Tag 18 – Das Buch mit dem schönsten Cover, das du besitzt

Dienstag, 19. Oktober 2010 um 6:29

Ich kann mich wieder nicht für ein Buch entscheiden. Das sind halt die zwei schönsten Bücher, die ich habe.

Alasdair Gray, Poor things. Episodes from the early life of Archibald McCandless M.D. Scottish Public Health Officer, Edited by Alasdair Gray, London, Bloomsbury 1992. Auf dieses Buch brachte mich der nordirische Schriftsteller Bernard MacLaverty, als er an der Uni Augsburg zu Besuch war. Er hatte eine Ausgabe dabei und zeigte sie herum, weil er seinem Freund Alasdair Gray für das Cover Modell gesessen hatte. Ich fand nicht nur das Cover, sondern das ganze Buch wunderschön, das Gray von vorne bis hinten selbst gestaltet hat: Er verwendet verschiedene Schriften für verschiedene Erzählebenen, mischt eigene Holzschnitte mit Stichen aus dem Klassiker Gray’s Anatomy, von dem ich ein Faksimile aus dem Jahr 1985 besitze. (Ja, die Fernsehserie spielt sehr sicher darauf an. Wir kennen das Standardwerk außerdem aus John Irvings The Cider House Rules, wo Homer Wells es für seine Ausbildung zum Arzt studiert.)

Damals wollte ich unbedingt die Hardback-Ausgabe haben, die ich bei MacLaverty gesehen hatte. Ich bestellte sie im Buchladen, wurde gewarnt, dass sie importiert werden müsse, ich vermutlich sehr lange würde darauf warten müssen und dann ziemlich viel Geld dafür zahlen. Wo es das Buch doch bereits als Taschenbuch gebe. Egal. Nach fast drei Monaten war das Buch da, und ich zahlte über 40 Mark dafür. Schon als arme Studentin hatte ich eigenartige Prioritäten. Der Roman erzählt eine wilde Geschichte aus der Viktorianik um zwei schottische Ärzte und die Frau, die einer von ihnen erschaffen hat.

Das zweite ist William Michael Rossetti (ed.), The Poetical Works of John Milton, als Studentin in einem der damals noch zahlreichen Second Hand Bookstores von Brighton gekauft. Das Jahr der Veröffentlichung ist nicht angegeben, aber es steht ein handschriftliches Exlibris „Emily Adcock. July 1884.“ auf der Innenseite. „Paradise Lost“ fehlte mir eh noch in meiner Bibliothek, und dann war das Buch so wunderschön! Das war mir die happigen fünf Pfund wert. Mir gefallen die Dreidimensionalität und das strahlende Nachtblau des Covers, der Goldschnitt und der rote Rahmen jeder Innenseite.

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die Kaltmamsell

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