Teilsieg im Kampf gegen Migräne

Samstag, 27. November 2010 um 19:16

Möglicherweise habe ich endlich eine Waffe gegen Migräneattacken gefunden. Im Sommer hatte ich endlich einen Neurologen konsultiert, der mir ein Medikament verschrieb. Da die enorme Übelkeit meiner nächtlichen Migräneattacken mit einer Entleerung des Verdauungsapparats in alle Richtungen einhergeht (Verzeihung), ist die Medikation mit einem der erprobten Triptane technisch schwierig. Doch auch für diesen Fall hat sich die Pharmaindustrie etwas ausgedacht: Aufnahme des Wirkstoffs über die Nasenschleimhaut. Ich holte mir also aus der Apotheke ein Migränenasenspray, genauer: sechs Migränenasensprays mit je einer Einzeldosis. Verbunden damit war die Anweisung, sie beim allerersten Anzeichen einer einsetzenden Migräne zu verwenden. Als ich also nach einem wundervollen Abend in Gesellschaft zweier ausgesprochen bereichernder Damen, aber auch mit einem gefährlichen dritten Glas Wein nachts erwachte und leichte Übelkeit sowie ein wenig Kopfschmerz wahrnahm, hielt ich mich nicht lange mit der Überlegung auf, ob das nun eine Migräne ist oder nicht – bislang war genau diese Überlegung immer das verlässliche Symptom der unaufhaltsamen Lawine. Das Spray beseitigte innerhalb weniger Minuten Übelkeit samt Kopfschmerz und ließ mich bald und lange schlafen.

Heute fühlte ich mich zwar ein wenig postmigränal schlapp, war aber schon um eins fit genug für eine Laufrunde an der Isar.

Spaziertipp für morgen: In der Unterführung am Friedensengel erstellten heute junge Männer neue Wandbemalung. Der erster Eindruck war sehr vielversprechend.

Diese Bemalung unter der Tivolibrücke hingegen ist schon älter. Ich muss beim Vorbeilaufen immer lächeln: sehr München (gibt es vielleicht Duft-Spraydosen?).

Neues Twitter-Hintergrundbild bis Frühling.

die Kaltmamsell

13 Kommentare zu „Teilsieg im Kampf gegen Migräne“

  1. Sigourney meint:

    Ich hab’s versucht, aber ich schaff es einfach nicht, mir den Kommentar zu verkneifen: Said so!
    Bin sehr froh, dass Sie endlich auch ein Triptan für sich gefunden haben, das Leben ist definitiv zu kurz, um Tage durch Migräne zu verlieren.

  2. ilse meint:

    Duftspraydosen ist fabelhaft!
    living in hood, indeed.
    und den Migränespray hole ich mir auch, für das nächste mal wenn ich ein Glas Wein zuviel hatte…

  3. barbara meint:

    Wer weiß, vielleicht hätten Ihnen perfekt ausgependelte Kügelchen schon längst helfen können…
    Triptane als Nasenspray, das hätte ich mir für meine Migränevergangenheit gewünscht.
    Eines der besten Dinge am Älterwerden, die Attacken verschwinden.
    Eine weise Entscheidung, das Spray gleich beim ersten Anzeichen anzuwenden, Schmerzen sind für den Körper ein größerer Stress als das hilfreiche Medi.

  4. croco meint:

    Jetzt schäme ich mich, dass ich Ihnen den Spray nicht früher empfohlen habe, vor allem für die Fälle, wenn es schnell gehen muss.
    Ja, ich bin seit gestern auch wieder Opfer dieses Tieres.
    Sie Arme, ich Arme, wir Armen.

  5. Frau Klugscheisser meint:

    AdS (ach du scheiße)… und ich dachte, ich hätte einen Magen-Darm-Virus, der mit Kopfschmerzen einhergeht. Was ist das für Zeugs? Nasenspray?

  6. die Kaltmamsell meint:

    Ich habe auch einige Runden gebraucht, Frau Klugscheisser, bis ich dieses „Kranksein“ (mein damaliger Hilfsausdruck) als Migräne erkannt – schließlich wollte ich ja bloß wegen der entsetzlichen Übelkeit bitte sofort sterben. Mich brachte croco damals drauf.
    Geholfen hat vorgestern Nacht AscoTop Nasal, nachdem ich es vorher vergeblich mit Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen, Vomex und Formigran versucht hatte.
    Wir Armen, aber wirklich.

  7. Musiker meint:

    Glückwunsch, ehrlich!

  8. creezy meint:

    Glückwunsch! Ich hörte mal, Botox sei gegen Migräne ein ebenso großartiges Mittel. Quasi der Nebeneffekt wäre ein Gesicht wie das Nicole Kidman (wundert mich, dass noch keine Hollywood-Schöne so ihre Botogaben legitimiert hat bisher.)

  9. herdblog meint:

    Vielen Dank für den Tipp mit dem Spray, vielleicht hilft das endlich. Gerade bei Migräneattacken während des Services könnte ich endlich ein hilfreiches Mittel gebrauchen.

  10. Tito Lefle meint:

    Ja, gegen Migräne etwas wirklich gutes zu finden ist sehr schwierig. Aspirin hilft mir zum Beispiel überhaupt nicht. Ich ärgere mich dann immer, wenn ich die Werbung im Fernsehen sehe.

  11. die Kaltmamsell meint:

    Es wäre mir neu, Tito Lefle, dass Aspirin in der Werbung behauptet, es wirke gegen Migräne. Können Sie das belegen?

  12. Petra meint:

    Migräne wird oft auch durch Mineralstoffmangel ausgelöst. Besonders Magnesium ist wichtig. Am besten nehmen wir Mineralstoffe über die Füße in einem Fußbad auf. Dann können sie auch nicht überdosiert werden und Verdauungsprobleme verursachen. Zudem entgiftet ein Mineralstofffußbad hervorragend. Einen besonders guten Bericht über Mineralstoffe und deren Wirkung auch bei Migräne, habe ich hier gefunden:

    Diese Mineralstoffe verwende ich schon seit einiger Zeit und seither habe ich keine Migräne mehr und die Wadenkrämpfe gingen auch weg.

  13. die Kaltmamsell meint:

    Wow, Petra, dieser Spam ist so großartig abgefahren (Fußbäder gegen Migräne!!!11!), dass ich ihn stehen lasse – natürlich ohne Links.


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