Journal Samstag, 25. Juni 2016 – Schyrenbad und Sommerende

Sonntag, 26. Juni 2016 um 9:11

Es war ein weiterer halber Sommertag angekündigt, und so radelte ich nach dem Brotbacken (Rausholen aus dem Ofen übernahm Herr Kaltmamsell) ins Schyrenbad zum ersten Draußenschwumm des Jahres.

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Die Bahnen waren überraschend voll, es ließ sich aber arrangieren. Ich schwamm mit Kraft und Spaß, hörte nach 3.000 Metern nur aus Vernunft auf. Am schlechtesten in den Flow der beiden Sportschwimmbahnen zu integrieren sind die Schwimmerinnen und Schwimmer, die nur mal kurz ein, zwei Bahnen ziehen wollen. Wenn Sie zu denen gehören: Könnten Sie das beim nächsten Mal vielleicht außerhalb der abgetrennten Bahnen tun? Wäre sehr nett, danke.

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Ich frühstückte Laugenzopf und Tomaten, sonnte mich ein wenig. Im Schatten hörte ich dann Musik, las in Donna Tartts The Secret History – und stellte dabei fest, dass sich meine Sehkraft verändert. Auf die Nähe eines Buchs sehe ich inzwischen ohne Brille schärfer, alles weiter Entfernte mit Brille, inklusive Computerbildschirm. (In einer Blase über meinem Kopf taucht bedrohlich “GLEITSICHTBRILLE” auf.)

Als ich gegen 16 Uhr aufbrach, war der Himmel knallblau mit ein paar Cirruswolken. Doch bereits beim Heimkommen nach ein wenig Einkauf hatte er sich zu Gewitterschwärze verdunkelt.
Der Sommer endete gegen 17 Uhr mit Gewitter und Temperatursturz.

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Weil ich große Lust darauf hatte, buk ich meinen Marmorkuchen.
Zum Nachtmahl viel comfort.

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Erdbeer-Minz-Daiquiris, die aussehen wie Tomatensuppe.

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Herr Kaltmamsell servierte Shakshuka, ergänzt durch Mangold aus Ernteanteil (passte sehr gut), mit Naanbrot aus der Pfanne.

Der BR zeigte Das Spukschloss im Spessart, wir ließen uns von den Spezialeffekten, den vorgesungenen titles und der hanebüchenen Handlung beeindrucken. Gesamturteil von Herrn Kaltmamsell, der ein Faible für diese Art von Filmen und aus dieser Zeit hat: “Originell, aber misslungen. Verdient Respekt.” (Er ergänzt: “Wenn wenigstens die Lieder besser gewesen wären!”)

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu „Journal Samstag, 25. Juni 2016 – Schyrenbad und Sommerende“

  1. Margrit meint:

    Auch Spukschloss geguckt – meine Frau ist da wie Ihr Herr Kaltmamsell, und für mich ein perfekter Bügelfilm – und sehr amüsiert, über selbes wie Sie. Am meisten beeindruckt und im Kontext dieses Filmchens verblüfft hat mich das Bonner Gespenst in Form eines Hakenkreuzes.

    [Ich LIEBE diese Kommentar-Nachbearbeitungs-Funktion, wo haben Sie die nur her?]

  2. Muyserin meint:

    Würde mich über Link zum Pfannen-Naan freuen.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Laut Herrn Kaltmamsell war es dieses, Muyserin:
    https://paprikameetskardamom.wordpress.com/2016/06/22/naan-aus-der-pfanne/

  4. Muyserin meint:

    Vielen Dank!

  5. vered meint:

    Gleitsichtbrille ist nicht “eine Drohung”,sondern eine grosse Hilfe zur Verbesserung der Lebensqualität. Ich habe eine, die ersetzt mir deren fünf: Nähe, mittlere Entfernung, Weitsicht, Sonnenbrille, und die Brille, die ich benötige, um die verlorenen anderen zu finden!
    Wieviel Zeit und Ärger hat sie mir schon gespart!

    Allerdings dürfen Sie nicht knausern, wenn Sie sich mal eine zulegen. Das Allerbeste ist gerade gut genug. Das gilt auch bei der Wahl des Gestells. Lassen Sie nicht nach, bis Sie das gefunden haben, worüber Sie sich jeden Tag aufs Neue freuen.

  6. Uwe meint:

    “Shakshuka” hier zum ersten Mal im Leben gelesen/gesehen, meiner lieben Frau Jana den Link geschickt und gestern Abend damit zum Abendessen überrascht worden.

    Sehr lecker!

  7. Christine meint:

    Welch schöner Zufall. Denn auch wir haben das Spukschloss am Samstagabend mit viel Spaß gesehen. Meine Mutter wollte immer wissen, wer die Schauspieler sind, die ich aus dem Wikipediaartikel vorlas. Meine Vierjährige war von den Gespenstern begeistert, weil sie nicht wirklich richtig gruselig waren, aber ein bißchen unerklärlich war das schon.
    Auch mir sind, wie Margrit auch, die Spitzen gegen Alt-Nazis und Kriegsspielzeug aufgefallen, die ich für 1960 sehr mutig fand.
    Und ich bewunderte, wie sich Hans Clarin und Lilo Pulver dem Klamauk hingaben, ohne wirklich die Contenance zu verlieren.

    Drollig noch: Meine Tochter kennt fast nur zeitsouveränes Schauen von Filmen auf dem Tablet via Youtube. Sie kann sich nicht wirklich vorstellen, dass irgendwo ein Programmdirektor bestimmt, was sie wann gucken darf. Und war am Sonntagmorgen sehr enttäuscht, dass sie den Film nicht nochmal spontan im Fernsehen gucken konnte. Habe den Film zum Glück auch bei YouTube gefunden gehabt, was sie sehr erfreute.

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