Veränderungen

Montag, 22. November 2010 um 17:37

Ausgerechnet ein Berufskommunikator hat den echten Menschen hinter der Kaltmamsell so gründlich geoutet, dass meine berufliche und meine private Existenz jetzt von Suchmaschinen zusammengeworfen werden.
Mal sehen, wie das hier wird, wenn alles mit meinem Arbeitgeber und meinem Job dort in Verbindung gebracht werden kann.

Habe also einen schmerzlich großen Teil des Wochenendes damit verbracht, sieben Jahre Blogeinträge daraufhin durchzugehen, was im Zusammenhang mit meinem Job missverständlich sein oder gegen mich verwendet werden könnte.

(Und ich hatte mich schon gewundert, warum mir auf Twitter von ntv bis Bild auf einmal Online-Medien folgen.)

die Kaltmamsell

26 Kommentare zu “Veränderungen”

  1. typ.o meint:

    Passwort auf dem Blog ist doof, aber beruhigend.

  2. Gaga Nielsen meint:

    ich könnte im Kommentaromat „Geht’s noch?!“ anklicken. Aber dann mit dem erklärenden Zusatz: in Richtung Berufskommunikator gemeint.

  3. adelhaid meint:

    blog passwort schützen. das lässt einen ein bisschen besser schlafen.

    mein mitgefühl.

  4. Kat meint:

    Och nö. Wieso funken einem fiese Leute immer rein?
    Ich meine wenn man wirklich, tatsächlich richtig mies über den Arbeitgeber spricht, okay…aber doch nicht wenn man unschuldig übers kochen bloggt. Son Mist.

  5. podruga meint:

    schade. wirklich schade sowas.
    ich bin selbst „berufskommunikator“, kann aber nicht verstehen, warum jemand ein interesse an solch einer bloßstellung haben könnte. da kann man schon boshaftigkeit unterstellen.
    (passwort ist sicher hilfreich, finde ich aber doof.)

  6. die Kaltmamsell meint:

    Ich bin sicher, dass hinter dem Outing reines Trotteltum steht (Dummheit ist immer die viel wahrscheinlichere Erklärung als Bosheit). Die meisten Leute können sich nicht vorstellen, dass man Dinge im Internet tut, ohne Profit daraus schlagen zu wollen, sondern aus reiner Freude.

  7. das Miest meint:

    Das tut mir leid. Nichts, aber auch gar nichts ist ärgerlicher als Dummheit.

  8. kulinaria katastrophalia meint:

    Einfach nur ärgerlich so was :-(

  9. mark793 meint:

    Autsch.

  10. katha meint:

    depp, depperter. wer sich „berufskommunikator“ nennt, sollte auch die folgen von „enthüllungen“ antizipieren können und im zweifelsfalle die betreffende person fragen, ob ihr das recht ist. aber so weit hat’s offenbar nicht gereicht.

  11. kittykoma meint:

    Blöd, weil man sich eigentlich gern selbst aussuchen möchte, ob man anonym bleiben will oder nicht.
    Mir ist es auch irgendwann über die Facebook-Querverbindung passiert. Gründlichst.
    Aber schon meine Oma sagte: ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Fand ich im Nachhinein.

  12. Indica meint:

    Ich hatte die Freude ja gleich zu Beginn meiner Berufstätigkeit im kleinen Städtchen. Nicht mit dem Outing, denn ich habe ja immer meinen Echtnamen im Impressum gehabt, gerade, weil ich fand, dass es eigentlich ganz schick und Ausweis meines Berufstums sei, jaha, zu bloggen.

    Frau Kittykoma hat Recht: Ist der Ruf erst ruiniert… Inzwischen verweise ich auch gern auf mein Blog, wenn mich jemand fragt, ob z.B. meine Fotos irgendwo zu sehen sind. Klar, meine Einträge sind selbstzensierter geworden, nicht mehr privat, sondern persönlich.

    Das mag bei einem großen Arbeitgeber auch noch eine andere Situation sein als in unserem kleinen Lädchen.

    Grundsätzlich jedoch gilt: Anonymität der anderen ist zu wahren. Wir sind hier ja nicht bei Rosa von Praunheim.

  13. fille meint:

    Tja, anonymity is a bitch.

    Wenn man konsequent länger mit demselben Namen bloggt, ist man relativ leicht zu identifizieren, sobald sich jemand die Mühe macht, richtig zu suchen. Man lässt da einen Hinweis, dort eine Bemerkung fallen, und nach einiger Zeit verliert man darüber die Kontrolle.

    Daher: Internet ist kein Ort für intime Geheimnisse… traurig, aber so ist es…

    Andererseits: Ich sehe nicht, worin gerade dieser Blog dir schaden soll… Diese Leseliste fand ich richtig nett…

  14. fille meint:

    PS: eines frage ich mich schon länger: wie weit ist es in unseren hoch gelobten Demokratien eigentlich mit der Meinungsfreiheit her, wenn der ARbeitgeber einen dafür rausschmeissen kann, dass man ihm oder nicht ihm die Meinung sagt…

  15. Helga meint:

    Ich glaube nach der ersten Enttäuschung und Wut, vielleicht auch Angst, kommt eher die Frage: wie damit umgehen – Stichwort: Selbstzensur. Nicht den Spaß an der Vorspeisenplatte vermiesen lassen, auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, das ist jetzt leichter gesagt als getan.

  16. Lila meint:

    Aha. Da kann ich ja damit rausrücken, daß ich die Kaltmamsell enttarnt habe. Und zwar schon seit längerem. Hier ein Auszug aus ihrer geheimen Biographie:

    http://telenovela.mattschiibe.ch/2010/04/20/hanna-endlich-kaltmamsell-trifft-julius-stern/

    Hanna hat mit Maximilian eine Mailbeziehung angefangen. Hanna mailt unter dem Pseudonym Kaltmamsell und Maximilian ist der Gastrokritiker Julius Stern. Als Gastrokritiker testet er Restaurants. So hat er auch Oskar seine Sparmassnahmen im Castell Cuisine mittels eine Berichts austreiben können (Folge 270, 4/5 auf Youtube).

    Julius Stern und die Kaltmamsell sind voneinander fasziniert, wissen aber nicht, wer hinter dem Pseudonym steckt. Nachdem sie sich bereits einmal bei Roberto’s treffen wollten, damals kam Hanna zu spät, standen sie sich gestern beide endlich gegenüber und erkannten sich.

    Alexandra und Florian hatten zuvor, wissend um die Chatbekanntschaft der beiden, versucht einzugreifen. Alexandra forderte als Hanna ein Foto von Julius Stern und Florian lieferte ihr prompt ein Foto von Maximilian, worauf Alexandra das Treffen absagte. Da Hanna aber nicht zuhause war und ihre Mails nicht checkte und auch Maximilian nicht dazukam, da er von Alexandra in einen dringenden Geschäftstermin verwickelt wurde, trafen sich Hanna und Maximilian schliesslich doch…

    Wie mag es wohl weitergehen…????

  17. croco meint:

    So ist die Welt der Medien.
    Einer, der andere outet, findet nicht mal was dabei.
    Oder es ist ihm egal.
    Oder er tut es für seinen Ruf, wie er meint.
    Medienhure, würde Harald Schmidt sagen.
    Ich finde, dass Sie all die Jahre nett über Ihren Arbeitgeber berichtet haben.
    Es wäre jammerschade, wenn Sie aufhören würden, persönlich zu schreiben.
    Jammerschade.
    Blöde Medienhure.
    (jetzt sag ich es doch)

  18. generator meint:

    Mein Beileid. Ich denke, ich würde mein Blog dann dichtmachen. In meiner Umgebung gibt es viele Schriftsteller, die nicht verstehen, warum ich unter Nickname schreibe. Aber das sind alles Männer, die kriegen ja bekannterweise nicht so böse Netzprügel, wenn sie mal die Klappe aufreißen.

  19. lillpetunia meint:

    Versteh ich jetzt nicht. In Ihrem Impressum steht doch schon:

    „Ich weiß, wer du in Wirklichkeit bist und wo du arbeitest. Habe ich dich jetzt in der Hand?

    Mein Arbeitgeber und mein direkter Vorgesetzter wissen von der Vorspeisenplatte und können hier mitlesen. Ich müsste mich also eher vor Ihnen fürchten, wenn Sie mich auf der Hochzeit meines jüngsten Schwagers erlebt hätten.“

  20. Alice meint:

    Die Trennung ist schwierig, wenn frau nicht nur als private Bloggerin einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat, sondern auch beruflich an herausgehobener Stelle im „Social Media Gedöns“ aktiv ist. Ehrlich: Ich bin überrascht, dass das solange gedauert hat bis die Berufskommunikatoren ihrer Schwäche zu Kommunikation nachgeben.

  21. kid37 meint:

    O je. Das ist arg.

  22. ubarto meint:

    Oh ne, wie doof :-/ Ich fürchte wirklich da hilft nur ein Passwort für das Blog.

  23. Daniel meint:

    Ich wiederhole auch noch mal die Frage von illpetunia.

    Warum jetzt so ein erstaunen, wenn es doch eigentlich im Impressum relativiert wird?

  24. die Kaltmamsell meint:

    Es ist ein Unterschied, Daniel, lillpetunia, ob mein Arbeitgeber von meiner Bloggerei weiß, oder ob Arbeitskontakte, die nach meinem Echtnamen recherchieren, auf dieses Blog stoßen – finden Sie nicht?

  25. Kai meint:

    Liebe Kaltmamsell, ich bin seit langem stiller Leser. Damit muss nun Schluss sein, weil ich keinesfalls auf Ihre Nachrichten verzichten möchte – wenns irgend geht, machen Sie weiter wie bisher. Oder verraten mir Ihr Passwort.

  26. Musiker meint:

    Ich finde ja bei Google keine Querverbindung, wenn ich nach Ihrem Klarnamen suche.

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