Archiv für März 2016

Journal Sonntag, 20. März 2016 – Sonntagskaffee mit Eltern

Montag, 21. März 2016

Ausgeschlafen, Schokoladen-Nuss-Zopf gebacken. Den nahm ich zu meinen Eltern mit. An diesem Sonntagnachmittag hatte ich nämlich eigentlich meinen postoperativen Vater in Donauwörth besuchen wollen, doch seine Operation wurde um sechs Tage verschoben. Da er zwar nicht operiert war, aber schlimme Schmerzen leidet, besuchte ich ihn einfach trotzdem und daheim – mit Kuchen.

In München war das Wetter wie angekündigt kalt und düster, wurde aber netterweise Richtung Ingolstadt immer sonniger. Ich verbrachte einige schöne Stunden mit meinen Eltern bei Mittagessen und Kuchen sowie Diskussionen über die politische Lage – wir waren gemeinsam hilflos.

Auf der Rückfahrt Sonntagszeitung ausgelesen, dazu schöne Aussichten auf Sonnenuntergang.

160320_06_Sonnenuntergang

Am Samstag waren die Reiseunterlagen für unseren Wanderurlaub in England eingetroffen. Herr Kaltmamsell vertiefte sich in sie. 1. wies er mich darauf hin, dass wir durch Tolkien-Land wandern werden. Ich mache mich also auf ausführliche Vorträge gefasst. 2. Wir werden laut ihm eine Trillerpfeife brauchen.

Egal: Auf der Wanderstrecke liegen Orte namens Watton-under-Edge, Cam Long Down, Stinchcombe und Chipping Sodbury, gnihihi. Lautes Vorlesen ergibt sofort einen Loriot-Sketch, probieren Sie’s aus!

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Der Architekturtheoretiker Geoff Manaugh hat ein Buch “The Burglar ‘s Guide to the City ” geschrieben. Maik Nowotny hat sich mit ihm über die hoch interessanten architektonischen Aspekte der Kriminalität unterhalten:
“Wie Einbrecher die Stadt benutzen”.

via @ankegroener

Journal Samstag, 19. März 2016 – Anwandern an Loisach und Isar

Sonntag, 20. März 2016

Dass der Samstag ein sonniger Frühlingstag werden sollte (und zwar der einzige auf längere Sicht), hatte die Meteorologie seit Tagen angekündigt. Herr Kaltmamsell riet also, die Wandersaison zu beginnen: Schließlich haben wir für Ende Mai einen einwöchigen Wanderurlaub in England gebucht und sollten dafür trainiert sein.

Nach einer Runde Einkäufen und einem fast mittäglichen Frühstück nahmen wir also die S-Bahn Richtung Wolfratshausen und gingen eine vertraute Runde von Icking nach Wolfratshausen obenrum, zurück nach Icking untenrum an der Loisach und dem Isartal entlang zum Ickinger Wehr.

Es war tatsächlich warm genug, um ohne Mütze und Handschuhe, sogar mit offener Jacke zu wandern.

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Bei Itzing oben lagen noch Schneefetzen. Aber am Wegesrand erfreuten uns Blümelein. Huflattich und Schlüsselblumen erkannte ich leicht, doch am häufigsten sahen wir diese hier:

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Mein Bestimmungsbuch verwirrt mich eher – kann jemand helfen?

Dorfen:

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Wolfratshausen:

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Rast an der Loisach.

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Die Floßsaison war allerdings noch nicht eröffnet.

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Hier fließen Loisach und Isar zusammen:

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Am Ickinger Wehr sahen wir sogar einen Frosch (Kröte?).

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Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell ein Retro-Gericht geplant: Mit Linsen gefüllte Zwiebeln (das erste Rezept hier).

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Der Koch war leider enttäuscht, mir schmeckte das Gericht ganz ausgezeichnet.

Journal Donnerstag/Freitag, 17./18. März 2016 – Frühlingsurlaub im Broeding

Samstag, 19. März 2016

Donnerstag wurde es endlich wärmer. Beim meinem morgendlichen Gang in die Arbeit (nach Crosstrainerstrampeln) war die Theresienwiese zwar noch gefroren, auf dem Heimweg hatte die Luft aber ins Milde umgeschlagen.

Morgens freute ich mich beim Ausmisten der Zeitung an einem Brutalkalauer in der Karstadt-Werbebroschüre (die Agenturleute highfiven wahrscheinlich bis heute stündlich, dass sie den Kunden dazu bekommen haben):

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Der Freitag begann sonnig, ich legte morgens nochmal eine Runde Bauch- und Rückentraining ein. Die Bavaria sah naturtrainiert wie immer aus.

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Nachmittag vom Tod Guido Westerwelles erfahren; auch mir war er nach Jahren des Kopfschüttelns über seine Politik durch seine Krankheit menschlich nahe gekommen, unter anderem durch das Spiegel-Interview vergangenes Jahr.

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Freude auf dem Heimweg: Die leicht gestiegenen Temperaturen hatten endlich die Veilchen hervorgelockt.

Abends lange befreutes Essen mit Herrn Kaltmamsell im Broeding. Die Süddeutsche hatte kürzlich über das Lokal geschrieben – zum Glück hatten wir schon vorher reserviert, denn erfahrungsgemäß ist nach einem Lob der Süddeutschen auf Monate kein Tisch mehr in einem Restaurant zu bekommen.

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Als Aperitif ließen wir uns einen hefigen, trockenen Prosecco empfehlen, der auf der Maische vergoren wurde – war mir ein wenig zu apfelmostig.

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Der Gruß aus der Küche war ein köstliches Scheibchen marinierte Lammoberschale auf Wirsing.

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Diesen Knaller an Weißwein gab es zum Pflaumen-Karamell-Schwein mit Spitzkohl: einen ebenfalls maischevergorenen Heinrich Grauen Burgunder Freyheit. Für mich ein gelungenes Beispiel für low interference-Wein (wieder ein neuer Begriff, der als Bezeichnung für diese aktuelle Bewegung getestet wird): gleichzeitig fruchtig-pflaumig und rau. Meine Weinentdeckung des Abends.

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Der Schweinebauch verstand sich prächtig mit dem Wein.

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Eine wunderbar runde Selleriesuppe mit Shiitakepilzen und Topinamburchips, begleitet von einem trockenen Tokaji Kikelet Furmint (hier eine Geschichte über die Winzerin – Sommeliere Anna Flohr hatte uns von der Lage hinter deren Haus erzählt, auf der dieser Wein gewachsen war).

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Zu diesem knusprigen und zarten Saibling auf Bärlauchsoße und mit Roten Beten und Mönchsbart gab es einen Riesling aus der Wachau von Martin Muthentaler – der pferdefurzigsteanimalischste Riesling, den ich je im Glas hatte. Passte mit seiner Säure und Frische wunderbar zu den mildesten Roten Beten.

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Die Zweierlei vom Bauergockel waren ein Traum – vor allem das Ragout aus dunklem Hähnchenfleisch, das eine Zitrusnote hatte: Eine Nachfrage in der Küche ergab, dass die Schale von Salzorangen verwendet worden war. Auch das Kürbiscouscous und der Spinat schmeckten köstlich. Als Wein dazu gab es einen Wenzel Pinot Noir vom Neusiedlersee, und zwar den Kleinen Wald, Muschelkalk (Direktlink wegen Navigationsspielereien der Website nicht möglich).

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Einen burgenländischen Kracher K gab’s zum Gorgonzola mit intensivem Rosmaringelee und Rucola auf Kümmelbrot – sehr interessant, eindeutigen Süßwein in der Nase zu haben, der im Mund dann aber kaum süß war.

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Richtig süß wurde es im Glas zum Dessert (das Vordessert in Form eines Klops’ Mangoeis vergaß ich zu fotografieren, so spannend waren die Ausführungen von Andreas Röhrich zum Wein): eine Velich Seewinkel Beerenauslese 2010. Das Dessert war eine angenehm schwere Vanillemousse mit Portweinbirnen.

Zu einem Espresso konnte ich Herrn Kaltmamsell noch überreden (ihm fielen bereits die Augen zu, doch im Broeding ist auch der Espresso sehr gut – ein Detail, an dem ich schon viele sonst sehr gute Lokale versagen habe sehen), dann brachten wir einander heim.

Journal Mittwoch, 16. März 2016 – Doraden

Donnerstag, 17. März 2016

Der Tag begann düster und wolkenverhangen, wurde aber ab Mittag immer sonniger. Kalt blieb es.

Den Morgen begann ich mit ein wenig Hanteltraining vor dem Fernseher – nachdem die Wochen zuvor mein Sportrhythmus deutlich langsamer geworden war, versuche ich jetzt wieder Regelmäßigkeit reinzukriegen. Zu Fuß in die Arbeit. Auf der Theresienwiese wird immer noch ein Stück Asphalt erneuert; als ich letzthin recherchierte, wann die Arbeiten endlich fertig werden, stellte ich fest, dass so eine “Sanierung” sieben Monate dauert. So schnell lache ich nicht mehr über den Berliner Flughafen.

Auf dem Heimweg besorgte ich beim Verdi Doraden als schnelles Abendessen zum Salat aus dem frisch geholten Ernteanteil.

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Das war nun das zweite Mal diese Woche, dass ich nach der Arbeit das Nachtmahl gekocht habe – Herr Kaltmamsell lässt bereits die Flügel hängen und fühlt sich überflüssig.

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Bald gibt es James Rebanks’ A Shepherd’s Life auch in deutscher Übersetzung: Mein Leben als Schäfer.

Vielleicht mögen Sie Herrn Rebanks (uns seinen beiden Hunden) ein paar Minuten beim Schäfern zusehen?

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/dr6O4EIz670

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In der jüngsten Wochenendausgabe der Süddeutschen erklärte ein ausführlicher Artikel, warum die Versprechen der Kosmetikindustrie gar nicht stimmen können (unter anderem: Um die Ergebnisse zu erzielen, mit denen sie wirbt, müssten die Produkte so tief ins Gewebe eindringen, dass eine Zulassung als Arzneimittel nötig wäre).
Kostenlos lesbar ist davon das Interview mit Ursula Loggen, wissenschaftlicher Leiterin des Bereichs Ernährung, Kosmetik und Gesundheit bei Stiftung Warentest:
“Schöner Schwindel”.

Was übrigens nicht heißt, dass Sie nicht 150 Euro für ein Töpfchen Gesichtscreme ausgeben sollen – das folgt lediglich demselben Marken-Mechanismus, das Menschen mehrere Tausend Euro für eine Handtasche oder mehrere Hundertausend Euro für einen Pkw zahlen lässt. Die Creme macht wissenschaftlich belegbar mindestens zu schön wie die Tasche und das Auto.

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Fast sechs Jahre alt, aber ausgesprochen lesenwert: Alexander Gorkow interviewt Sylvester Stallone.
“‘Ich war ein Idiot.'”

via @alex_ruehle

Journal Montag/Dienstag, 14./15. März 2016 – Märzwinter

Mittwoch, 16. März 2016

Zwei sehr emsige Arbeitstage, in genau dem Tempo, das ich bevorzuge.

Montagmorgen eine Runde Bauchtraining, mittlerweile auf der Turnmatte, die mir hier in den Kommentaren empfohlen wurde: Ich bin tatsächlich sehr zufrieden damit, auch wenn ich das Liefernlassen statt Selberkaufen mit dem befürchteten Berg Karton bezahlen musste. Irgendwann verstehe ich vielleicht, warum es für eine in festen, unbeschrifteten Karton verpackte einzelne Ware einen zusätzlichen festen, unbeschrifteten Karton plus Füllmaterial für den Versand braucht.

Montagabend buk ich Kaiserschmarrn (die brotige Mahlzeitversion, nicht die fluffige Dessertvariante), serviert mit Apfelkompott aus dem Kartoffelkombinat:

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Dienstagmorgen gönnte ich mir eine gute halbe Stunde auf dem Crosstrainer, die gedankenversunken in gefühlten zehn Minuten rum war.

Tagsüber vorm Bürofenster hauptsächlich Schneefall.

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Es ist ein Elend. Zumindest erwischte ich zum Heimradeln eine Schneepause.

Abends Verabredung in einem Hotel im Bahnhofsviertel: Der Mann der Verabredung hat es vor ein paar Monaten übernommen. Ich bekam die große Führung, viele interessante Details. Im Frühstücksraum setzen wir uns zum Abendessen zusammen, das wir vom libanesischen Grill ums Eck geholt hatten. Dazu interessanter Rotwein; dieser Duttweiler Nett Olé Olà (irgendwas ist ja immer) gefiel mir besonders gut.

Mittelspät nachts marschierte ich in erneutem Schneefall nach Hause.

Journal Sonntag, 13. März 2016 – Augsburger Geburtstagsessen

Montag, 14. März 2016

Morgen bei Elterns: Zusammen mit Herrn Kaltmamsell Papas neues Dumbphone mit Pre-Paid-Tarif von Tchibo in Betrieb genommen, eine durchaus komplexe Angelegenheit. Bis zum Abend hatten wir noch nicht alle Hürden erfolgreich genommen, am abschließenden Laden des bereits bezahlten Guthabens aufs Handy scheiterten wir – es tauchte einfach nicht als Guthaben auf. Solche Geschichten kenne ich ja bislang nur vom Lesen im Techniktagebuch; es kann doch wohl nicht angehen, dass das derart kompliziert ist. Zumal wir alle wollten, dass mein Vater bis spätestens Freitag überall erreichbar ist und überall telefonieren kann, weil er da nämlich ins Krankenhaus muss.

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Auf der Autofahrt mit meinen Eltern nach Augsburg auf Wiesen Rehe gesehen und Störche, kurz vor der Ausfahrt Lechhausen einen Bussard am Himmel.

Geburtstagessen bei Schwiegers mit Lachstatar, Rinderfilet, Maultaschen, Rosenkohl, Granatapfelquitten – und drei Torten zum Nachmittagskaffee.

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Problemlose Zugfahrt nach Hause. Daheim banges Linsen auf die Landtagswahlergebnisse in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Mein Befürchtungen bewahrheiteten sich mit überall gut zweistelligen Stimmenprozenten für die AfD, aber ich merkte, dass ich mich nicht mehr so persönlich bedroht fühlte (mit meiner nicht-deutschen Abstammung) wie damals von den Republikanern. Jetzt hoffe ich vor allem, dass sich die Politikneulinge in den Landtagen selbst zerlegen.

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Mal wieder eine schön recherchierte Geschichte, wie die Zuschreibung von Geschlechterunterschieden funktioniert:
“Über die Erfindung der Handarbeiten als weiblich”.

via @kittykoma

Genau so etwas zahlt auf meinen Feminismus ein: Eine Hauptgefahr des Sexismus besteht in Zuschreibungen und Stereotypen. Statt Menschen individuell zu betrachten, werden sie als Bestandteil einer Gruppe gesehen, werden die vorgefassten Eigenheiten dieser Gruppe auf sie projiziert. Aber sicher gibt es Geschlechterunterschiede, die zum Beispiel bestimmte Krankheiten wahrscheinlicher machen. Doch Verhalten, Vorlieben, gesellschaftliche Rollen, Ziele, Wünsche und Träume daraus abzuleiten oder gar vorzuschreiben (auch elterliche Erwartungshaltung ist Vorschrift) ist Unterdrückung.

Handelt es sich um weiblich konnotierte Eigenheiten, geht gerne Abwertung damit einher: Wenn textile Handarbeit heute als Mädchenkram oder typisch weiblich angesehen wird, bedeutet das implizit eine Abwertung gegenüber echtem Handwerk oder gar Kunst.

Journal Samstag, 12. März 2016 – #12von12

Sonntag, 13. März 2016

Vom 12. des Monats 12 Bilder posten – das ist #12von12. Ästhetisch anspruchsvolle Fotos kamen diesen Monat nicht heraus.

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Während der Morgenkaffee noch durchlief, lief auch schon die erste Maschine Wäsche (hell, 40 Grad).

160312_04_Waesche

Bis ich ausgiebig gebloggt und Internet gelesen hatte, war die Wäsche durch und aufgehängt (bis auf den Bettbezug, der im Trockner trocknete).

Der graue Himmel und die Kälte machten nicht gerade Lust aufs Laufen, aber ich erinnerte mich daran, wie gut mir ein Lauf immer tut, außerdem fiel mir eine Route ein, die ich schon seit Jahren nicht mehr gelaufen bin: quer durch die Innenstadt.

160312_06_Thalkirchen

Ich nahm die U-Bahn nach Thalkirchen und ging dort im Untergrund erst mal aufs Klo: Ohne Vandalisierung durch sommerliche Isargriller war die öffentliche Toilette pikobello.

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An der Aussicht aufs Müller’sche Volksbad war ich schon seit Jahren nicht mehr vorbeigelaufen.
Ich trabte so leicht und vergnügt, dass ich die Strecke immer nochmal verlängerte; laut App stieg ich erst nach über zwei Stunden und mehr als 20 Kilometern am Tivoli in die Straßenbahn zurück.

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Daheim löste ich die müdegelaufenen Beine in heißem Badewasser. (Eigentlich hatte ich das klassische Badewannenfoto mit keck herausragenden Zehen aufnehmen wollen, aber so liege ich nie in der Badewanne: Meine Zehen würden kalt. Lieber sinke ich tief und winkle die Knie ein wenig an, um möglichst meinen ganzen Körper unter heißem Wasser zu haben.)

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Frühstück!

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Am späten Nachmittag machte ich mich mit Herrn Kaltmamsell auf den Weg zu einer Familiengeburtstagsparty bei Ingolstadt.

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Nach 20 Minuten Fahrt hielt der Zug recht abrupt auf freier Strecke. Erst wurde als Grund Gegenstände auf dem Gleis genannt, dann Polizeieinsatz, dann Tiere auf dem Gleis – so oder so: Weiterfahrt verzögere sich auf unbekannte Zeit.

Zum Glück hielten sich unsachlicher Protest und Spekulationen im Großraumabteil in Grenzen, zum Glück hatten wir beide genug zu lesen dabei, zum Glück hatten wir Licht und Wärme, zum Glück hatte die Verzögerung für uns keine wirklich unangenehmen Folgen (wie sie sie zum Beispiel bei einer beruflichen Fahrt gehabt hätte).

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Mit 100 Minuten Verspätung kamen wir doch noch an (abschließende Erklärung war “a Viech” auf dem Gleis gewesen), meine liebe Mutter holte uns mit dem Auto ab und brachte uns zur Party.

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Gegessen, getrunken, geplaudert.

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Ein Taxi brachte uns in mein Elternhaus zum Übernachten (am Sonntag geht es gemeinsam mit meinen Eltern zu einer weiteren Geburtstagsfeier).

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Einschlafen im Gästezimmer (das vor langer Zeit das Zimmer meines Bruder gewesen ist).