Journal Dienstag, 10. März 2015 – Heimat aufgemischt

Mittwoch, 11. März 2015 um 6:47

Radeln in den Anfang des Sonnenaufgangs, doch noch ganz schön frostig. Vor allem roch das Draußen noch deutlich nach Winter.

Beim morgendlichen Langhanteltraining störte der Muskelkater in den Oberschenkeln (vom Laufen am Sonntag?) nur kurz. Jetzt kommt wieder die Zeit, in der mir die übers Quartal selbe Musik danach den ganzen Tag im Kopf dudelt.

Vormittags kam der externe Sys-Admin ins Büro – ging mit einer deutlich längeren Arbeitsliste raus als er hereingekommen war.

Der Wirt des Lokals unterm Büro hat sofort wieder seine Rolle als Wetterfrosch eingenommen: Wenn er draußen deckt, wird der Nachmittag sonnig. Und also geschah es. Ab 11 Uhr war der Biergarten bestens besucht (brrrr).

Abendessen mal wieder beim Uiguren, wieder mal ausgezeichnet und umgeben von buntestem Volk und fernen Sprachen.

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Ich wohne schon arg gerne im südlichen Bahnhofsviertel (wie die Münchner Verwaltung es wohl zusammenfasst). Möglicherweise kann das Vertraute mir nur Heimat sein, wenn es regelmäßig aufgemischt wird, wenn es mir immer etwas zu entdecken bietet.

§

Sehr viel Liebe für diesen Herrn: Auch dieses Jahr verbrachte der britische Komiker Richard Herring den Weltfrauentag vor Twitter. Er informierte jeden und jede Quengleridioten, wann es denn bitte auch einen Weltmännertag gebe, dass es längst einen gibt: 19. November.
„Richard Herring tirelessly spends International Women’s Day fighting sexism“.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Dienstag, 10. März 2015 – Heimat aufgemischt“

  1. Christian meint:

    danke für die schönen Bilder von den Gerichten beim Uiguren.
    Sieht alles sehr lecker aus. Ich hatte bei meinem ersten Besuch
    dort vor wenigen Tagen wohl leider Pech gehabt und instinktiv
    das Falsche gewählt. Es hieß, es sein ein Gericht mit Hühnerfleisch,
    serviert jedoch bekam ich eine Schüssel voller zerhackter Hühnerrücken, Schlachtabfälle, abattis de vollaille, wie meine französische Begleitung sagte.

  2. mhs meint:

    Besten Dank für die Info, dass es einen Weltmännertag längst gibt. Dann will ich das doch mal an meinen Quängler weitergeben.^^
    LG
    mhs

  3. Sabine meint:

    Die Uiguren sind ja nur politisch Chinesen, aber zerhackte Hühnerteile, die man hier nie essen würden, sind jedenfalls in der chinesischen Küche Leckereien, besonders, wenn sie knusprig, zuzelig oder knorpelig sind. Ich empfehle Fuchsia Dunlops Shark’s Fin and Sichuan Pepper, in der die Autorin sich furchtlos auf die Küchen aller nur erdenklicher chinesischer Provinzen stürzt, auch auf die von Xinjiang, wo die Uiguren wohnen und aus chinesischer Sicht ganz unglaubliche Dinge essen. Dunlops neues Buch, Every Grain of Rice, ein Kochbuch mit chinesischer Hausmannskost, ist zum Augenverdrehen gut. Ich habe nach der Lektüre des gestrigen Vorspeisenplatteneintrags lange gerätselt, was für ein Traum mir von dem Buch verkauft wird. Vermutlich der, dass ich doch eine Chance habe, mich an chinesisches Essen heranzutasten…

  4. Julia meint:

    das restaurant kenne ich gar nicht. da muss ich mal hin, wenn ich wieder in muc bin. ich liebe diese ecke münchens auch. weniger dirnd-„gemütlichkeit“ und mehr „echtes“ leben. wenn ich sehnsucht nach frankfurt hatte, bin ich immer durch diese ecke geradelt und fühlte mich ein bisschen mehr in einer metropole als in einem alpen-disney…

  5. Cohen66 meint:

    diese drei Bilder haben mich als Preußen dazu bewogen, doch einmal den „Weißwurst-Äquator“ zu überschreiten. Ich werde München besuchen, um dort einmal zu essen. Nach einem ersten Blick ins INet, scheint es kaum ein weiteres uigurisches Restaurant in DE zu geben oder irre ich da?

  6. die Kaltmamsell meint:

    Laut der Speisenkarte im Taklamakan, Cohen66, lebt in München die größte uigurische Gemeinschaft außerhalb Chinas. Es gibt wohl mindestens noch ein zweites uigurisches Restaurant hier: Tengri Tagh Uyghur. Über dessen Qualität kann ich allerdings nichts sagen.

    Hier noch mehr über die Uiguren in München, warum hier ein paar Hundert leben – und möglicherweise über ein drittes uigurisches Restaurant:
    „Ein Leben im Exil – Uiguren in München“.


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