Journal Freitag, 27. März 2015 – Kobelbau

Samstag, 28. März 2015 um 8:41

Morgens gesehen, dass ein Eichhörnchen in einer großen, multiplen Astgabel der Kastanie vorm Balkon einen Kobel baut. Zucken beim Anblick abgebissener frischer Zweige mit dicken Knospen dran.

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Nachtrag vom Vorabend: Eine bezaubernde (und leicht meschuggene) Bloggerin hat mir etwas aus New York mitgebracht und geschenkt. Danke, Nina, stay meschuggene!

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Im Techniktagebuch einen über die Woche geschriebenen Text über die 1987er-Technik des Privatradios veröffentlicht, in dem ich einen Teil meines Volontariats verbrachte:
„12.08.1987 – Von Bändern und Reglern: Radio IN“.

Ich hatte einige Details meiner Erinnerungen faktisch verifizieren wollten und festgestellt, dass das gar nicht einfach ist: Dazu steht kaum etwas oder kaum etwas Zuverlässiges im Web. Zum Beispiel Daten zum Kabelfernsehen. Ich war mir sehr sicher, dass meine Eltern 1984 beim Bezug ihres Reihenhäusls Kabelfernsehen hatten – und dass es hieß, Ingolstadt sei ein Pilotgebiet dafür. Im zugehörigen Wikipediaeintrag keine Spur davon. Genauso wenig über die Anschlüsse in Köln, von denen ein anderer Techniktagebuchautor berichtet, Thomas Jungbluth. Auch meine Erinnerungen an die Anfänge von Radio IN ließen sich nicht durch Internetrecherche verifizieren; sollte irgendjemand Korrekturen oder Ergänzungen dazu haben, würde ich mich sehr über Zusendungen per E-Mail oder in den Kommentaren freuen.

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Seit Monaten twittert er darüber: @HerdyShepherd1, der twitternde Schafhirte im Lake District, hat die Anonymität aufgegeben und ein Buch veröffentlicht. Ich werde es mir wohl während des anstehenden Brighton-Urlaubs kaufen (auf Papier, denn es enthält viele Bilder, die mein ältlicher E-Reader nicht anzeigen kann). Vor zwei Wochen twitterte er auch live den 10-köpfigen Wurf seiner Hündin Floss.

Bei all dem insistiert James Rebanks auf seinem Hauptanliegen: Die Öffentlichkeit für die traditionelle Bewirtschaftung des Lake Districts zu sensibilisieren. Sein Mantra: „Buy local!“ Eine schöne Geschichte über ihn und sein Buch im Guardian:

„James Rebanks, Twitter’s favourite shepherd: ‘Sheep farming is another form of culture, just like Picasso or punk’“.

“I’m a farm lad who grew up admiring my grandfather and my father and the way they farmed here,” he explains, “and the book’s about realising that for most people, the Lake District isn’t about them. It’s about Wainwright and Wordsworth and walking and beautiful lakes. As I grew up, I found that annoying – that we’re invisible in our own landscape – and the book is a kickback against that.”

https://youtu.be/aKPpv9rA5Uk

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu „Journal Freitag, 27. März 2015 – Kobelbau“

  1. Buchfink meint:

    Complimento, Sie sehen toll aus, dieser undercut und diese Brille….

  2. maz meint:

    Wow.

  3. Croco meint:

    Was haben Sie für ein schönes Lachen!

  4. Sabine meint:

    Das Rebanks-Buch lacht mich auch an, auch in Papier. Diese Hunde, die er da hat, sind die einzige Sorte Hunde, die ich toll finde, wenn auch aus ganz sentimentalen Gründen – Schweinchen Babe! (pst, im Link oben fehlt ihm noch ein „h“).

    Bin sehr begeistert von den schicken grauen Haaren und der coolen Frisur. Meine tapferen Versuche, das Grau an der Stirn einfach als Grau zu tragen, scheitern am vollständigen braunen Hinterkopf, der mich nicht gelassen alternd, sondern verwirrt-ungepflegt aussehen lässt.

  5. die Kaltmamsell meint:

    Danke für den Hinweis, Sabine!
    Ich übe das mit den weißen Haaren, seit ich 18 bin – sowas lässt sich vermutlich nicht nachholen.

  6. Sebastian meint:

    Kurz gerätselt, dann dank des Bildnamens die Spur zu „Friends“ gefunden (irgendwie nie in die Serie reingekommen) und dann dahin: http://www.spiegel.de/reise/staedte/central-perk-eroeffnung-in-new-york-20-jahre-kultserie-friends-a-992295.html

    Aber die hier haben nur den Namen geklaut, oder? http://thecentralperkcafe.com/

  7. Trulla meint:

    Ich stelle fest, dass Sie doch am allerschönsten dann lächeln, wenn der Herr Kaltmamsell Sie vor der Linse hat

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