Journal Dienstag, 27. August 2013 – Schmerzen

Mittwoch, 28. August 2013 um 6:52

Nun habe ich doch ein schmerzhaft verzogenes Kreuz – und es ist mir peinlich. Da kann ich noch so betonen, dass es keinen 100-prozentigen Schutz vor Rückenproblemen gibt, schon gar nicht, wenn jemand wie ich mit bereits verbogener und verwachsener Wirbelsäule auf die Welt gekommen ist. In der zweiten Hälfte des frühmorgendlichen Krafttrainings „Hot Iron 2“, bei den Bodenübungen, zwickte es ein wenig im Kreuz, doch über den Tag wuchs sich das zu der schmerzhaften Versteifung aus, die ich nur zu gut kenne, aber seit zwei Jahren nicht mehr hatte. Jetzt merke ich, dass es mir das tatsächlich peinlich ist, weil mir das doch gar nicht passieren dürfte – bei all der Gymnastik und Kräftigung, die ich vorbeugend mache.

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Wolfgang Herrndorf ist tot. Wir furchtbar traurig und schade.

(Dieser Nachruf bei der FAZ gefällt mir besonders gut. Und diese Begegnung mit Herrndorf, die Wolfgang Höbel 2011 für den Spiegel beschrieb, ist eine schöne Erinnerung. Herrndorfs Blog ist nach gestriger Überlastung jetzt wieder zu erreichen.)

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Beruflich trieb ich mich gestern in London herum und recherchierte potenzielle Reisekosten. Diese Art von Kostenschätzungen habe ich zuletzt vor 15 Jahren in der ersten Agentur gemacht, für die ich arbeitete, und – Meine Herrn! – ist das durchs Internet einfacher geworden. Allein schon: Wegstrecken bei Google Maps ausmessen, über Taxitarifrechner die Preise herausfinden.

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Mittags im zarten Nieselregen zu Arzttermin geradelt, mir im Regenponcho bescheuert vorgekommen. Den Rückweg deshalb ohne Poncho angetreten, schnell die Nässe bemerkt, dann doch übergeworfen.

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Daheim der erste Griff zur Großpackung Thermacare – nicht dass ich damit schmerzlinderde Erfahrung gemacht hätte, aber irgendwas musste ich doch für mein Kreuz tun. Dass ich die Packung in einem Regal lagere, zu dem ich mich bücken muss, stellte sich als sehr unbesonnen heraus.

die Kaltmamsell

5 Kommentare zu „Journal Dienstag, 27. August 2013 – Schmerzen“

  1. Usul meint:

    Fahrradponchos im Sommer bei nur leichtem Regen sind sowieso so eine Sache: Man muss immer abwägen, ob man feuchter wird durch den Regen, wenn man ihn nicht trägt, oder durch verstärktes Schwitzen aufgrund des Gewächshaus-Effekts, wenn man ihn trägt.

  2. philine meint:

    Liebe Kaltmamsell, ich schwöre auf Thermacare. Bei mir hilft das wunderbar. ich hoffe Ihnen auch!

  3. Christine meint:

    Da wünsche ich Ihnen gute Besserung für ihr Kreuz.

    Neulich habe ich mir sehr sehr fies die Bandscheibe eingeklemmt. Das konnte leider nicht medikamentös behandelt werden (aus verschiedenen Gründen*). Stattdessen half mir das Tens-Gerät mit Reizstrom sehr sehr gut. Wohingegen ist wahnsinnig werde durch ThermaCare: Ich kann das Brennen auf der Haut nicht vertragen und sitze dann erstmal ne Stunde in der kalten Badewanne! So verschieden sind Menschen.

    *Es war sehr heiss Mitta Juli und deshalb erhöhte Kreislaufzusammenbruch- und Thrombosegefahr. Und ich stille.

  4. die Kaltmamsell meint:

    Sind Sie sicher, Christine, dass Sie den Wärmegürtel meinen und nicht eine Salbe? „Brennen auf der Haut“ kann ich mir bei Thermacare nur schwer vorstellen, so warm werden die Wärmeelemente im Gürtel doch nicht.

  5. Trulla meint:

    Das Brennen auf der Haut kenne ich vom ABC-Pflaster. Das musste ich nach kürzester Zeit immer herunterreißen. Ein Grund, es durch Thermacare zu ersetzen. Dessen Wärme hilft mir, bei entsprechenden Schmerzzuständen, in den Schlaf zu kommen. Was bei mir immer schon die halbe Miete ist, um solche Zeiten zu überstehen.

    Ich wünsche gute Besserung, liebe Frau Kaltmamsell!

    Um Wolfgang Herrndorf trauere ich mit. Mit seiner Art, die böse Erkrankung zu akzeptieren: „Warum ich nicht“ stimme ich vollkommen überein. Und auch damit, das Ende in die eigene Hand zu nehmen.
    Selbstbestimmtes Sterben ist in meinen Augen eine Menschenrecht, wobei ich andere Methoden als die Waffe vorziehen würde. Da ist noch viel zu tun im gesellschaftlichen Diskurs.
    Das erste Buch, das ich von ihm las, war „Tschick“. Eine herzerfrischende Geschichte. Mit „Sand“ hatte ich meine Schwierigkeiten, bis ich akzeptieren konnte, nicht weiter nach Sinn und Erklärung zu suchen.

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