss, als meine Eltern romantisch wurden und auf’s Dorf zogen. Meine Beweglichkeit wurde schlagartig eingeschränkt. Die gute Aussicht und die Ruhe waren hart erkauft.
    Heute lebe ich wieder auf dem Dorf. Es ist wie damals: Schulbus und nix. Die Jugendlichen machen Frühführerschein und in der Abizeitung gibt es eine Rubrik der teuersten Unfälle des Jahrgangs.
    Sobald Elektroautos erschwinglich sind, werden wir eines anschaffen. Eine „Tankstelle“ am Bahnhof der Kreisstadt gibt es schon.

  8. Sigrid meint:

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    Made my day

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  9. Sigrid meint:

    Diesem Post ist nicht hinzuzufügen.
    Auch wenn ich jeden morgen mit dem Auto zum Zug oder gleich dirket in die Arbeit fahre.

  10. sabine meint:

    diesen Beitrag im fuchtelnden Ganzkörperlesemodus sehr gemocht. Liebe Grüße aus der Nachbarschaft :)

  11. kelef meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Made my day

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  12. EintreuerLeser meint:

    Selten so gut in Worte gefasst, was ich dauernd denke. Das nächste wird ein Elektrisches aus Übersee, ha!

  13. Joe meint:

    Ein Problem bleibt ungelöst, und selten hinterfragt. Wenn sich die Autodichet in den Städten halbieren würde, und der verbleibende Rest alles Elektroautos wären. Wer soll denn die Ladeinfrastruktur aufbauen? Nachst um 2 weckt dann eine App: „Hallo lieber Elektromobilist, die Ladesäule an der Ecke ist gerade frei geworden, du kannst dein Auto hinfahren“.

  14. Stefan meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Genau!

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  15. die Kaltmamsell meint:

    Jemand, Joe, der heute schon viel weiter wäre, würde er nicht erst jetzt darüber nachdenken. Die gute Nachricht: Es gibt bereits viel Forschung im Bereich Induktives Laden / Parkhäuser mit Lademöglichkeit an jedem Parkplatz / Batterietausch statt -aufladen. (Was alles schon viel weiter sein könnte. *fuchtel*)

  16. Christine meint:

    Meine jetzige Wohnung ist damals so ausgesucht worden, dass ich mit dem Rad ins Büro fahren kann. Leider hat sich das Büro inzwischen verlegt, so dass ich nun doch wieder mit dem Auto fahren muss. ÖPNV ist aus Gründen keine Alternative. Immerhin hintergehe ich das System insofern, dass ich ein Auto fahre, dass mich vor drei Jahren 1250€ in der Anschaffung gekostet hat.
    Zwischendurch hatte ich mal überlegt, in die Stadt, in der mein neues Büro liegt, zu ziehen. Aber dort sind die Mieten und Kaufpreise wesentlich teuerer. Dafür kann ich lange pendeln. In der Mitte will ich nicht wohnen, weil ich möchte, dass meine Tochter möglichst autark zur Schule kommt und Freizeitmöglichkeiten erreichen kann. Als Vollzeit arbeitende Mutter habe ich leider keine Gelegenheit sie vom Ballett zum Blockflötenunterricht zu fahren.

    Ansonsten denke ich, dass die Verfügbarkeit von Carsharing hoffentlich stark zunimmt. Insbesondere Elektrofahrzeuge. Oder Konzepte wie UBER, die einen eigenen PKW in vielen Fällen überflüssig macht.
    Aber es ist schon richtig: Deutschland ist Ingenieurland. Um ein Auto mit Verbrennungsmotor zu bauen, braucht man viele Ingenieure. Ein Elektroauto hat per se die bessere Straßenlage, weil der Akku den Schwerpunkt so unendlich tief legt. Auch alle weitere Technik ist vergleichsweise einfach. Bin gespannt, wie die Entwicklung der Akkus in den kommenden Jahren weiter geht.
    Irgendwann wird man auf unser Jahrhundert schmunzelnd zurückblicken, weil man dort für Individualverkehr alles Benzin verbrannt hat.

  17. Marion meint:

    Durchaus richtig, von jemanden der zentral wohnt und physisch mobil ist. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel noch bei weitem nicht genügend auf Rollstuhl/Rollator ausgerichtet. Ebenso wenig wie die Zubringer zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn man aus dem Umland kommt.
    Würde mich aber auch freuen, wenn dies einmal anders werden würde.
    Danke für den Bericht.

  18. Micha meint:

    Gut gebrüllt, Löwe!
    Um noch ein weiteres Stichwort in den Ring zu werfen: die Steuereinnahmen über den Kraftstoff. Wie groß ist das Interesse eines Staates, eine seiner fettesten Kühe in Zukunft weniger zu melken?

  19. arboretum meint:

    Parkhäuser mit Lademöglichkeiten an jedem Parkplatz sind nett, nützen nur den Laternenparkern wenig. Es gibt nicht überall Parkhäuser und es passen auch nicht genug Autos hinein. Abgesehen davon gibt es auch immer noch Parkhäuser, die nachts, sonn- und feiertags geschlossen haben.

    Batterietausch statt -laden scheiterte meines Wissens an einem einheitlichen Standard. Es soll auch mal die Idee gegeben haben, McDonald’s dafür zu gewinnen, an den Drive-Ins Ladestationen zu installieren – ein bundesweites Netz hätte der Konzern ja – aber der wollte dann doch nicht.

    Opel forschte schon vor 15 Jahren an einem Brennstoffzellenantrieb, ich weiß aber nicht, wie weit das gediehen ist. Daimler hatte von1994 bis 2010 eine Milliarde in die Entwicklung gesteckt. BMW ist zwischenzeitlich mal aus der Forschung ausgestiegen, will aber ab 2021 Brennstoffzellen-Autos anbieten. Daimler will sogar schon dieses Jahr ein Brennstoffzellen-Auto als Hybrid auf den Markt bringen. BMW, Daimler, Linde und zehn weitere Unternehmen haben sich kürzlich zum Hydrogen Council zusammengeschlossen.

    Toyota und Hyundai haben bereits Brennstoffzellen-Autos in Serie. Aber auch beim Brennstoffzellen-Auto ist das Tankstellennetz bislang noch ein Problem.

    Ich habe mich vorgestern Abend gerade mit einem Freund aus der Branche darüber unterhalten. Er meinte, momentan setzen die Hersteller auf Hybridmotoren. Er rechnet aber eher damit, dass sich Elektroautos aufgrund der geringeren Reichweiten nur in der Stadt durchsetzen können, und daher künftig doch die Brennstoffzellentechnik das Rennen macht.

  20. Antje meint:

    Da E-Autos auch nicht weniger Platz brauchen als solche mit Verbrennungsmotor lösen sie auch nicht das Problem der Städte. Sowohl für fließenden wie ruhenden ist das unwirtschaftlich und ineffektiv.

  21. Georg meint:

    Sehr schöne Analyse!
    In einem Punkt möchte ich aber widersprechen: Auch wenn das Prinzip des E-Antriebs sehr einfach ist, sind die kompletten Autos trotzdem recht kompliziert. In der Batterie- und Ladetechnik steckt sehr viel Know-How, und um die letzten Promille an Wirkunsgrad aus den Motoren herauszuholen, wird großer Aufwand betrieben. Es spricht auch viel dafür, dass sehr viel im Bereich Assistenzsysteme und Vernetzung bis hin zum autonomen Fahren passieren wird. Natürlich sind dafür ganz andere Talente gefragt als bei der Verbrennungsmotorenentwicklung, und möglicherweise sind die großen Autohersteller in 20 Jahren ganz andere Firmen als heute, und die heutigen big player sind verschwunden.
    Wenn ich mir so anschaue, wozu unser Auto in den letzten Jahren in der Werkstatt war, dann sind da eigentlich nur Öl-, Zündkerzen- und Luftfilterwechsel verbrennerspezifisch. Die anderen Arbeiten (neue Reifen, Bremsen, Stoßdämpfer, gebrochene Feder, Karosseriearbeiten) wären bei einem E-Mobil genauso angefallen. Ich glaube nicht, dass Autowerkstätten im ganz großen Stil überflüssig werden.
    Der größte Blödsinn ist die ganze Berufspendelei, wenn man die mal deutlich reduzieren könnte, würde ein großer Teil der privaten Autos überflüssig (unseres auch). Nur finden Sie mal zwei Stellen in Fahrradentfernung voneinander, wenn beides keine 08/15-Berufe sind…

  22. Sandra Wiegard meint:

    Eines unserer vielen Probleme ist, dass wir nicht aus unseren Denkmustern können. Elektroautos?
    Dann brauchen wir ja ein Netz von Tankstellen mit Steckdosen! Ich glaube nicht.

    Ein E-Motor ist nicht nur ein anderer Antrieb. Noch mag es an Lademöglichkeiten mangeln, aber durch die Energiewende und die gleichzeitige Entwicklung der führerlosen Wagen bin ich überzeugt, dass der Quatsch, jeder hat ein Auto, das auch stehend 23 Stunden pro Tag unseren öffentlichem Raum verstopft, zu einem Ende kommen wird. Die Leute werden teilen, nicht weil sie auf einmal alle Kommunisten geworden sind, sondern weil erfolgversprechende Geschäftsmodelle ihnen eine attraktive Bequemlichkeit bieten.

    Es wird nicht die Bundesnetzagentur mit einem Infrastrukturplan sein, sondern Tesla, Uber, Apple und Google, die die deutschen Automobilbauer mit simplen umsetzungsreifen Ideen vor sich hertreiben. Und ich stell mir das alles einfach großartig vor, die Städte werden wieder Platz haben, nicht mehr stinken, viel leiser und grün sein! Ich frage mich, was wir mit den ganzen leerstehenden Tiefgaragen machen. Indoor-Spielplätze? Schwimmbäder? Und ich denke darüber nach, eine Türmchenwohnung an einem viel zu stark befahrenen Platz zu kaufen, an dem es sich in der Zukunft aber wunderbar leben lässt.

    Die Elektrifizierung wird mehr ändern als den Antrieb von Autos. Manche sagen sogar, dass Strom nichts mehr kosten wird, und überlegt mal, was sich dadurch schon wieder alles ändert! Und dadurch!

    Hier ein augenöffnender Vortrag von Dirk Baranek auf der letzten Republica:
    https://youtu.be/TOJhOq-8KJA

  23. Buchfink meint:

    Mir konnte noch niemand erklären, woher all der Strom in die Steckdosen kommt, mit dem wir die zukünftigen Elektroautos laden sollen. Brauchen wir dann wieder neue Atomkraftwerke?

  24. die Kaltmamsell meint:

    Wichtig finde ich, Buchfink, dass der Strom für die (hoffentlich deutlich weniger) Elektroautos aus allen möglichen Quellen kommen kann, auch aus regenerativen. Zum Beispiel von den Solarpanels auf dem eigenen Haus.
    Beim Verbrennungsmotor wird zwar zum Teil Biodiesel verwendet, aber das ist die einzig mögliche regenerative Quelle.
    Ob genug Strom produzierbar ist, um weltweit alle Pkw 1:1 elektrisch zu betreiben, bezweifle ich. Deshalb stimme ich Sandra Wiegand zu: Wir können nicht mit den bisherigen Denkmustern weitermachen.

    (Ich muss sehr an die Diskussion traditioneller Medien über die Vermarktung von Online-Inhalten denken. Auch hier scheitert eine Lösung an der 1:1-Übertragung bisheriger Print-Mechanismen aufs Online-Geschäft.)

  25. Bettina meint:

    Spät, aber definitiv ebenfalls ganzkörper- und fuchtelnd sehr gern gelesen! Danke!

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