Journal Montag, 19. Januar 2026 – Dreimal Arbeitsweg

Dienstag, 20. Januar 2026 um 6:12

Seltsamer Arbeitstraum in der letzten Schlafphase vor Weckerklingeln: Eine neue Kollegin trat ihre Stelle mit einer halben Kleinlaster-Ladung Umzugskartons voll Zeugs an und erwartete offensichtlich, aber unausgesprochen von mir als Team-Assistenz, dass ich Platz dafür fand und sie aufräumen würde. Ich wusste nicht, wie ich das lösen sollte, zum einen wegen der Unausgesprochenheit, zum anderen wegen Nicht-Zuständigkeit.

Auch der reale Arbeitsstart wurde unruhig: Am Bürohaus (nach schönem, frostigen Arbeitsweg unter fast klarem Himmel) stellte ich fest, dass ich meine Firmenkarte in die falsche Jacke gesteckt hatte, sie war noch daheim, ein erstes Mal. Für den Zugang zum Büro hätte ich mir noch eine Besucherkarte holen können, doch nur meine eigene Karte berechtigte mich eingesteckt in den Laptop zum Zugriff auf die IT-Systeme, die ich für meine Arbeit brauchte. Also kehrte ich um und holte sie schnellstmöglich daheim: Zwei Stationen U-Bahn, zackiger Fußmarsch. Schneller hätte ich die Wege nur per Fahrrad zurücklegen können, doch das hatte ich ja nicht dabei (und konnte nach mehrmonatiger Radlpause nicht mal sicher sein, ob es einsatzbereit war). Bei aller Zackigkeit und Wohnortnähe war ich fast 45 Minuten später als sonst am Schreibtisch, packte die E-Mail-Aufträge vom Wochenende nicht ganz gelassen an.

Auch fehlte mir die Ruhe für einen weiteren Marsch im Sonnenschein zu Mittagscappuccino, ich gab mich mit dem aus der eigenen Cafeteria zufrieden.

Mittagessen verzögerte sich durch Querschüsse, dann gab es eine Orange, außerdem Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Emsiger Nachmittag, draußen weiter herrlichstes Sonnenwetter.

Nach Feierabend ging ich über Süßigkeiteneinkäufe nach Hause, die Luft war kalt, aber angenehm klar.

Daheim Standard-Programm: Wäschewaschen (zwei Pullis mit Wollprogramm), Yoga-Turnen, Brotzeit-Vorbereitung.

Herr Kaltmamsell servierte die Ernteanteil-Bete mit Ingwer-Erdnuss-Sauce, köstlich. Außerdem waren noch grüne Spitzpaprika und saures Blaukraut aufzuessen. Nachtisch reichlich Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen. Die Lektüre von Nora Gomringers Am Meerschwein übt das Kind den Tod musste ich gleich mal einbremsen: Das ist nichts zum Wegfressen, die einzelnen Sätze und Worte zählen.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Montag, 19. Januar 2026 – Dreimal Arbeitsweg“

  1. adelhaid meint:

    wie ist denn die hauseigene cafeteria? gibt es da schon ein urteil?

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