Journal Samstag, 28. März 2015 – Apfeltaschensamstag

Sonntag, 29. März 2015 um 8:36

Die Krähen untersuchten die Anfänge des Eichhörnchenkobels in der Kastanie – ich bin ja nicht sicher, ob der Platz ideal ist. Aber was weiß ich schon vom Kinderkriegen?

Morgens und abends lange den beiden Kaninchen auf der Wiese zugeguckt – ich sehe immer höchstens zwei, so viele werden es wohl sein.

Ein überraschend kühler Tag, Wolken und Sonne wechselten sich ab. E-Mail-Abstimmung mit Ferienapartmentvermieterin in Brighton, dort ist es gerade sogar noch kühler.

Apfeltaschen gebacken, wie ich sie von daheim kenne:
– Tiefkühlblätterteigplatten getrennt auftauen
– mit Nudelholz etwas größer rollen
– auf die eine Hälfte klein geschnittene Äpfel
– Rand befeuchten, zusammenklappen, mit Gabelzinken gründlich verschließen
– backen
– Noch heiß mit viel Zitronenzuckerguss bestreichen, etwas abkühlen lassen.
Mich daran erinnert, dass das in meiner Kindheit typisch für den Samstagnachmittagkaffee war, der serviert wurde, wenn mein Vater aus der Arbeit kam. Er arbeitete oft am Samstag Frühschicht – kann ich mir gut damit erklären, dass er in der Wartung der Fabrik tätig war, und Wartungsarbeiten natürlich besser bei gedrosselter oder gestoppter Produktion durchgeführt werden. Und damit, dass er Überstunden sammelte, um im Sommer mit uns sechs Wochen am Stück in Spanien verbringen zu können.

Nachmittag im sonnenbeschienenen Sessel mit Terry Pratchett.

Abends ein weiteres Rezept aus Nicky Stichs Reisehunger: Portugiesischer Fischeintopf (mit Kichererbsen und Spinat). War sehr gut.

150328_Fischeintopf

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Samstag, 28. März 2015 – Apfeltaschensamstag“

  1. Sebastian meint:

    Nicht ganz zur Sache, aber ich erzähle es gerne wieder: Wenn man aufgetaute Blätterteigplatten mit geschmolzener Butter bestrichen übereinander legt, kurz einkühlt und dann dünn ausrollt und wieder einzelne Platten ausschneidet, plustern die sich ungemein auf. Würde hier bei der Erinnerung sicher stören, aber vielleicht anderswo interessant. Auch weil sich da noch Dinge dazwischen einstreuen lassen – brauner Zucker, Schokostreusel (oder pikant Reibekäse, Sesamsamen, Senfkörner Räucherlachsstreifen )usw., die für großes Hallo sorgen.

    Und danke für den Eichhörnchenlink, so ein Schlawiner!

  2. Buchfink meint:

    @ Sebastian:
    Vielen Dank für diesen Super-Tipp!

  3. EausP meint:

    Da hätte ich jetzt aber gerne das Rezept. Ich wohne ja nun schon einige Jahre hier, aber „Portugiesischer Fischeintopf (mit Kichererbsen und Spinat)“ habe ich noch in keinem Restaurant auf der Speisekarte gesehen.


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