Archiv für Mai 2008

Brighton 2008 – 1

Dienstag, 20. Mai 2008

Am Samstag habe ich meine diesjährigen Brighton-Woche angetreten, diesmal mit erheblich besserem Wetter als in den vergangenen beiden Jahren (letztes Jahr lag die Abwechslung rein in der Stärke des Regens – von Gießen aus Kübeln bis zu einem Niesel, den wir beschlossen „Gischt“ zu nennen). Der Undercliff Walk ist immer noch ideal für Dauerlauf, und mein Lieblingscafé in der St. James Street stellt gerade Kunst aus.

Ein erstes Essen im Food for Friends. Ich sollte mich endlich mal durch die vegetarischen Restaurants in München fressen – vielleicht ist ja eines davon wenigstens annähernd so gut wie dieses.

Edinburgh 2008 – 4

Sonntag, 18. Mai 2008

Sollten Sie in Edinburgh den Bahnhof suchen, kommen Sie mit der naheliegenden Annahme, dabei handle es sich um ein Gebäude, nicht weit. Das hier ist der Hauptbahnhof von Edinburgh, Waverley Station.

Ja, genau, das Dach über den Schienen, gleich vor der Brücke. Und das hier ist der Haupteingang.

Eine Rolltreppe weiter unten finden sich dann auch Ticketschalter und Geschäfte, die Reiseproviant sowie Zeitungen verkaufen.

In der Reihe: Joggingstrecken aus aller Welt

Samstag, 17. Mai 2008

Am liebsten dauerlaufe ich Wasser entlang, und so finde ich es umso freundlicher vom Edinburghesen, dass er einen unglaublich idyllischen Bach durch seine Stadt fließen lässt. UND einen Spazierweg entlang gebaut hat, den Water of Leith Walkway: 12 Meilen Idylle mit Grün drumrum, Felswänden links und rechts, kleinen und großen Brücken darüber sowie einer atemberaubenden Vielfalt an Pflanzen und Vögeln.

Für Bilder vom Water of Leith Walkway hier lang:
(mehr …)

Edinburgh 2008 – Käse

Freitag, 16. Mai 2008

Entdeckt hatten wir den Käseladen schon auf unserem ersten Spaziergang durch Edinburghs New Town – da war er aber schon zu (die meisten kleinen Läden scheinen hier zwischen halb sechs und halb sieben zu schließen).

Heute gingen wir nochmal zu Bakers Place und holten bei IJ Mellis irischen St. Galls (milder und würziger fester Butterkäse) sowie aus Schottland Anster (hell und krümlig, erinnerte mich ein wenig an den walisischen Caerphilly, war aber langweiliger) und Lannark Blue (Blauschimmelkäse aus Schafsmilch, überraschend leicht und mild). Dazu gab’s Haferkekse, ebenfalls von Mellis.

Seltsam für uns Deutsche: Es gibt so gut wie keine Bäckereien (gerade mal hin und wieder Filialen der gesamtbritischen Kette Greggs) und Metzgereien mehr. Brot und Fleisch sind hier wohl endgültig in den Supermarkt gewandert.

Edinburgh 2008 – 3

Freitag, 16. Mai 2008

Das mit dem Himmelfreiwischen wollte gestern nicht so recht klappen, also kletterten wir unter Wolken im Holyrood Park herum, eingehüllt in den unvergleichlichen Duft des Stechginsters (gorse) nach Kokos und ein wenig Aprikose, der mich immer an mein Studienjahr in Nordwales erinnert.

Abends kamen wir dann doch im Haldanes zu unserem Modern Scottish meal:

Warmer Salat aus Wildkaninchen, Black Pudding, Pilzen, Speck und Pastinaken.

Seebarsch mit neuen Kartoffeln und Artischocken.

Zitronentart mit Sorbet in Karamelkörbchen. Hat alles sehr gut geschmeckt, dass die Artischocken aus der Dose kamen, ist um diese Jahreszeit allerdings sehr verwunderlich.

Edinburgh 2008 – 2

Donnerstag, 15. Mai 2008

Das heißt hier natürlich nicht „Full English breakfast“, sondern „Cooked breakfast“.

Ein bisschen dunkel hatten sie es uns gestern früh schon gemacht.

Doch während eines kleinen Lunchs in der Art Pub, wie ich sie mag (JA! ICH BIN EINE VON DIESEN SCHICKEN!), wischte jemand die Wolken in weitem Bogen vom Himmel. Restlos.

Nicht dass es deshalb warm geworden wäre. Aber Old Town (das ist der Teil von Edinburgh mit der Burg drin)

und das neue Scottish Parliament (Ausschnitt von hinten) sahen mit Sonne nochmal so gut aus.

Mit dem Essen hatten wir bislang ein wenig Pech: Am ersten Abend stellte sich das empfohlene vegetarische Restaurant als reines Tageslokal heraus (wir gingen zum Türken gegenüber und aßen sehr gut – nur halt türkisch), gestern war das für sein Modern Scottish Cooking bekannte Lokal ohne Erklärung geschlossen. Wir nahmen den Chinesen nebenan, der tat, was chinesische Restaurants in Mitteleuropa halt so tun – alles irgendwie süßlich und irgendwie angedickt. Aber hübsch.

Edinburgh 2008 – 1

Mittwoch, 14. Mai 2008

Vermutlich wusste es wieder jeder außer mir: Bei Easy-Jet-Flügen (leider der einzige Anbieter von Direktflügen München-Edinburgh) braucht das Gepäck ein eigenes Ticket. Als wir unsere beiden Koffer aufgeben wollten, mussten wir dafür 30 Euro zusätzlich zahlen. Die „easy“ freie Platzwahl konnten die Flugbegleiterinnen dann nur durch Anweisungen in Kasernenton regeln, der sich mühsam mit irgendwie immer höflich klingendem eingeborenen Englisch tarnte. Vielleicht ist selbst schwimmen dann doch eine echte Alternative?

Alles vergessen, als Edinburgh mit wolkenlos sonnigem Wetter prahlte (an den passenden Temperaturen wird noch gearbeitet).

Lustige Ärzte gibt es hier auch – die untere Zeile an diesem Fenster einer Arztpraxis lautet „(Great Doctors. Chronic Handwriting.)“ -,

ordentliches Bier (hier abgebildet: zwei Sorten Bitter)

und nostalgische Hotelbadarmaturen.

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