Journal Samstag, 17. Juli 2010

Sonntag, 18. Juli 2010 um 8:23

Wochenende heißt, dass ich meinen Schreibimpulsen nachgeben kann, die sich fast ausschließlich morgens einstellen. Also schrieb ich neben meinem Morgenmilchkaffee auf dem Balkon über meine Enttäuschung über Philip Roths The Humbling, zu lesen beim Common Reader.

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Beim Radeln zum Olympiabad durch wolkenverhangene Schwüle derart ins Schwitzen gekommen, dass ich noch bis in die Dusche tropfte. Nehme an, dass das Becken nach meiner Runde mehr Wasser enthielt als zu Anfang. Das Heimradeln war schon weniger schweißtreibend: Es hatte inzwischen geregnet.

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Peanutbutter Cookies nach einem Rezept von David Lebovitz gebacken. Allerdings wurden sie nicht wie angekündigt moist, sondern mürbe.

Sehr wahrscheinlich rächte sich damit die Freiheit, die ich mir mit der Zutat Erdnussbutter genommen hatte: Ich verwendete Bio-Erdnussmus und stellte zudem erst beim Abwiegen fest, dass das Glas weniger als die geforderten 260 Gramm enthielt, musste also mit 20 Gramm Erdnussbutter crunchy auffüllen. Sie sind schon gut, die Kekse, allerdings ein wenig langweilig. Werde sie mit der angegebenen creamy peanut butter wiederholen.

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Richard III. ist eines meiner Lieblingsstücke von Shakespeare (das ist das mit „a kingdom for a horse“). Abends sah ich mir die Inszenierung im Volkstheater an. Gefiel mir sehr gut in ihrer Ausstattungsarmut (das Aufwendigste waren die Frisuren) und mit ihren großartigen Schauspielern: Nico Holonics als erst souverän manipulierender, dann irrlichternder Richard, Justin Mühlenhardt als Catesby (die Rolle war zum umfassenden Handlanger Richards ausgebaut, indem Catesby alle bösen Taten für Richard vollbringt), Robin Sondermann als treuherzig nobler Clarence und sarkastischer Hastings.

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Es hatte gegen 18 Uhr zu regnen begonnen und nicht mehr aufgehört; ich brauchte auch für den Heimweg nach einem Glas Wein im Volksgarten meinen Schirm. Nach Mitternacht hatte es sogar so stark abgekühlt, dass ich unter einer warmen Decke schlief.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Samstag, 17. Juli 2010“

  1. ilse meint:

    Wer hätte gedacht, dass der Regen und die Bettdecke zum Genuss werden könnte.

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