Journal Donnerstag, 28. August 2014 – Baseball und Draußensitzen

Freitag, 29. August 2014 um 7:33

Auch gestern zum Tagesstart ein Stündchen lang den Crosstrainer genutzt (nach einer großen Tasse Milchkaffee, selbst ich Lerche brauche eine Zeit zwischen Aufwachen und Aktion).

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Soll keiner sagen, dass ich in meinem Job nichts Neues lerne.

Nachdem ich nun weiß, wie man eine Klobrille auswechselt, nachdem ich erlebt habe, wie man an eine Reservierung von 30 Plätzen auf dem Oktoberfest kommt, lernte ich gestern über Baseball: Wie man an Tickets im Bostoner Stadion der Red Sox kommt, dass dieses Fenway Park heißt, und dass die Red Socks seit diesem Jahr ein neues System an Preiskategorien haben.
Das Online-System, mit dem man sich im Fenway Park einen Eindruck vom Blick der verschiedenen Sitzkategorien verschaffen kann, hätte ich sehr gerne auch für deutsche Theater. Oder gibt’s das schon und ich habe es nur noch nicht mitbekommen?

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Wenn sich der Himmel über dem Bahnhof zu weiß-blau durchringt, ist der Blick von der Hackerbrücke schon sehr schön.

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Nachtmahl aus Ernteanteil. Da wir Freitagmorgen bis Sonntagabend verreisen, vertilgten wir mit vollem Einsatz. Ich hatte zum Büromittagessen bereits Gurke, Selleriestangen, Zucchini, Tomate, Frühlingszwiebel geschnippelt und gegessen, abends gab es Blattsalat, gebratenen Mangold, scharfe Kartoffeln aus dem Ofen.

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Ausgegangen mit einem Ex-Kollegen aus einem sehr lang vergangenen Leben, auf seinen Tipp hin ins ganz bezaubernde Hoover & Floyd. UND! Wir saßen draußen, das ging gestern in warmer Jacke. Ergebnisse des Abends: Ich plane einen Ausflug nach Ulm und kann mir eine Dezemberreise nach Kapstadt vorstellen.

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Anke Gröner war am Dienstag in Darmstadt bei der ESA. Ich werde die grüne Gesichtsfarbe, die mir der Neid darüber verpasst hat, auf Wochen nicht wegbekommen.
Zumindest – ganz klein ganz weit unten und weit weg zumindest – hat sie aufgeschrieben, was ich verpasst habe:
„ESA: European Space Awesomeness“.

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Über Maximilians Linktipps kam ich auf diesen Text, der die Merkmale hochwertiger Fabrikkleidung erklärt:
„Qualitativ hochwertige Kleidung erkennen“.
Und da fiel mir ein, dass ich diesen Anspruch sogar als Kind gelernt habe: Meine polnische Großmutter hatte ihre Schneiderinnenlehre in Klimontów fast abgeschlossen, als sie von deutschen Soldaten zur Zwangsarbeit ins Schwäbische verschleppt wurde, und sie brachte meiner Mutter ein wenig Nähen bei. So sah ich meine Mutter bei jedem Kleiderkauf meiner erst mal Säume umklappen und nachsehen, ob die auch sauber genäht waren, dann prüfen, wie viel Stoff noch in den Nähten gelassen war, die kleine Änderungen erlaubten („Da kann man ja nichts mehr rauslassen.“ kegelte ein Kleidungsstück umgehen aus dem Entscheidungskreis).

Viele Jahre verschüttete ich dieses Wissen, der niedrige Preis war mir beim Kleidungskauf wichtiger.
Doch auch das hat sich ja in den vergangenen Jahren geändert, wo mir mehr und mehr die Wegwerf- und Konsumreflexe abhanden gekommen sind.

(Den Begriff „Rapport“ kannte und liebte ich allerdings schon vom Stricken.)

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Ach, warum eigentlich nicht eine tägliche Mary Beard?
Hier ein Filmchen, in dem sie ihren BBC-Dreiteiler „Meet the Romans“ vorstellt.

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http://youtu.be/7-ASBFU8ivg
die Kaltmamsell

7 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 28. August 2014 – Baseball und Draußensitzen“

  1. berit meint:

    Die Online Reservierung im Cinestar und der Oper Leipzig funktionieren hier ähnlich, nur das zusätzlich auch noch angezeigt wird, welche Plätze bereits belegt sind :)

  2. holmer meint:

    Vielleicht wäre Januar besser für einen Südafrikaurlaub. Da sind die Sommerferien im Land vorbei und man bekommt stressfreier Übernachtungen.

  3. Julia meint:

    Unbedingt Kapstadt! Ich kann mit einem hübschen Bed & Breakfast im Kolonialstil dienen und mind. 2 sehr guten Restauranttips (die man so ohne weiteres nicht findet). Also gerne unbedingt melden, falls es konkret wird ;-)

  4. Micha meint:

    *… aus dem Entscheidungskreis kegeln* – was ein schönes Wortbild!

  5. Ulla meint:

    Kapstadt bzw. 15 Tage auf der Garden Route bereits für Februar gebucht! FREU!Gruß und schönes Wochenende.

  6. dorothy_jane meint:

    Für einen Aufenthalt in Südafrika kann ich auch den Februar empfehlen: die größte Hitze ist weg, die Temperaturen und das Licht sind toll, der Indische Ozean wunderbar beschwimmbar. Port Elizabeth blieb mir in wunderschöner Erinnerung, hier begann die Garden Route entlang der Küste Richtung Kapstadt – sehr empfehlenswert!

  7. die Kaltmamsell meint:

    Ja schon, holmer, dorothy_jane, nur war Südafrika eine mögliche Antwort auf meine Frage: Wohin könnte ich denn ein paar Wochen im Dezember reisen? Nicht erst mal Südafrika das Wunschziel.

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