Journal Mittwoch/Donnerstag, 11./12. März 2015 – Alltagsroutine plus Kaninchen

Freitag, 13. März 2015 um 6:45

Zwei Tage, deren Erzählen mir das Gesicht einschlafen lässt.

Mittwochmorgen mit Crosstrainer (dabei vorm Fenster gesehen: Maus, Baumläufer, Eichhörnchen), zu Fuß in die Arbeit, Arbeit, nebenbei viel Spaß im Techniktagebuch-Redaktionschat, Wetter morgens nass, tagsüber gemischt, abends Posteleinsalat aus Ernteanteil, Sahnejoghurt angesetzt.

Donnerstagmorgen mit Basteln an Arbeitszukunft zur Sportpause, zwei Kaninchen vor dem Haus beobachtet (Verwunderung über den Haustechniker gegenüber, der von seinem Souterrainbüro aus die Kaninchen direkt vor der Nase hat, aber nach kurzem entdeckenden Blick woanders hinschaut), zu Fuß in die Arbeit, auf dem Weg dorthin Laugenzopf für die Brotzeit geholt, Arbeit mit nach fast drei Wochen verschieden verursachter Abwesenheit wieder anwesendem Chef, draußen kalt und grau, abends diverse Rüben aus Ernteanteil aus dem Ofen.

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Es liegt in der Natur der Sache, dass Sie hier nicht lesen, worüber ich absichtlich nichts schreibe. Aber auf manches, das hier nicht auftaucht, bin ich ganz schön stolz.

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Terry Pratchett ist tot – auch wenn seine schwere Krankheit lange bekannt war, schmerzt das.

Andrea Diener ruft ihm im FAZnet nach:
„Zum Tod von Terry Pratchett. KOMMEN SIE BITTE MIT, SIR“.

Neil Gaiman verweist auf Twitter auf den Artikel, den er vergangenen September über Pratchett geschrieben hatte:
„Neil Gaiman: ‘Terry Pratchett isn’t jolly. He’s angry’“.

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Pruuust! Klar haben Sie als Impffeindin und Wissenschaftsleugner alle Möglichkeiten der Meinungsfreiheit. Aber: Don’t mess with deutsche Bürokratie.
„Masern-Prozess: Impfgegner muss 100 000 Euro zahlen“.

Das Verfahren vor dem Ravensburger Landgericht dreht sich um die Frage, ob das Masern-Virus überhaupt existiert. Der Biologe Stefan Lanka hatte im Internet demjenigen ein Preisgeld versprochen, der die Existenz des Erregers nachweist. Das Gericht entschied, dass der Beweis geführt worden sei.

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Habe wieder einen vor Stolz roten Kopf: Der Freitag schreibt über das Techniktagebuchbuch.
„Avant la lettre. Wie Kathrin Passigs E-Book ‚Techniktagebuch‘ die alte Bücherlogik auf den Kopf stellt“.

(Jetzt werden Sie darauf hinweisen, dass ich doch selbst zugegeben habe, an der Erstellung des Buchbuches selbst überhaupt keinen Anteil gehabt zu haben. Das ist völlig richtig. Stolzesröte ist eine seltsame Sache.)

Wir nicken immer voller Respekt, wenn der Name „Kathrin Passig“ fällt. Wir lesen ihre Texte, wir hören ihre Vorträge und verfolgen ihre Projekte, wenn wir auf klare und kluge Weise über den Stand der Dinge in der Netzkultur belehrt werden wollen. Allein an ihrer Performance lässt sich lernen, was es heißt, unter den medialen Bedingungen der Gegenwart intellektuell zu sein.

Es ist nicht das schlechteste Freizeitvergnügen, anhimmelnd zu Kathrin Passigs Füssen herumzulungern.

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Warum man für einen Job in einer Pariser Konditorei Japanisch braucht.
„Kitchen Rhythm. A Year in a Parisian Pâtisserie“.

Sound is so important in baking. White chocolate squares clink like Scrabble tiles. Properly tempered chocolate makes a slight crack when you bite through the shell to a yielding ganache, as all the molecules have been neatly lined up — a different guilty pleasure altogether from the cottony thunk of a cheap candy bar. There is a perfect word in Japanese for the thin chocolate sheets we use for decoration, pakipaki, the sound they make when snapped into shards.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Mittwoch/Donnerstag, 11./12. März 2015 – Alltagsroutine plus Kaninchen“

  1. adelhaid meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

    *******************************************************

  2. Indica meint:

    Das mit dem „… hier nicht lesen, worüber ich absichtlich nichts schreibe“, kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Und, ja bitte: Seien Sie stolz auf sich! Ungehemmt. Mehr davon!! (*Tschacka*!)

  3. Maria Hofbauer meint:

    Zu dem, worüber Sie nicht schreiben, worauf Sie aber stolz sind, beglückwünsche ich Sie herzlichst. Sie sind stolz darauf, und das ist es, was zählt.

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