Journal Mittwoch, 29. Oktober 2014 – langweiliger Traum

Donnerstag, 30. Oktober 2014 um 11:50

Der Tag war so ereignisarm (Kaffeetrinken, Duschen, zu Fuß in die Arbeit, erst sehr hektisches, dann ruhiges Arbeiten, auf dem Heimweg Bananen gekauft, zum Nachtmahl Feldsalat und gebratenen Mangold aus Ernteanteil, dazu einen spanischen Weißwein aus der Traube Xarello – schön frisch), dass ich Sie mit einem Traum langweilen werde:

Ich begleitete meine Freundin Amy Adams zur Oscarverleihung, ging mit ihr von hinten bis auf die Bühne. Bevor sie das Rednerpult erreichte, trat von rechts ein spilleriger Teenager im blauen Abenkleid und Stoffbeutel an sie heran und gab ihr einen handgeschriebenen Zettel. Amy Adams war einen Blick darauf, brach in Tränen aus, steckte mir den Zettel zu und lief nach rechts vorne von der Bühne. Die Show wurde abgebrochen, bis sie wiederkommen würde.
Um mir die Zeit zu vertreiben, ging ich raus, was die Innnenstadt meiner Geburtsstadt Ingolstadt war. Ich saß mit ein paar altbekannten Bloggern und Bloggerinnen zusammen, wir rätselten, ob die Oscarverleihung nun überhaupt stattfinden würde. Und berieten, ob wir nachsehen sollten, was auf dem Zettel stand. Ich war dagegen.

§

Sehr eigenartige Selbstbilder einer Fotokünstlerin. Wirken sie so verstörend, weil die Frau dick ist?
„iiu Susiraja’s body talking Selfies“.

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 29. Oktober 2014 – langweiliger Traum“

  1. Maria Hofbauer meint:

    Meine Meinung: Würde die Frau ein Beauty-Blog mit sich selber als Model führen, wäre daran (für mich zumindest) nichts verstörend. Auf mich wirkt auf den ersten Blick der dadaistische Zug ihrer Bilder irritierend, aber das soll Dadaismus ja auch: (Seh-)Gewohnheiten und Klischees mehr oder weniger spielerisch in Frage stellen.

  2. Esther meint:

    Hallo!

    Der Traum ist cool.

    Die Fotos sind verstörend für mich wegen den Motiven. Also ich lese regelmäßig Blogs von fat acceptance Frauen und folge etlichen auf Instagram, bin daher Fotos von dicken Frauen echt gewohnt. Ich finde diese Gewohnheit wichtig.
    Aber die Ideen dieser Künstlerin sind echt teilweise gruselig auf eine Art, die sehr schwer zu fassen ist. Ich glaube sie erinnern mich an die Verletzlichkeit des Körpers. Wobei grade das Foto mit den Stöckelschuhen, die sie sich in Tüten an die Beine geklebt hat und auch das Foto mit dem Besen schon mit ihrer Körperform arbeiten. Aber ich finde, dass durch ihr Dicksein der Effekt nur verstärkt, nicht jedoch hervorgerufen wird. Ich finde es sind künstlerisch ganz tolle Werke. Grade das mit den Schuhen und das mit dem Essen, das auf dieses Brett aufgepiekst ist, die erscheinen mir berührend und vielschichtig.

    Liebe Grüße
    Esther

  3. nicwest meint:

    Diese Diskretion ist mir fremd. Ich würde SO gerne wissen, was auf dem Zettel stand. Und wir werden es nie erfahren! Uah!

  4. Gaga Nielsen meint:

    Bin gerade ein bißchen enttäuscht, dass „Amy Adams“ keine Kaltmamsellsche Traumfigur ist. Die gibt es ja wirklich. (noch nie einen Film mit der Dame gesehen, obwohl sie reichlich gefilmt hat… ja. ja, Oscar-Nominnierungen sogar, ich komme aus dem Staunen nichht mehr heraus… muss man die dringend kennen?)

  5. die Kaltmamsell meint:

    Ich empfehle von Herzen den Film American Hustle, Gaga: Amy Adams spielt eine bestimmte Art von Verletztlichkeit meisterlich.

  6. obadoba meint:

    Ich finde die Bilder auch etwas verstörend.
    Ich habe das Gefühl, das liegt daran, dass sie so teilnahmslos aussieht, als gehöre sie gar nicht in die Bilder. Und das obwohl sie sich selbst zum Motiv macht.

  7. marie_sophie meint:

    Die Bilder haben etwas sehr Beunruhigendes, aber nicht der Körperform wegen, meine ich, sondern weil Scheren im Gesicht nie ironisch gebrochen sind, sondern auf jene Art von Gewalt künden, wie sie elfried jelinek erzählt.

  8. Cohen66 meint:

    auf dem Zettel waren ganz sicher die Lottozahlen vom WE… :)


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