Journal Mittwoch, 11. August 2010

Donnerstag, 12. August 2010 um 6:25

Datenschutz im Internet scheint fast ausschließlich emotional diskutiert zu werden, und genau so Google Street View: Jeder pickt sich die Argumente raus, die bei ihm die größten Emotionen auslösen und priorisiert sie. (Was natürlich der Mechanismus praktisch jeder Diskussion außer vielleicht von wissenschaftlichen ist.) Da ich vor allem den Nutzen und Spaß der Anwendung fühle, priorisiere ich das Argument der Panoramafreiheit: Wenn Google Gebäude nicht zeigen darf, selbst wenn Menschen auf demselben Bild sind, dürfen das Zeitungen und Fernsehen ja wohl künftig auch nicht mehr.

Um Leute wie Frau Schwadroneuse und mich hat sich der allzeit fürsorgliche Sascha Lobo gekümmert: Er hilft mit dem Google-Street-View-Widerspruch-Widerspruch. Gerührtester Dank.

Und Falk Lüke von der Verbraucherzentrale Bundesverband sagte gestern im ZDF-Morgenmagazin ziemlich Kluges dazu.

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Im Büro geackert wie ein Pferd, trotzdem nur zwei Punkte von der Jobliste streichen können. Ich sollte meine To-do-Listen kleinteiliger anlegen. Dafür DIN A0 verwenden.

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Heimfahrt an der Münchner Freiheit unterbrochen, um bei der Post einen Paketkarton zu kaufen. Nur, dass diese Post eine ehemalige ist und derzeit statt Menschen Bauschutt aufgereiht steht.

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Nach dem Aufhängen nasser Wäsche den Feierabend auf dem Balkon verbracht: Zeitung und Buch gelesen, bis das Tageslicht nicht mehr ausreichte. Mit Muttern telefoniert, die Brighton immer ganz herzerfrischend bayrisch „Brreitn“ ausspricht. Sie wird wieder „auf unsere Wohnung aufpassen“, also Münchenurlaub machen.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 11. August 2010“

  1. Alice meint:

    Google hat ja zugesichert, das Haus dann auch in den Rohdaten zu „löschen“. Selbst wenn der Mieter, der Widerspruch eingelegt hatte, in 2 Monaten ausgezogen wäre, könnte google das Objekt nicht in streetview rekonstruieren. Ziemlich unbefriedigende Situation.

  2. kid37 meint:

    Wenn wirklich die Rohdaten gelöscht werden, wäre dies ja ein Hoffnungsschimmer.


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