Aussetzer

Montag, 26. September 2011 um 6:12

Ja, sicher hat das jede mal: Dass sie sich fokussiert und konzentriert wähnt, tatsächlich aber Dinge tut, die sie sich später nicht mehr erklären kann. Gestern musste ich mich so über mich wundern, dass ich das hier besser aufschreibe – falls es sich im Nachhinein als Krankheitssymptom erweist.

Ich kam endlich dazu, das Rezept für das „Riesengrosse Mühlenbrot“ umzusetzen, das seit Monaten ausgedruckt auf unserem Küchenmonster liegt. Wie immer bei ersten Versuchen hielt ich mich sklavisch an Mengen und Methoden der Vorlage. Dachte ich.

Auch bei mir war der Teig alles andere als klebrig, im Gegenteil: Er war bereits beim ersten Kneten so hart, dass ich Wasser angoss – schließlich weiß ich, dass er von Knetdurchgang zu Knetdurchgang härter wird (wegen dem Glutendings).

Und da auch ich keine passenden Gärkörbchen habe, ließ ich die Teiglinge ihre vier Stunden auf dem Blech gehen, auf Backpapier. Erst als ich sie auf ein heißes Blech stürzte, um sie in den Ofen zu schieben, fiel mir ein, dass Backtrennpapier ja nur beim Backen seine trennende Wirkung entfaltet: Selbstverständlich klebte der rohe Teig innig daran. Wie konnte ich nur vergessen, die Unterlage kräftig zu mehlen?

Und als ich dann nochmal den Backrhythmus nachlas, wurde mir der Grund für die ungewöhnliche Festigkeit des Teigs klar: Ich hatte statt 100 Gramm Vollkornroggenmehl gleich 250 Gramm eingeknetet (vor lauter Unglauben wog ich das Mehlpaket nach, das ich erst zum Backen geöffnet hatte: 747 Gramm).

Das Brot wurde dennoch gut – das hatte ich nach den beiden Missgeschicken mit Polenta- und Weißbierbrot auch nötig.

Das nächste Mal versuche ich es mit den eigentlichen Mengenangaben und bemehlten Flächen. Tse.

die Kaltmamsell

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